Geschichte der Lobau

Luftbild Überschwemmungsgebiet Donau
  • Die Lobau war ursprünglich eine Insel in der Donau.
  • Durch Kaiser Heinrich II. erhielten die höfischen Jagdherren das Recht, in den Wäldern der Lobau zu jagen. Dieses Jagdrecht hielt sich bis ins 20. Jahrhundert.
  • Kaiserin Maria Theresia gab 1745 - nach wechselnden Besitzverhältnissen - die Lobau durch eine Schenkung an die Stadt Wien. Aus den Erträgen (die Jagd ausgenommen) wurde das Krankenwesen finanziert.
  • 1809 stationierten sich die napoleonischen Truppen in der Lobau. Es kam zur berühmten Schlacht bei Aspern, in der Napoleon von Erzherzog Karl geschlagen wurde.
  • Um 1900 beschloss der Wiener Gemeinderat nach mehreren, zum Teil katastrophalen Überschwemmungen, die Donau zu regulieren. Um Wien und die Marchfeldgemeinden nachhaltig vor Hochwasser zu schützen, wurde der Marchfeld-Schutzdamm von Wien bis zur Staatsgrenze an der March errichtet. Diese Regulierungen formten den heutigen Verlauf der Donau.
  • 1917 gelangte die Obere Lobau, 1973 die Untere Lobau in das freie Eigentum der Stadt Wien. Die Lobau wurde zum wichtigen Trinkwasserspeicher.
  • 1977 erlangte die Lobau internationale Anerkennung: Die UNESCO befand die Untere Lobau als eines der bedeutendsten Feuchtgebiete der Welt und erklärte sie zum Biosphärenreservat.
  • Seit 1978 ist die gesamte Lobau Naturschutzgebiet.
  • 1996 wurden die Lobau und die gesamten Donau-Auen östlich von Wien bis zur Staatsgrenze der Slowakei zum Nationalpark erklärt.
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