Zoologischer Garten Hirschstetten

Kinder und Jugendliche in der Stadt haben nur noch selten die Möglichkeit, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten und somit auch kennen zu lernen. Die Blumengärten Hirschstetten haben es sich zur Aufgabe gemacht, der Bevölkerung Wiens Tiere des pannonischen Raumes näher zu bringen. Damit leisten sie wertvolle Aufklärungsarbeit.

Seit 2006 präsentieren die Blumengärten Hirschstetten weitere gefährdete Tierarten.

Tiere im Zoologischen Garten

Habichtskauz

Seit 2007 unterstützen die Blumengärten Hirschstetten das Habichtskauzprojekt "Wiederansiedelung in Österreich". Die Vögel waren zuvor gänzlich aus den Wäldern verschwunden.

In Zusammenarbeit mit mehreren Kooperationspartnern wird ein aufwendiges und erfolgreiches Nachzuchtprogramm betrieben. Das Brutpärchen ist in den Blumengärten in einer großzügig eingerichteten, strukturreichen Voliere untergebracht. Mehrere erfolgreiche Nachzuchten in den vergangenen Jahren beweisen, dass es sich dort ausgesprochen wohlfühlt.

Sensation im Wienerwald: Habichtskauz-Nachwuchs in freier Wildbahn

Weißstorch

Weißstörche sind vor allem ein Markenzeichen für das Burgenland. Eine kleine Brutkolonie, aus im Straßenverkehr verletzten Vögeln bestehend, soll den Weißstorch in Wien wieder ansiedeln.

Ziesel

Die possierlichen Tiere haben in den Blumengärten Hirschstetten ein neues Zuhause in der Donaustadt gefunden. Die heimischen kleinen Nager bewohnen sonnige, naturnah bewirtschaftete Magerwiesen. Im Wiener Raum sind sie sehr selten geworden. Vor mittlerweile vier Jahren wurden 13 Tiere in der strukturreichen und ökologisch gepflegten Parkanlage der Blumengärten angesiedelt. Dank des Frühjahrs 2011 mit seinen hohen Temperaturen hat die "Großfamilie" einen Zuwachs von gut 30 Tieren bekommen. Somit leben auf dem Gelände nunmehr circa 150 Tiere. Sie fühlen sich hier so wohl, dass sie, neben anderen seltenen Tierarten, die ganze Anlage mit Weinhügel, Bauernhof und all den anderen Gärten zu ihrem Wohnort auserkoren haben. Die scheuen und dennoch neugierigen und vorwitzigen Ziesel spielen mit den Besucherinnen und Besuchern gerne Verstecken. Vor allem für kleine Tierliebhaberinnen und Tierliebhaber ist es ein Spaß, dem quirligen Treiben zuzusehen.

Europäische Sumpfschildkröte

Die heimische Europäische Sumpfschildkröte gehört ebenfalls zu den stark gefährdeten Tierarten. Diesem Umstand kommt noch eine weitaus größere Bedeutung zu, da im Nationalpark Lobau eine spezielle Unterart der Europäischen Sumpfschildkröte vorkommt.

Schildkröten-Garten

Ein eigener Schildkröten-Garten zeigt neben der einheimischen Sumpfschildkröte auch Schildkröten aller Kontinente. Hinweistafeln sollen Besucherinnen und Besucher darüber aufklären, dass Schildkröten weltweit stark bedroht und keine Urlaubsmitbringsel sind, und dass ein Aussetzen der Schildkröten für die einheimische Fauna schwerwiegende Folgen hat.

Schmetterlinge

Auch weniger auffällige Tiere wie die Schmetterlinge finden hier ihr Augenmerk. Im Schmetterlingsgarten können sich Besucherinnen und Besucher über alle einheimischen Tagfalter informieren. Interessierte erhalten auch Anregungen dafür, wie sie diesen Insekten im eigenen Garten hilfreich sein können.

Aufklärungsarbeit der Blumengärten Hirschstetten

Neben all den Zuchtprogrammen und Wiederansiedelungsprojekten steht vor allem die Aufklärungsarbeit im Vordergrund. Mittels Workshops und Führungen sollen Wissen vermittelt, Vorurteile abgebaut und Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeregt werden, aktiv Natur- und Tierschutz zu betreiben.

Denn nur wer die Natur kennt, ist bereit sie zu schützen.

Seit 2003 bieten die Blumengärten Hirschstetten verschiedene Projekte zur Wissensbildung von Kindern und Jugendlichen an. Tausende von ihnen haben bereits die Gelegenheit genutzt.

Freilandterrarien

In Zusammenarbeit mit dem Blauen Kreis entstanden im Florarium der Blumengärten Hirschstetten fünf Freilandterrarien mit stark bedrohten heimischen Reptilien und Amphibien. In diesen naturnah gestalteten Biotopen erfahren Besucherinnen und Besucher, insbesondere Kinder, anhand von Schautafeln Wissenswertes über diese Lebewesen. Folgende Amphibien und Reptilien sind derzeit zu sehen: Erdkröte, Grasfrosch, Laubfrosch, Knoblauchkröte, Rotbauchunke, Seefrosch, Springfrosch, Wechselkröte, Bergmolch, Kammmolch, Teichmolch, Feuersalamander, Mauereidechse, Smaragdeidechse, Zauneidechse, Blindschleiche, Äskulapnatter, Ringelnatter, Würfelnatter und Europäische Sumpfschildkröte.
Gleichzeitig werden Besucherinnen und Besucher dazu animiert, neue Habitate im eigenen Garten zu schaffen, zum Beispiel Teiche oder Natursteinmauern. Dadurch wird geschützten Tieren und Pflanzen neuer Lebensraum geboten.
Das Fehlen geeigneter Lebensräume (Feuchtgebiete, Teiche) hat zur Folge, dass die Bestände des Iltis vielerorts rückläufig sind. Die einheimische Marderart wird sehr häufig mit dem beliebten Frettchen, einer Unterart des Iltisses, verwechselt.

Der Fasan fällt vor allem den modernen Bewirtschaftungsmethoden der Landwirtschaft zum Opfer. In den monotonen Ackerflächen findet der Fasan nur wenig Unterschlupf beziehungsweise keine geeigneten Brutplätze. Der Einsatz von nicht umweltverträglichen Spritzmitteln führt dazu, dass die Gelege des Fasans unfruchtbar sind.

Durch Schwund an Feuchtwiesen und Teichröhrichten findet die Zwergmaus immer seltener einen geeigneten Lebensraum. Vereinzelte Populationen bilden nur noch ein "Inseldasein". Eine kleine Gruppe dieser zierlichen Nager kann in den Blumengärten Hirschstetten beobachtet werden.

Bilder von den GartenbewohnerInnen

Weißstorch

Weißstorch

Schildkröten im Schildkröten-Garten

Schildkröten-Garten

Schildkröten im Teich

Schildkröten

Ziesel beim fressen

Ziesel

Zieseljunges

Junges Ziesel

Ziesel im Grass

Ziesel

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