Die Wienerwaldbäche

Bach mit Bäumen auf beiden Uferseiten

Grünauerbach

Historisches zu den Wienerwaldbächen

Einst flossen rund siebzig Bäche von den Ostflanken des Wienerwaldes durch die Terrassenlandschaft im Wiener Stadtgebiet. Sie vereinigten sich zu mehreren Hauptbächen und mündeten teils direkt in die Donau oder den Donaukanal, teils in den Wienfluss oder in die Liesing. Heute sind diese Bäche zum Großteil nur noch in ihren Oberläufen erhalten geblieben. Manche Bäche sind zur Gänze aus dem Stadtbild verschwunden.

Mit zunehmender Siedlungstätigkeit entlang der Bäche und mit der Einleitung von Abwässern entstandenen Kloaken, die auf großen Strecken verrohrt wurden. Damit wurden die Probleme des Hochwasserschutzes, der hygienischen Bedingungen und des Betriebes der Kanalisation gelöst. Stellten diese Maßnahmen früher vielleicht die beste Lösung dar, so müssen sie heute hinterfragt werden, da sich die Rahmenbedingungen im Umfeld geändert haben. Sie verursachen unnötige Kosten, da das eigentlich saubere Bachwasser aus dem Wienerwald mit städtischem Abwasser vermischt wird und zusätzlich die Kläranlagen belastet. Durch den kontinuierlich angestiegenen Wasserverbrauch ist in den Betrieben und in den Haushalten eine permanente und ausreichende Wassermenge zur Spülung der Kanäle gewährleistet. Folglich ist aus Sicht des Betriebes der Kanalisation die Einleitung von sauberem Bachwasser nicht mehr notwendig.

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Wiener Gewässer (Magistratsabteilung 45)
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