Historisches zur Alten Donau

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Florian Berndl begründete Anfang des 20. Jahrhunderts die Badekultur an der Alten Donau

Die heutige Alte Donau war vor der großen Donauregulierung 1870 bis 1875 der Hauptarm des damaligen Donaustroms, der im Wiener Raum in mehrere Arme aufgeteilt war. Bei der Regulierung wurde der Donaustrom im neu geschaffenen "Durchstich" zusammengefasst und die Alte Donau vom Flussbett getrennt. Seither werden ihre hydrologischen Verhältnisse im Wesentlichen vom Grundwasser sowie von Niederschlag und Verdunstung geprägt.

Das Badeparadies in der Stadt

Nachdem noch um die Jahrhundertwende die Aufschließung als Industriegebiet und die Nutzung als Hafen geplant war, wurde die Alte Donau schließlich zum beliebten Ziel Erholungssuchender.

1907 wurde das erste öffentliche Strandbad am "Gänshaufen" mit Baderevieren erster und zweiter Klasse, einem Familien- und einem Knabenbad nebst einem Strandcafé eröffnet. Der waldviertler "Wunderdoktor" Florian Berndl kurierte mit heißem Donausand die Leiden der Wienerinnen und Wiener, stellte Turngeräte auf und wurde so zum Begründer der Badekultur an der Alten Donau.

Das Naherholungsgebiet Alte Donau etablierte sich immer mehr und war zusehends von Freizeiteinrichtungen und Kleingartenanlagen gesäumt. Doch die Situation des Gewässers blieb nicht stabil. In den 1960er- und 1970er-Jahren des vorigen Jahrhunderts war der Wasserstand häufig so niedrig, dass man nicht mehr baden konnte. Grund dafür waren die tendenziell sinkenden Grundwasserstände in den Gebieten links der Donau. Die Grundwasserstände wurden vom Wasserstand der Donau maßgeblich beeinflusst, und dieser wiederum war aufgrund der fortschreitenden Eintiefung der Flusssohle zunehmend im Absinken begriffen.

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