Neugestaltung der Mariahilfer Straße

"Mehr Freiraum! Mehr Leben! Mehr Wert!": Das sind die Ziele der Umgestaltung der Mariahilfer Straße.
Die Innere Mariahilfer Straße besitzt eine zentrale Bedeutung für Wien. Um ihre Stärken weiter auszubauen und die Straße an zukünftige Herausforderungen anzupassen, wird sie mittels eines umfassenden Beteiligungsverfahren neu gestaltet.
Sie soll künftig mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger bieten und die Lebens- und Wohnqualität für Anrainerinnen und Anrainer erhöhen. Die gesamte Umgebung wird von der Neugestaltung profitieren. Sowohl in Mariahilf als auch in Neubau wird die Verkehrsbelastung abnehmen.
Verkehrskonzept
Das neue Verkehrskonzept wurde aufbauend auf den Ergebnissen des Dialogs mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt, der im Herbst 2012 in den Bezirken Mariahilf und Neubau durchgeführt wurde. Dabei brachten tausende Wienerinnen und Wiener ihre Interessen, Ideen und Bedürfnisse ein. Besonders wichtig war den Anwohnerinnen und Anwohnern, dass auch Verkehrslösungen für die angrenzenden Bezirke berücksichtigt werden.
Gemeinsam mit Verkehrsplanerinnen und -planern haben die Bezirke Mariahilf und Neubau ein Modell entwickelt, das diesen Ansprüchen gerecht wird. Es soll einerseits die Verkehrsbelastung für die Wohnbevölkerung verringern. Andererseits soll durch die neue Verkehrsführung gewährleistet werden, dass alle Häuser, Garagen oder Einfahrten erreichbar bleiben. Möglich wird das unter anderem durch sogenannte Begegnungszonen, die die Zufahrt zu den Parkgaragen garantieren und den Durchzugsverkehr verhindern.
Alle Bewohnerinnen und Bewohner des 6. und 7. Bezirks werden über die zukünftigen Regelungen in ihren Bezirken genau informiert. Das Verkehrskonzept wird bis zum Sommer im Detail abgestimmt und ab Spätsommer 2013 getestet und evaluiert. Bis zum Beginn der baulichen Neugestaltung im Frühjahr 2014 können im Verkehrskonzept noch Änderungen vorgenommen werden.
Die Umsetzung der Verkehrsmaßnahmen wird im Sommer erfolgen. Erste bauliche Umsetzungen können nach einer Testphase im Frühjahr 2014 in Angriff genommen werden.
Die Gespräche mit der Wirtschaftskammer über Lieferzeiten werden auf Basis der festgelegten Verkehrslösung weitergeführt.
Kernelemente des neuen Verkehrskonzeptes
- Im Kernbereich zwischen Kirchengasse und Andreasgasse wird es eine FußgängerInnen-Zone geben. Der 13A wird dort eine eigene Fahrbahn bekommen und auf der gewohnten Linie fahren.
- In den anderen Bereichen der Mariahilfer Straße zwischen Museumsplatz/Kirchengasse und Andreasgasse/Kaiserstraße werden Begegnungszonen verwirklicht.
- Radfahren wird in der gesamten Mariahilfer Straße möglich sein.
- Der Verkehr soll in den angrenzenden Bereichen durch neue Verkehrsführungen (insbesondere Schottenfeldgasse, Webgasse, Zieglergasse und Otto-Bauer-Gasse) beruhigt werden.
- Tempo 30 in Gumpendorfer Straße, Burggasse und Neustiftgasse soll durchgesetzt werden.
Diese Lösung wurde gemeinsam mit der Bezirksvorsteherin des 6. und dem Bezirksvorsteher des 7. Bezirks, Renate Kaufmann und Thomas Blimlinger, ausgearbeitet.
Begegnungszonen
Begegnungszonen sind seit der jüngsten Reform der Straßenverkehrsordnung in Österreich möglich.
In einer Begegnungszone ist der FußgängerInnen-Verkehr überall zulässig, der Radverkehr ist in beiden Richtungen erlaubt. Generell gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 20 Stundenkilometern. Grundsätzlich ist das Befahren der Begegnungszone auch für Kraftfahrzeuge möglich. Das Parken und Halten ist nicht erlaubt, außer für den Lieferverkehr. Die Zufahrt zu Garagen und Einfahrten wird durch diese Verkehrslösung garantiert.
Proberaum von 3. bis 5. Mai 2013

Die Mariahilfer Straße wurde von 3. bis 5. Mai zwischen Esterházy- und Neubaugasse probeweise zur FußgängerInnenzone.
Alle Wienerinnen und Wiener konnten von 3. bis 5. Mai 2013 eine probeweise eingerichtete FußgängerInnenzone auf der Mariahilfer Straße testen und für sich nutzen.
Dazu wurde auf einem kurzen Abschnitt zwischen Esterházygasse und Neubaugasse die künftige FußgängerInnenzone auf der Mariahilfer Straße ausprobiert. Die Erfahrungen mit dem "Proberaum" und Anregungen zur Umgestaltung der Mariahilfer Straße konnten direkt vor Ort bei der Dialog-Box eingebracht werden. Sie sind Grundlage für den anschließenden Planungsprozess.
Dialog-Box
Video "Dialog-Box Mariahilfer Straße"
Die Dialog-Box auf der Mariahilfer Straße 76 (zwischen Andreasgasse und Neubaugasse) bot bis 17. Mai 2013 umfassende Informationen über die Neugestaltung der Mariahilfer Straße. Hier konnten sich alle Wienerinnen und Wiener in den Gestaltungsprozess einbringen und Wünsche und Ideen abgeben.
AnrainerInnen entschieden über Querungen
Die Anwohnerinnen- und Anwohnerbefragung zu den Durchzügen Otto-Bauer-Gasse/Zieglergasse beziehungsweise Schottenfeldgasse/Webgasse im Februar 2013 hat folgendes Ergebnis gebracht:
- Der Durchzug Otto-Bauer-Gasse/Zieglergasse wird verkehrsberuhigt: 66,57 Prozent stimmten für eine Verkehrsberuhigung und Unterbrechung des Durchzugs.
- Der Durchzug Schottenfeldgasse/Webgasse wird verkehrsberuhigt: 55,07 Prozent stimmten für eine Verkehrsberuhigung und Unterbrechung des Durchzugs.
Die Beteiligung an der Befragung lag bei 44,2 Prozent.
Weiterführende Informationen
- Mehr Mariahilfer Straße - Informationen, Dialog-Box und Beteiligungsmöglichkeiten
- Stadtentwicklung Wien
- Fußgängerverkehr in Wien - Strategien
- 6. Bezirk - Mariahilf
- 7. Bezirk - Neubau
wien.at-Redaktion
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