Siebensternplatz - Kooperative Lösungen für Lärmprobleme
"Lauter leise Gäste freuen die Nachbarn, lauter leise Wirte sind beliebt."
Im Rahmen des kooperativen Lärmsanierungsprojektes hat die Umweltschutzabteilung ein Mediationsverfahren zum Thema Lärmprobleme am Siebensternplatz in Auftrag gegeben. Es brachte Lärmverursacherinnen und Lärmverursacher sowie Lärmgeplagte an einen Tisch. Die Ergebnisse des nun abgeschlossenen Mediationsverfahrens lassen sich sehen – und hören.
Vorgeschichte
Der Siebensternplatz hat durch seine Umgestaltung vor fünf Jahren eine Aufwertung erfahren. Der unscheinbare und vom Verkehr dominierte Ort wurde zu einem beliebten städtischen Platz. Diese Belebung brachte für lärmempfindliche Anrainerinnen und Anrainer Probleme mit sich. Eine ausgeprägte Beisl-Szene mit Schanigärten und Veranstaltungen im Freien verursachte Lärmstörungen, die oft über der Toleranzgrenze der Anrainerinnen und Anrainer lagen.
Das Mediationsverfahren
Das Mediationsverfahren Siebensternplatz hatte und hat zum Ziel, tragfähige Lösungen zu erarbeiten, wie Lärmstörungen verhindert oder zumindest gemildert werden können.
Beteiligte Personen
Maßnahmen
Bilanz
Beteiligte Personen
In das Mediationsverfahren eingebunden sind
- fünf Vertreterinnen und Vertreter der Anrainerinnen und Anrainer,
- alle Betreiberinnen und Betreiber der Beisln und Lokale rund um den Siebensternplatz sowie
- Vertreterinnen und Vertreter von Bürgerdienst, Bezirksvorstehung, Polizei, Gebietsbetreuung und den zuständigen Magistratsabteilungen.
Maßnahmen
Folgende Maßnahmen zur Minderung von Lärmstörungen wurden bereits realisiert oder werden demnächst umgesetzt:
- Plastifizierte Drahtseile sichern das Mobiliar der Schanigärten. Dadurch erübrigt sich das lärmintensive nächtliche Stapeln der Sessel und Tische.
- Die Musikanlage der Shultz-Bar wurde auf Initiative und Kosten des Betreibers umgerüstet: Sobald die Schiebetüren nach außen geöffnet werden, senkt sich die Lautstärke automatisch.
- Einige besonders Lärm verursachende Altglas- und Restmüllcontainer wurden mit Gummirädern ausgestattet.
- Bei der Genehmigung von Veranstaltungen werden die Behörden zukünftig darauf achten, dass Vorkehrungen gegen stark Lärm verursachende Aufräumarbeiten getroffen werden, die nach Veranstaltungen anfallen. Fallweise sollen nächtliche Aufräumarbeiten auf den nächsten Vormittag verlegt werden.
- Anrainerinnen und Anrainer können besser mit veranstaltungsbedingten Lärmstörungen umgehen, wenn sie vorab informiert werden:
- Der Bezirk stellt eine Hinweistafel oder einen Schaukasten auf mit laufend aktualisierten Veranstaltungshinweisen und mit Infos zur Lärmsituation für die Anrainerinnen und Anrainer sowie Besucherinnen und Besucher des Platzes.
- Manche Veranstalterinnen und Veranstalter informieren ihre Nachbarn persönlich über kommende Veranstaltungen und kümmern sich so um eine positive Gesprächsbasis.
- Besonders laute Gäste der Schanigärten werden vom Lokal-Personal angesprochen.
- Werbe- und Informationsmaterialien mit auffallendem Corporate Design wurden entwickelt. Diese sollen das Lärmbewusstsein schärfen. Die Lokalbetreiberinnen und -betreiber des Siebensternplatzes legen diese Materialien auf.
Bilanz
Der Großteil der gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen und Vereinbarungen wurde bereits mit Erfolg umgesetzt. Sie wurden von der Bevölkerung gut aufgenommen.
Die Bilanz fiel durchwegs positiv aus:
- Die Lärmsituation hat sich generell verbessert.
- Die Polizeieinsätze sind noch seltener geworden.
Verantwortlich für diese Seite:Wiener Umweltschutzabteilung (Magistratsabteilung 22)
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