Auswirkungen der Verkehrsmittel auf die Luftqualität
Mit einem Anteil von über 50 Prozent Grünflächen zählt Wien zu den grünsten Millionenstädten der Welt. Für dieses gute Verhältnis von Grünflächen zu Bau- und Verkehrsflächen ist letztendlich die Attraktivität und Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel entscheidend.
Wiener Linien
Über 1,6 Millionen Wege pro Werktag werden in Wien mit den Wiener Linien zurück gelegt, das entspricht etwa 35,4 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens.
Die durchschnittliche Belegung von Kraftfahrzeugen im städtischen Bereich beträgt 1,3 Personen pro Fahrzeug. Die öffentlichen Linien befördern täglich etwa zwei Millionen Fahrgäste und reduzieren damit den Individualverkehr um 1,5 Millionen Autofahrten pro Tag.
Sämtliche Busse der Wiener Linien fahren mit Flüssiggas. Mit den neuen Flüssiggasmotoren, die seit 2005 eingebaut werden, können die Emissionswerte der Busse sogar soweit minimiert werden, dass die seit 2008 gültige Norm EURO 5 um mehr als die Hälfte unterschritten wird. Diese neue Busgeneration besteht aus vollklimatisierten Niederflurbussen.
Individueller Nahverkehr
Derzeit setzen sich die Wienerinnen und Wiener für zirka ein Drittel der Wege in der Stadt oft automatisch in das Auto. Rund die Hälfte der innerstädtischen PKW-Fahrten in Wien sind kürzer als fünf Kilometer. 30 Prozent sind kürzer als drei Kilometer und sieben Prozent sogar kürzer als ein Kilometer. Das trägt wesentlich zur Luftbelastung bei. Denn innerhalb der ersten drei Minuten nach dem Anstarten ist der Katalysator praktisch funktionslos, so lange bis dieser eine Betriebstemperatur von 250 bis 300 Grad erreicht. Außerdem wird gerade auf Kurzstrecken besonders viel Treibstoff verbraucht. Nach dem ersten Kilometer benötigt der Motor etwa den doppelten Normalverbrauch, dieser wird erst nach etwa vier Kilometern erreicht.
Daher ist es ein wichtiger Teil der Strategien zur Luftreinhaltung, die Menschen zu bewegen, für Kurzstrecken das Fahrrad zu nutzen. In vielen Fällen ist das Fahrrad im Tür-zu-Tür Vergleich das schnellste Verkehrsmittel in Wien. Wege zum Parkplatz, Staus sowie die Parkplatzsuche am Zielort führen dazu, dass eine PKW- Fahrt häufig länger dauert als angenommen.
Die persönliche Fahrradroute finden
Mittlerweile animieren mehr als 1.000 Kilometer Radwegnetz dazu, umzusteigen und die Stadt mit dem Fahrrad zu entdecken. Radfahrerinnen und Radfahrer können mit dem Radroutenplaner (ITS Vienna Region) ganz einfach ihre persönliche Radroute abfragen.
Jahreskartenbesitzerinnen und -besitzer sind außerdem berechtigt, das Fahrrad zu bestimmten Zeiten gratis in den U-Bahnen mitzunehmen. Wer keine Jahreskarte hat, löst für sein Rad einen Halbpreisfahrschein.
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