Kunst- und Bauwerke im Schulgarten Kagran
- Leherb-Mosaik
- Historisches Pförtnerhaus
- Hochzeitspavillon
- Tropenhaus
- Schuleule Prof. Markus
- Kleingartenhütte von 1916
Leherb-Mosaik
Der Wiener Künstler Helmut Leherbauer (1933 bis 1997) ist bekannt als Maitre Leherb. Er schuf unter anderem einige Kunstwerke, welche sich noch heute in vier Wiener Parkanlagen befinden.
- Im Schulgarten Kagran
- das Mosaik "Blumengöttin Flora und Gärtnergott Vertumnus“ aus dem Jahr 1960
- Im Volkspark Laaerberg
- die Keramikstele "Tag & Nacht" aus dem Jahr 1962
- Am Kaffeehausberg im Donaupark
- das Keramik-Reliefbild "Kaffeehausszene", sowie das Bodenmosaik "Die Vögel des Leherb" (ein gemeinsames Werk mit Prof. Hermann Bauch, beide aus dem Jahr 1963)
Quelle: "Studie über Donaustädter Leherb-Mosaike", DI Wolfgang Schuler, Probstdorf/NÖ
Historisches Pförtnerhaus
Das Pförtnerhaus des Schulgartens Kagran ist der ehemalige Heizungsabgang der Rothschild-Gärtnerei im heutigen Heiligenstädterpark.
Der Hochzeitspavillon
1998 wurde ein Mitarbeiter des damaligen Stadtgartenamtes in einer Baumschutzangelegenheit in einen Privatgarten in die Döblinger Cobenzlgasse gebeten. Der Grundbesitzer Friedrich Gross konnte mit einer Überraschung aufwarten: Auf seinem Anwesen befand sich ein Originalpavillon der Wiener Weltausstellung aus dem Jahre 1873. 125 Jahre hatten der Holz/Metall-Konstruktion inzwischen arg zugesetzt. In seiner Grundsubstanz war das Bauwerk jedoch erhalten. Nach Erzählungen stand das Salettl mit seinen drei Dächern und dem eigenwillig kunstvoll geformten Wetterhahn in der Nähe der Prater-Rotunde. Welche Verwendung das Bauwerk hatte, konnte nicht geklärt werden. Möglich wäre, dass er in einem Nationengarten stand oder als Musik- und Kaffeepavillon genutzt wurde. Um das Kunstwerk vor dem Verfall zu retten, entschloss sich Friedrich Gross, den Pavillon der Stadt Wien zu überlassen. Abbau und Restaurierung des Pavillons erfolgten im Spätherbst 1998 durch die Werkstatt der MA 42. Seine Wiedereröffnung im Schulgarten Kagran wurde am 3. November 1999 gefeiert. Seither ist der Pavillon ein beliebtes Fotomotiv junger Brautpaare des nahen Standesamtes Donaustadt.
Kleingartenhütte von 1916
1984 veranstaltete das Österreichische Gartenbaumuseum im Kurpark Oberlaa eine Kleingartenausstellung. Es kamen viele Besucherinnen und Besucher, die auch selbst einen Kleingarten hatten. Eine davon, Frau Prof. Rosmanith, wollte eine echte Kleingartenhütte zur Verfügung stellen und somit die Sammlung des Gartenbaumuseums erweitern. Die Hütte wurde vom Museumsleiter besichtigt. Sie war klein, aber in gutem Zustand, hatte Dachraum und Keller und sogar ein Plumpsklo.
Es hat sich herausgestellt, dass die Hütte eine der ältesten noch erhaltenen Kleingartenhütten Wiens ist. Sie wurde 1916 erbaut. Die Hütte wurde renoviert und als „Kleingartenmuseum“ adaptiert im Museumsgarten aufgestellt. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Dokumente hinzu, die von Bewohnern der ältesten Kleingartensiedlung Österreichs, im Purkersdorfer Deutschwald, zur Verfügung gestellt wurden. Auch eine alte Anschlagtafel und eine Garten-Kesselspritze sind zu sehen. Die Museumsgegenstände wurden von Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern aus der Umgebung Wiens zur Verfügung gestellt.
Im Jahr 2001 wurde die Hütte in den Schulgarten Kagran übersiedelt.
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