Weniger Verkehrslärmbelastung
Langfristige Maßnahmen
Zahlreiche Maßnahmen, die teilweise bereits Mitte der 1980er-Jahre gestartet wurden, haben die Lärmbelastung für die Wienerinnen und Wiener in den letzten Jahren erfolgreich reduziert.
Der Lärmpegel von Fahrzeugen ist unter anderem von der Geschwindigkeit abhängig. Je niedriger die Geschwindigkeit, umso leiser rollt das Fahrzeug.
- Die ersten Tempo-30-Zonen wurden im Jahre 1987 auf einer Länge von 31 Kilometern realisiert.
- Pro Jahr kommen etwa 30 bis 100 Kilometer neue Tempo-30-Zonen dazu.
- Darüber hinaus gibt es 92 Wohnstraßen und 52 Fußgängerzonen.
- Die Parkraumbewirtschaftung trägt zur Lärmverminderung bei. Die Anzahl der Fahrzeuge in der City sinkt dadurch um bis zu 10 Prozent. Zudem fahren PKWs weniger lang im Kreis, um einen Parkplatz zu finden.
- Lärmschutzwände oder -wälle und den Lärm mindernde Fahrbahnbeläge haben einen erheblichen Anteil an der Reduktion der Lärmbelastung.
Öffis werden immer leiser
Die Wiener Linien setzen verstärkt auf Lärmschutz.
- Für die Straßenbahnen wurden lärmarme Wagen mit Schallschutzschürzen und Schall absorbierendem Unterboden entwickelt. Ende 1996 waren bereits 458 Triebwagen und 378 Beiwagen umgerüstet.
- Durch neue Methoden zur Körperschalldämmung der Schienen gelangt weniger Lärm in die Wohnungen entlang der Gleiskörper.
- Werden Gleise erneuert oder ganze Strecken neu gebaut, wird bereits seit 1985 in den Wohnungen im Nahbereich der Straßenbahn gemessen, welche störenden Körperschallemissionen zu erwarten sind. Wenn notwendig, werden die Schienen auf einem hochschallgedämmten Oberbau verlegt.
- Der gute Zustand der Gleise führt dazu, dass die Bim leiser unterwegs ist. Regelmäßiges Abschleifen und Schmieren der Schienen sorgt für weniger Quietschgeräusche.
- Schallschutzwände reduzieren den Lärm erheblich (zum Beispiel an den Strecken der U6 in Alt Erlaa und Siebenhirten oder der U1 in Kagran sowie den neuen Strecken).
- Die U-Bahn verursacht auf den unterirdischen Strecken mit schalltechnisch optimalen Tunnel- und Oberbauten kaum Lärm. Das Fahrgeräusch im Wagen wird bei der U6 durch eine Schall absorbierende Tunnelausstattung vermindert.
Verantwortlich für diese Seite:Wiener Umweltschutzabteilung (Magistratsabteilung 22)
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