Ozon
Ozon ist eine bestimmte Art von Sauerstoff. In niedriger Konzentration ist es ein normaler Bestandteil der Luft. Hochkonzentriert wirkt es in Bodennähe als aggressives Reizgas und schadet den Menschen und der Natur. In Wien sind die Ozonwerte in den letzten Jahren gleich geblieben beziehungsweise leicht gestiegen. Damit diese Werte sinken, müsste jede und jeder einen Beitrag leisten.
- Auswirkungen für Mensch und Umwelt
- Bildung von Ozon
- Verhalten bei erhöhten Ozonwerten
- Beitrag gegen steigende Ozonwerte
- Ozonmessstellen in Wien
- Informationsmöglichkeiten
Auswirkungen für Mensch und Umwelt
Erhöhte Ozonkonzentrationen können zu Reizungen der Schleimhäute und zu Atembeschwerden führen. Es werden daher folgende Verhaltensweisen empfohlen:
Vorsorglich sollten gefährdete Personen, wie beispielsweise Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens, sowie Asthmakranke, ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, vermeiden. Der normale Aufenthalt im Freien, wie zum Beispiel Spaziergang, Baden oder Picknick, ist auch für gefährdete Personen unbedenklich.
Ozon beeinträchtigt schon in geringerer Konzentration das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen. Vor allem der Wald leidet unter dieser Belastung.
Bildung von Ozon
Bei sommerlichem Hochdruckwetter - hohe Temperatur, starke Sonneneinstrahlung, Windstille und trockene Luft - bildet sich in Bodennähe verstärkt Ozon. Es entsteht dort vor allem in Verbindung mit Schadstoffen wie Stickstoffoxiden (NO, NO2) und Kohlenwasserstoffen. Diese bilden sich vorwiegend beim Ausstoß von Schadstoffen aus dem Verkehr sowie aus Gewerbe- und Industriebetrieben.
Sonneneinstrahlung unterstützt die Ozonbildung. Hohe Ozonwerte treten daher vor allem mittags und nachmittags auf.
Die Bildung von bodennahem Ozon erfolgt erst einige Stunden nachdem die Schadstoffe in die Luft gekommen sind. Die Luftmassen wandern zehn bis zu hunderte Kilometer weit. Die erhöhte Belastung tritt meistens später und oft weit von jenem Ort entfernt auf, an dem die Schadstoffe verbreitet wurden. Daher ist es wichtig, dass gesamteuropäisch die Emissionen verringert werden.
Verhalten bei erhöhten Ozonwerten
Bei Erreichen der Informationsschwelle wird die Bevölkerung im Radio und im Fernsehen über die Höhe der Ozonkonzentration informiert.
- Informationsschwelle:
Die Informationsschwelle liegt bei 180 Mikrogramm als Einstundenmittelwert. Die Bevölkerung wird bei Überschreitung an einer Messstelle im Überwachungsgebiet informiert.
- Empfehlungen zur Verhaltensweise:
- Weniger mit dem Auto fahren
- Öffentliche Verkehrsmittel benützen: Öffentlicher Verkehr - Verkehrsmanagement
- Auf ökologischen Einkauf achten
- Ein Aufenthalt im Freien, wie zum Beispiel Spazieren, Baden oder Picknick ist auch für gefährdete Personen, wie beispielsweise Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens sowie Asthmakranke, unbedenklich. Gefährdete oder empfindliche Personen sollten ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, vermeiden.
- Alarmschwelle:
Die Alarmschwelle liegt bei 240 Mikrogramm als Einstundenmittelwert. Die Bevölkerung wird bei Überschreitung an einer Messstelle im Überwachungsgebiet informiert.
- Empfehlungen zur Verhaltensweise:
- Auf die Verwendung des Autos verzichten und öffentliche Verkehrsmittel benützen: Öffentlicher Verkehr - Verkehrsmanagement
- Auf ökologischen Einkauf achten
- Auch gesunde Personen sollten ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, vermeiden. Der normale Aufenthalt im Freien, wie zum Beispiel Spaziergang, Baden oder Picknick, ist für gesunde Personen unbedenklich.
