Forstverwaltung Hirschwang - Quellenschutzwald der Stadt Wien

Verwaltungsgebiet

Quellenschutzwald Forstverwaltung Hirschwang

Die Forstverwaltung Hirschwang betreut die südöstliche Hälfte der Rax und des Schneeberges. Sie umfasst insgesamt eine Fläche von rund 10.200 Hektar. Fünf Trinkwasserquellen entspringen im Bereich der Forstverwaltung.
Das Verwaltungsgebiet erstreckt sich in einer Seehöhe von 550 bis 2.000 Metern. Hier sind fast alle Waldgesellschaften der Ostalpen zu finden. Die intensive Nutzung der Urwälder, die um das Jahr 1800 die Versorgung der Eisenwerke in Hirschwang gewährleistete, führte zu einem fast vollständigen Verschwinden der natürlich vorkommenden Waldbestände.
Durch die großflächigen Kahlschläge wurden Licht- und Halbschattenliebende Baumarten, wie die Fichte, in ihrer Entwicklung gefördert. Nur wenige natürliche Bestände blieben erhalten. Um ihr Bestehen zu bewahren, werden sie heute naturnah bewirtschaftet.


Waldgesellschaften

Fichten-Tannen-Buchenwald im Quellenschutzgebiet

Die Forstverwaltung liegt im nördlichen randalpinen Fichten-Tannen-Buchen-Waldgebiet. Ihre Hauptbaumarten bilden im montanen Bereich Fichten, Tannen und Buchen und zum Teil Lärchen. In höheren Lagen treten eine Vielzahl natürlicher Fichten-Waldgesellschaften auf. Charakteristisch ist deren Rottenstruktur. In ihr gruppieren sich die Bäume, um den extremen Bedingungen in den subalpinen Lagen der Kalkalpen besser widerstehen zu können.

Naturlehrpfad Kaiserbrunn

Die Forstverwaltung Hirschwang betreut den Naturlehrpfad Kaiserbrunn. Auf dieser kurzen Wanderung wird Wissenswertes über die Quellenschutzwälder vermittelt.

Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn

Im Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn werden unter anderem die Themen Quellenschutzwald, Hochquellenwasserleitung, Trinkwasserversorgung für die Stadt Wien und deren historische Entwicklung behandelt. Ein eigener Ausstellungsraum widmet sich dem Quellenschutzwald. Das Museum wird von den Wiener Wasserwerken (MA 31) geführt.

Sägewerk

Die Abteilung Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) besitzt in Hirschwang ein eigenes Sägewerk. Hier wird ein Großteil des Holzanfalles der Quellenschutzwälder der I. Wiener Hochquellenwasserleitung verarbeitet. Produziert wird für den eigenen Betrieb beziehungsweise für die Stadt Wien und für den freien Markt.

Schloss Stixenstein

Schloss Stixenstein

Im Jahr 1937 erwarb die Gemeinde Wien die in der Nähe von Sieding, Stadtgemeinde Ternitz, gelegene Quelle Stixenstein mit den dazugehörigen Wäldern und dem Schloss Stixenstein. Neben privaten Nutzungen, wie zum Beispiel Hochzeiten, finden in dem Schlossareal auch verschiedene Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Ausstellungen, Konzerte oder Feste, statt.

Verantwortlich für diese Seite:
Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (Magistratsabteilung 49)
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