Gingko Goethe Garten im Schulgarten Kagran

Goethe-Statue, sitzend

Im September 1815 sandte Goethe einer guten Freundin das Blatt eines Ginkgo-Baumes als Symbol seiner Zuneigung. Was wusste Goethe von diesem Baum, der laut Botanikerinnen und Botanikern als der entwicklungsgeschichtlich älteste Baum der Welt, der Urvater der Bäume, gilt? Erkannte er instinktiv die Heilkraft des "Ginkgo biloba"? Diese und noch viele andere Fragen werden im Ginkgo Goethe Garten beantwortet. Auch Gedichte, die Goethe über den Ginkgo und zahlreiche andere Pflanzen schrieb, werden künstlerisch-floristisch präsentiert.

Ein Wegenetz mit einem zentral gelegenen Sitzplatz ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern des Gingko Goethe Gartens, die 13 unterschiedlichen Ginkgo-Sorten sowie die Stauden und Sommerblumen zu bestaunen, die Goethe entweder in seinem Garten in Weimar verwendete oder in seinen Gedichten lyrisch erwähnte. Zahlreiche Texte sind auf Infotafeln im Rasen angebracht. Beim Schmökern erfährt man viel Wissenswertes über den Ginkgo selbst und viel Interessantes über die Beziehung von Goethe zu dieser urtümlichen Pflanze. Sowohl das weiße klassizistische Eingangstor zum Garten, als auch die gebogenen Bänke, das Bodenmosaik und der "Stein des guten Glücks" (hier aus Metall gebaut) sind Elementen aus Goethes Garten in Weimar nachempfunden.

Der Ginkgo im eigenen Garten

Die reine Art des Ginkgos wird mindestens 25 Meter hoch. Als Jungpflanze wächst er aufrecht und breitet sich später bis zu neun Meter weit aus. Der Ginkgo ist ein sommergrüner Baum mit einer wunderschönen goldgelben Blattfärbung im Herbst. Wenn weibliche und männliche Bäume zusammen gepflanzt werden, entstehen im Spätsommer fleischige, pflaumenähnliche Früchte (in der ostasiatischen Heimat „Silberaprikosen“ genannt) mit einem essbaren Kern. Diese haben aber einen strengen, buttersäureähnlichen Geruch und verunreinigen den Boden stark. Zahlreiche Sorten mit den unterschiedlichsten Wuchsformen und Höhen bieten für jeden Garten das Richtige. Der Ginkgo ist sehr standorttolerant und gedeiht auf nahezu jedem Gartenboden. Er liebt tiefgründige, gut durchlässige und nahrhafte Böden. Als Jungpflanze ist er, besonders auf sehr nahrhaften Böden, etwas spätfrostempfindlich. Er verträgt Hitze, ist wärmeliebend, stadtklimafest und besonders resistent gegen Luftverschmutzung. Er ist daher auch ein idealer Straßenbaum. In Europa wird er nicht von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Zwei sehr schöne Gingko-Exemplare befinden sich auf dem Gelände des Schulgartens.

Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Stadtgärten (Magistratsabteilung 42)
Kontaktformular