Der Donaukanal

Donaukanal

Donaukanal bei der Erdberger Lände

Historisches zum Donaukanal

Der Donaukanal war als südwestlichster der ursprünglich fünf Flussarme, in die sich die Donau nach dem Durchbruch durch die Wiener Pforte verzweigte, jener, an dem die Stadt entstand und der für die Entwicklung Wiens von wesentlicher Bedeutung war. Der Hauptstromstrich führte damals noch direkt am Lager Vindobona vorbei, das elf Meter über der Flussniederung am Rand der Stadtterrasse lag. Er wendete sich erst im Mittelalter nach Norden und führte im "Wiener Arm", wie der Donaukanal damals hieß, zu fortschreitender Verlandung.


Historische Zeichnung des Donaukanals

Donaukanal um 1800

Nutzung des Donaukanals

Der Donaukanal und die etwa fünf Kilometer breite Aulandschaft der Donau beeinflussten über Jahrhunderte nachhaltig die räumliche Entwicklung von Wien. Unwegsam (auch mangels fester Brücken), hochwassergefährdet, als Fischrevier, Brenn- und Bauholzlieferant und Jagdgebiet genutzt, widersetzte sich die Donauniederung einer Siedlungsentwicklung. Die Stadt breitete sich zuerst entlang der wärmeren, trockenen Höhenrücken westlich des Donaukanals aus. Am Donaukanal selbst, am Handelsweg, konzentrierte sich ein wesentlicher Teil des Wirtschaftslebens. Es gab zahlreiche "Länden" - Straßen entlang eines Flusses oder Kanals, in dem Fall entlang des Donaukanals.

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