Irrgarten im Florarium Hischstetten

Kinder im Irrgarten

Das Motiv des Labyrinths ist sehr alt und in vielen Kulturen verankert. Es scheint ein Bedürfnis des Menschen auszudrücken: Rätsel zu lösen und mehr noch, ein Ziel zu erreichen. Die ersten graphischen Darstellungen gehen auf die Zeit um 2000 vor Christus zurück und wurden auf Sardinien entdeckt. Etwas jüngere Beispiele kennt man aus Italien, Indien und Ägypten. Diese frühen Labyrinthe bestanden aus einem einzigen Weg, der nach zahlreichen Kehren ins Zentrum führte. Ihn im Rahmen ritueller Handlungen abzuschreiten, galt als symbolische Wanderung durch das Leben.

Den Eingang in die Landschaftsgestaltung fand das Labyrinth im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. Die ersten Landschaftslabyrinthe entstanden in Frankreich, Spanien und Italien. Sie dienten dem Amusement der Könige und Reichen in ihren Gärten. In den herrschaftlichen Parks waren die Irrgärten in der Regel wie die Parterres in strengen, geraden Linien und rechten Winkeln gehalten. Irrgärten wie der in den Blumengärten Hirschstetten verwirklichte, mit weichen und natürlichen Formen, sind selten.

Symbol der Wiener Stadtgärten

Das Motiv für das Labyrinth können Betrachterinnen und Betrachter von der Aussichtsplattform aus gut erkennen. Es stellt das Symbol der Wiener Stadtgärten dar: den Schmetterling. Der Irrgarten wurde in den Jahren 2001/2002 angelegt. Es wurden dafür 3.000 Liguster verwendet, die Gesamtlänge aller Wege beträgt etwa 900 Meter, die auf 2.600 Quadratmetern zur Aussichtsplattform führen.

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