- Gefährdete Personen, beispielsweise Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens sowie Asthmakranke sollten sich bevorzugt in Räumen aufhalten, in denen nicht geraucht wird.
Beitrag gegen steigende Ozonwerte
- Verkehr:
- Verstärkt öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad, zum Beispiel das Citybike Wien, nutzen
- Auf unnötige Autofahrten verzichten
- Autos mit Kat fahren und das Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand halten
- Bei Fahrgemeinschaften oder Car-Sharing-Projekten mitmachen
- Wohnen und Garten:
- Farben, Klebstoffe und Sprays nur mit Lösungsmittel auf Wasserbasis kaufen
- Gartenabfälle nicht im Freien verbrennen
- Keine benzinbetriebenen Rasenmäher verwenden
- Generell umweltbewusst einkaufen
- Zur Wasseraufbereitung: Solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung - Förderungsantrag oder Fernwärme
- Alte Öfen durch neue tauschen
- Müll nicht im Ofen verbrennen, sondern entsorgen: Das Trenn-ABC - Müll richtig entsorgen
- Industrie und Gewerbe:
- Umstellung der Fahrzeugflotten auf schadstoffarme Pkw und Lkw
- Verbesserung der Logistik im Güterverkehr
- Verlagerung des Gütertransportes auf die Schiene
- Abwärmenutzung zum Beispiel zur Warmwasserbereitung
- Ersatz von Lösemitteln (wie Farben, Lacke)
Ozonmessstellen in Wien

Ozonmessstellen in Wien: Stephansplatz, Lobau, Laaer Berg, Hohe Warte und Hermannskogel
Die Stadt Wien verfügt über ein europaweit vorbildliches Luftgütemessnetz.
Wien liegt mit Niederösterreich und dem nördlichen und mittleren Burgenland in einem gemeinsamen Ozon-Überwachungsgebiet.
An fünf der insgesamt neunzehn Wiener Luftgütemessstellen wird auch Ozon gemessen.
Eine Station befindet sich auf dem Stephansplatz. Dort kann die Ozonbelastung im Stadtzentrum gemessen werden. Drei Messstellen sind in weniger dicht besiedelten Gebieten stationiert: Lobau, Laaer Berg und Hohe Warte. Die Messstelle auf dem Hermannskogel liefert bei einer Seehöhe von 520 Metern Werte aus größerer Höhenlage.
Die Daten werden automatisch an die Zentrale weitergeleitet. Dort erfolgt eine permanente Grenzwertüberwachung und Messwertkontrolle.
Messstellen des Wiener Luftmessnetzes
Informationsmöglichkeiten zu Ozon
- Ozon: Was Sie zum Thema Ozon wissen sollten (Broschüre)
- Untersuchungen zur Erarbeitung eines Aktionsplans (Studien)
Telefonischer Tonbanddienst
"Ozonix" - der Computer-Tonbanddienst des Wiener Luftmessnetzes informiert unter der Telefonnummer: +43 1 4000-8820 rund um die Uhr und liefert stündlich aktualisierte Ozonmesswerte. Dabei werden die aktuellen Werte und die Maximalwerte der letzten 24 Stunden jeweils als Einstundenmittelwerte in Mikrogramm pro Kubikmeter angegeben. Aufgrund der raschen Übermittlung der Ozonwerte handelt es sich dabei um nicht kontrollierte Messdaten aus dem Messnetz. "Ozonix" gibt auch Ozonwarnungen aus. Zudem gibt er Auskunft über die aktuelle Belastung der Wiener Luft mit den Schadstoffen Stickstoffdioxid, Feinstaub (PM10), Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid mit Bekanntgabe aller Gesundheitsschutz-Grenzwertüberschreitungen und einer Bewertung nach Schulnotensystem. Die Werte werden stündlich aktualisiert.
Informationsplattformen
- ORF-Teletext: Ozonwerte auf Seite 621, Luftgüteberichte auf Seite 622; Kabeltext des Kabel-Infokanals: Seite 116
- Umweltbundesamt
- Ozonwarndienst für Nordostösterreich
Verantwortlich für diese Seite:Wiener Umweltschutzabteilung (Magistratsabteilung 22)
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