Seitenhafenstraße und Seitenhafenbrücke eröffnet

Die Seitenhafenstraße und die Seitenhafenbrücke im 2. und 11. Bezirk wurden am 22. November 2011 nach etwa 20 Monaten Bauzeit für den Verkehr freigegeben.

Ausgebaute Seitenhafenstraße mit Rad- und Fußweg

Durch die direkte Anbindung insbesondere des Hafen-Schwerverkehrs an die Autobahn wird die Verkehrsbelastung für BewohnerInnen des Handelskais und von Kaiserebersdorf reduziert.

Die Ausbauarbeiten am Containerterminal Freudenau des Wiener Hafens machten den Um- und Neubau sowie eine Verlegung der Seitenhafenstraße und der Gleistrasse der Betriebsbahn notwendig. Die Seitenhafenstraße verfügt über zwei Fahrstreifen, weist eine Gesamtlänge von 2.006 Metern auf und wird als Hauptstraße B 14 geführt. Weiters wurden Anbindungen an die in diesem Bereich ansässigen Firmen hergestellt.

Für den Hafen Wien bedeutet die neue Seitenhafenstraße eine optimale Verbindung zum hochrangigen Straßennetz. Mehr als 50 Prozent der Waren kommen mit dem Lkw in den Hafen Wien. Der Standort Hafen Wien wird nicht nur wegen seiner Anbindung an Schieneninfrastruktur und Wasserstraße, sondern auch wegen seiner Nähe zum Flughafen und der guten Erreichbarkeit auf der Straße geschätzt.

Aufgrund der zu erwartenden, höheren Verkehrsbelastung wurden in einigen Kreuzungsbereichen der Seitenhafenstraße neue Ampelanlagen installiert. Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch die gesamte Margetinstraße von der Johann-Petrak-Gasse bis zur Alberner Hafenzufahrtsstraße umgebaut.

Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou:

Der Hafen spielt eine wesentliche Rolle als intermodales Güter-Terminal weg von der Straße hin zu anderen Verkehrsmitteln. Speziell ist der Lärmschutzwall, der in dieser Form in Wien einzigartig ist. Die Umwelt-Auflagen für den Lärmschutz angesichts der Nähe zum Prater wurden umgesetzt.

Brückenschlag zwischen 2. und 11. Bezirk

Visualisierung der neuen Brücke

Die Verlängerung über den Donaukanal erfolgte durch die Errichtung einer neuen Brückenverbindung zwischen der Leopoldstadt und Simmering. Die Seitenhafenbrücke steht nicht nur dem Auto- und Lkw-Verkehr für den Betrieb des Wiener Hafens zur Verfügung. Sie bietet auch Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Radfahrerinnen und Radfahrern genügend Platz. Die bestehenden Radwege auf dem Hochwasserdamm sind jetzt über die Seitenhafenbrücke zu erreichen. Die Brücke ist eine schlanke und elegante Konstruktion. Mit einer Länge von rund 130 Metern und einer Breite von 15 Metern bringt sie sich zart in das Landschaftsbild ein.


Lärmschutz für Landschaftsschutzgebiet Prater

Die Lärmschutz-Maßnahmen sind ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Landschaftsschutzgebiet und Infrastruktur. Sie wurden von der Abteilung Umweltschutz (MA 22) im Rahmen eines UVP-Verfahrens vorgeschrieben. Der Lärmschutz besteht aus etwa 800 Metern begrüntem Erdwall (geokunststoffbewehrte Erdstützkonstruktion), rund 275 Metern Holzlärmschutzwand und circa 25 Metern Gabionenwand (Eine "Gabione" ist ein mit Steinen gefüllter Drahtkorb). Der Erdwall ist vier Meter hoch und weist eine Kronenbreite von einem Meter auf. Die Begrünung des Lärmschutzwalls erfolgte mittels Spritzbegrünung. Sollte sich der geforderte Bedeckungsgrad nicht einstellen, wird die Begrünung im Frühjahr erneuert.

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