Kooperatives Verfahren zur Lärmsanierung

Lärmminderung ist eine wesentliche Aufgabe städtischer Umweltpolitik. Menschen nehmen als Lärmende und als Belästigte am Lärm der Stadt teil. Das kooperative Verfahren zur Lärmsanierung vermittelt zwischen diesen beiden Welten. Die technische Lärmsanierung scheiterte bisher oft daran, dass Lärm subjektiv ist. Das kooperative Verfahren zur Lärmsanierung setzt auf die Zusammenarbeit mit allen Lärmakteurinnen und -akteuren.

Wie funktioniert das kooperative Verfahren zur Lärmsanierung?
Ziele
Beispiel Siebensternplatz

Wie funktioniert das kooperative Verfahren zur Lärmsanierung?

  • Die Lärmsituation im Sanierungsgebiet wird mittels Lärmanalyse möglichst vollständig erfasst. Neben Lärmmessungen durch die Wiener Umweltschutzabteilung findet eine Straßenbefragung statt. In einer Umfrage wird die Bevölkerung aufgerufen, ihre Lärmprobleme zu schildern.
  • Kooperatives Verfahren zur Lärmsanierung nach Grundsätzen der Local Agenda 21: Ein Sanierungskonzept wird gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren festgelegt. In Pilotprojekten werden exemplarisch Lösungen für unterschiedliche Lärmfälle erarbeitet, die über die Projektdauer hinaus anwendbar sein sollen.
  • Das Aushandeln von Konflikten zwischen Lärmverursachern und Lärmbelästigten (wie Nachbarschaftslärm, Lärm in Parks und bei Grünflächen, Gastgewerbelärm, Verkehrslärm) ist Teil des Verfahrens zur kooperativen Lärmsanierung.
  • Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, Online-Informationssystem:
    Unterstützung der Ziele des Projektes durch Information und Kommunikation

Ziele

Expertengutachten beziehungsweise konventionelle Lärmsanierungsplanungen haben in der Regel wenig bewirkt. Die Gründe liegen in den Wirkungsmechanismen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten, aber auch in der geringen Handlungsbereitschaft aller Akteurinnen und Akteure.

Das Kooperative Lärmsanierungsprojekt strebt folgende Ziele an:

  • Lärmminderung: Für ein ausgewähltes Stadtgebiet in Wien soll eine deutliche Reduzierung der Lärmbelastung und der Lärmbelästigung erreicht werden.
  • Unterstützung der Akteurinnen und Akteure, bestehende Handlungsspielräume zu erkennen und zu nutzen
  • Aktives Handeln: Dies setzt sowohl eine umfassende Sichtweise zu Vor- und Nachteilen städtischen Zusammenlebens als auch einen innovativen methodischen Ansatz zur Projektabwicklung voraus.
  • Initiieren und Begleiten von Kooperationen: Lärmminderung in städtischen Wohngebieten erfordert weitreichende und systematische Zusammenarbeit, um die notwendigen Verhaltensänderungen und Maßnahmen zu erreichen.
Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Umweltschutzabteilung (Magistratsabteilung 22)
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