Einzugsgebiet des Wienflusses
Im außerstädtischen Einzugsgebiet bildet "Wiener Sandstein" den Untergrund. Bei Regenfall wird der Boden rasch gesättigt und nimmt nur noch geringe Teile der Niederschläge auf. Die weitgehende Undurchlässigkeit des Untergrundes führt zur Entstehung zahlreicher Quellen, Feuchtstellen und Bachläufe.
Der größte Teil des Schmelz- und Regenwassers wird, mit Ausnahme eines gewissen Anteils, der verdunstet oder von der Vegetation aufgenommen wird, relativ rasch aus der Landschaft abgeführt. Dies führt bei lange andauernden Regenfällen zu einem raschen Ansteigen des Gesamtabflusses und damit zu Hochwässern in den Bächen und Flüssen.
Hinzu kommt, dass die zentralen Teile des Wienerwaldes, in denen der Wienfluss entspringt, mehr Niederschläge erhalten als ihre Randgebiete oder die daran anschließenden pannonischen Niederungen (Wiener Becken, Tullner Feld). Aus dem Westen einströmende, atlantische Luftmassen verlieren an den Hängen der quer laufenden Bergketten Feuchtigkeit, die in der Folge konzentrierter abregnet.
Die Niederschlagssumme im zentral gelegenen Einzugsgebiet beträgt 700 bis mehr als 800 Millimeter pro Jahr. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Wien beträgt im Vergleich dazu etwa 600 Millimeter pro Jahr.
Nebenbäche des Wienflusses
Ursprünglich hatte der Wienfluss 124 Nebenbäche. Davon mündeten elf im Stadtgebiet. Einige davon blieben bis heute als offene Gerinne erhalten, zum Beispiel:
- Mauerbach
- Halterbach
- Wurzbach
- Hirschenbach
- Rotwasser
- Grünauer Bach
Andere - wie etwa der Lainzerbach und Rosenbach - wurden zum Bestandteil der Kanalisation. An manche ehemaligen Zuflüsse erinnern heute noch Straßen- oder Flurnamen, andere sind fast völlig in Vergessenheit geraten.
Wiener Gewässer (Magistratsabteilung 45)
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