Laborbetrieb der Gewässeraufsicht
Der Laborbetrieb der Gewässeraufsicht konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte:
Die Entnahme von Wasser-, Abwasser- und Bodenproben und die Analysentätigkeit.
Die geeignete Probenahmetechnik ist von der Aufgabenstellung abhängig.
Die Auswahl der problemorientierten "richtigen" Probenahme ist daher entscheidend für die Interpretation der im Labor festgestellten Messergebnisse.
Beispiele verschiedener Probenahmetechniken
- Bei der Einleitung eines Schadstoffes in ein Gewässer ist eine Stichprobe zweckmäßig.
- Mischproben, die mit automatischen Probensammlern entnommen werden, geben Aufschlüsse über die durchschnittliche Belastung eines Fließgewässers innerhalb eines längeren Zeitraumes.
- Grundwasserproben werden direkt aus Wasserversorgungsanlagen oder mit mobilen Pumpen entnommen.
- Tiefenschöpfproben können fallweise bei leicht flüchtigen Stoffen, zum Beispiel CKW's sinnvoll sein.
- Oberflächenschöpfproben können etwa bei aufschwimmenden Stoffen, zum Beispiel bei Mineralölen, genommen werden.
Messnetze gegen Grundwasserverunreinigungen
Beim Verdacht auf den Eintrag eines Schadstoffes in das Grundwasser wird ein Messnetz zur Ausforschung des Verursachers eingerichtet. Dabei werden vorhandene Brunnen und Sonden in das Messnetz aufgenommen oder gezielt Messstellen neu errichtet. Derzeit werden mehrere großräumige Messnetze zur Beobachtung erkannter Grundwasserverunreinigungen betrieben.
Im Labor der Gewässeraufsicht werden schwerpunktmäßig Ablaufproben von Kläranlagen untersucht. Untersuchungsparameter sind dabei zum Beispiel CSB (chemischer Sauerstoffbedarf), BSB5 (biologischer Sauerstoffbedarf), Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat. Andere Einrichtungen der Stadt Wien, wie die Labors für Umweltmedizin der Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle (MA 39) oder Zivilingenieure werden ebenfalls mit Analysen betraut.
Wiener Gewässer (Magistratsabteilung 45)
Kontaktformular
