Neugestaltung der Mariahilfer Straße

Seit August 2013 gilt die neue Verkehrsorganisation für die Innere Mariahilfer Straße. Mit 18. November traten neue Regelungen zur weiteren Optimierung in Kraft.

Planzeichnung der neuen Verkehrsorganisation der Mariahilfer Straße

FußgängerInnen- und Begegnungszonen auf der Mariahilfer Straße

Seit 16. August 2013 gibt es zwischen Getreidemarkt und Kirchengasse sowie zwischen Kaiserstraße und Andreasgasse Begegnungszonen. Das trägt wesentlich zur Verkehrsberuhigung bei und sichert gleichzeitig die ungehinderte Erreichbarkeit der Garagen und Geschäfte. Zwischen Andreasgasse und Kirchengasse wurde die Mariahilfer Straße zur FußgängerInnen-Zone. Radfahren ist dort erlaubt.

Die neue Verkehrsorganisation wurde mit dem Ziel umgesetzt, sie zu testen, zu optimieren und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. In den vergangenen Monaten wurden Beobachtungen durchgeführt, Verkehrsdaten erhoben und Expertisen erstellt. Auf Basis dieser Daten wurden mit 18. November 2013 weitere Anpassungen vorgenommen.

Neue Regelungen seit 18. November

Neue Linienführung 13A

Linienführung des 13a ab 18. November 2013

Neue Linienführung der Buslinie 13A in Richtung Skodagasse ab 18. November 2013

Seit 18. November 2013 wird die Buslinie 13A in Richtung Skodagasse im 6. Bezirk neu geführt. Die FußgängerInnen-Zone auf der Mariahilfer Straße wird in Zukunft weder gequert noch befahren.

Der Bus wird bis zu den erst im Frühjahr 2014 möglichen Umbauarbeiten über die Route Gumpendorfer Straße - Windmühlgasse - Capistrangasse - Mariahilfer Straße - Kirchengasse geführt.

Die Umbauarbeiten im Bereich Schadekgasse/Gumpendorfer Straße, die vor allem für die Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger durchgeführt werden müssen, können in der kalten Jahreszeit nicht ausgeführt werden. Mit Fertigstellung lautet die Route: Gumpendorfer Straße - Amerlingstraße - Bundesländerplatz - Schadekgasse - Windmühlgasse - Capistrangasse - Mariahilfer Straße - Kirchengasse.

In der Windmühlgasse halten die Busse in der Haltestelle "Barnabitengasse". In der Mariahilfer Straße wird eine Haltestelle den direkten Anschluss zur U3-Station Neubaugasse gewährleisten.

Keine Änderung der Linienführung gibt es für die Linie Richtung Hauptbahnhof. Hier fahren die Busse nach wie vor durch die Neubaugasse.

Die neue Linienführung gilt grundsätzlich an allen Wochentagen sowie für die Nachtbuslinie N71.

Wegen der geringen Nachfrage und der Übernahme eines Teils der Strecke durch den 13A wurde die Buslinie 2B mit 18. November 2013 eingestellt.

Die neue Routenführung wird von Verkehrsexpertinnen und -experten im Auftrag der Wiener Linien und der Stadt Wien beobachtet und evaluiert, um diese bei Bedarf zu optimieren.

Querungen

Die Erfahrungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass von vielen Autofahrerinnen und -fahrern die Querung Stumpergasse/Kaiserstraße eine wichtige Verbindung zwischen dem 6. und dem 7. Bezirk darstellt. Deshalb wird in diesem Bereich eine Querungsmöglichkeit geschaffen. Die Maßnahme wurde zeitgleich mit der neuen Linienführung des 13A zum 18. November umgesetzt. Weitere Querungen zu öffnen ist derzeit nicht vorgesehen.

Transparente - Schrittgeschwindigkeit für Radverkehr

Transparent mit der Aufschrift "Radfahrer bitte Schrittgeschwindigkeit einhalten, Fußgänger haben Vorrang" über der Mariahilfer Straße

Schrittgeschwindigkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Vorrang für die Fußgängerinnen und Fußgänger - darauf weisen seit 27. August 2013 zusätzliche Transparente hin. Sie sind im unteren und oberen Bereich der FußgängerInnen-Zone angebracht und werben für ein respektvolles, sicheres Miteinander. Alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sollen sich der geltenden Regeln bewusst sein und sie auch einhalten.


