Historisches zum Wienfluss
In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden die Planungen zur umfassenden Regulierung der Wien und der Wiental-Stadtbahntrasse durchgeführt. Im Jahr 1891 wurde die Planungen im Zuge der zweiten Stadterweiterung fertig gestellt. Heutige Vorstellungen zielen auf eine verstärkte Integration des Flusslaufes in das Stadtbild ab. Im Gegensatz dazu sahen die Pläne jener Zeit die weitgehende Einwölbung des Wienflusses im Stadtbereich vor.
Errichtung der Hochwasserrückhaltebecken
1892 wurde die Bauausführung gesetzlich beschlossen und 1894 die Koordination des Projektes der Gemeinde Wien übertragen. Zwischen 1895 und 1899 erfolgten schließlich die Regulierungsarbeiten gleichzeitig mit dem Ausbau der beiderseits gelegenen Sammelkanäle und dem Bau der Stadtbahn. Begonnen wurden die Arbeiten mit der Errichtung der Hochwasserrückhaltebecken in Weidlingau. Deren Aufgabe war es, einen Teil des Hochwassers so lange zurück zu halten, bis die Hochwasserwelle genügend abgeklungen ist.
Teilweise Eindeckungen des Wienflusses
Von Mariabrunn bis zum Donaukanal wurde der Wienfluss in ein tiefes, künstliches Bett mit Sohlen- und Ufersicherung geführt und teilweise überdeckt. Die Planungen sahen vor, den gesamten innerstädtischen Gerinneabschnitt von Hietzing bis zum Stadtpark einzuwölben.
Allerdings war an eine schrittweise Ausführung der Eindeckung, je nach Bedarf und den finanziellen Möglichkeiten entsprechend, gedacht. Im Inneren Wiental sind die Ufermauern am Wienfluss deshalb als Widerlager (Kämpfer) einer künftigen Eindeckung ausgeführt.
Während der Regulierungsarbeiten wurden nur der Bereich oberhalb des Stadtparkes und jener beim Gaudenzdorfer Knoten überbaut.
Von 1913 bis 1915 wurde die Einwölbung bis zur Steggasse erweitert.
Da weitere Eindeckungen unterblieben, hat sich der überwiegende offene Charakter des Wienflussgerinnes bis heute erhalten.
Wiener Gewässer (Magistratsabteilung 45)
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