Optimierungsphase und BürgerInnen-Umfrage

FußgängerInnen-Zone auf der Mariahilfer Strasse mit Busspur

"Mehr Freiraum! Mehr Leben! Mehr Wert!": Das sind die Ziele der Umgestaltung der Mariahilfer Straße.

Mit 16. August begann die Phase der Evaluierung und Optimierung. Die Auswirkungen der neuen Verkehrsorganisation werden laufend überprüft. Für die Anwohnerinnen und Anwohner des 6. und 7. Bezirks wurden in einem ersten Schritt zusätzlich jeweils 27 AnwohnerInnen-Parkplätze geschaffen. Insgesamt soll das Angebot an AnwohnerInnen-Parkplätzen weiter ausgebaut werden.

Die Umfrage zur Neugestaltung der Mariahilfer Straße ging zugunsten der Neugestaltung aus. 53,2 Prozent der rund 49.000 Teilnahmeberechtigten des 6. und 7. Bezirks sprachen sich für Maßnahmen der Verkehrsberuhigung, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Querungen aus.

BürgerInnen-Umfrage zur Neugestaltung der Mariahilfer Straße


Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou:

Mit der Neugestaltung der Mariahilfer Straße setzt die Stadt das größte Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität in der Innenstadt seit Einführung der FußgängerInnenzone Kärntner Straße um. Vor 40 Jahren war die Skepsis groß - heute kann sich niemand mehr vorstellen, dass vor dem Stephansdom einmal Autos unterwegs waren. Ich bin mir sicher, dass dieser Effekt auch im Fall der Mariahilfer Straße eintreten wird.

Die neue Mariahilfer Straße in fünf Punkten

  1. FußgängerInnen-Zone auf der Mariahilfer Straße zwischen Kirchengasse und Andreasgasse
    • Das Liefern ist werktags von Montag bis Samstag zwischen 6 und 13 Uhr möglich.
  2. Zwei Begegnungszonen zwischen Getreidemarkt und Kirchengasse sowie Andreasgasse und Kaiserstraße; Lieferzeiten und Lieferzonen bleiben unverändert.
    • Es gilt Tempo 20.
    • Drei "Kiss and Ride"-Plätze zum Ein- und Aussteigen wurden eingerichtet.
    • Zufahrten zu allen Garagen und Hauseinfahrten sind möglich.
  3. Öffis und Taxis:
    • Es gilt Tempo 20.
    • Taxis dürfen die Mariahilfer Straße im Bereich der Begegnungszone zum Abholen und Hinbringen benutzen. Das Ein- und Aussteigen erfolgt neben der markierten Fahrfläche. Das Durchfahren, ohne dort Ein-oder Aussteigen zu lassen, ist nicht erlaubt. Im Bereich der FußgängerInnen-Zone ist die Zu- und Abfahrt für Taxis zwischen 6 und 13 Uhr möglich.
    • Der Nachtbus N49 fährt seit 15. August nachts auf der Trasse der Straßenbahnlinie 49.
  4. Radfahren ist in der gesamten Mariahilfer Straße in beiden Richtungen möglich.
  5. Das Parken in den betroffenen Bereichen der Mariahilfer Straße ist nicht mehr möglich.
    • Schaffung von AnwohnerInnen-Parkplätzen in den Seitengassen (je 27 AnwohnerInnen-Parkplätze im 6. und im 7. Bezirk). Ein weiterer Ausbau ist geplant.
    • Die umliegenden Garagen ermöglichen das Parken. Ausreichend Stellplätze sind vorhanden.

Begleitende Verkehrsmaßnahmen

Zusätzlich wurden Verkehrsmaßnahmen in den angrenzenden Bezirken Mariahilf und Neubau ergriffen. So gilt beispielsweise seit 16. August 2013 Tempo 30 auf der Gumpendorfer Straße, auf der Neustiftgasse und der Burggasse. Weiters wird der Durchzugsverkehr durch Veränderungen im Einbahnsystem unterbunden.

Neuerungen online

Sämtliche Änderungen der Verkehrsorganisation werden im wien.at-Stadtplan angezeigt. Auch der Routenplaner AnachB.at wird stets aktuell angepasst.

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