Der Jüdische Friedhof Floridsdorf

Grabsteine unter blühenden Kirschebäumen

Lage: 21., Jüdischer Friedhof Floridsdorf
Fahrplanauskunft
Größe: rund 2.000 Quadratmeter
Gartentelefon: +43 1 4000-8042

Geschichte

1845 siedelten sich die ersten Juden aus Mähren kommend in Floridsdorf an. In den 1870er-Jahren entstand der Plan einen Friedhof für jüdische Floridsdorferinnen und Floridsdorfer zu errichten. 1877 wurde der Grund durch den Minjan-Verein angekauft. Noch im selben Jahr fand das erste Begräbnis einer gewissen Julie Kohn statt. Erster Rabbiner war damals Dr. Josef Samuel Bloch. Die Parkanlage am Hoßplatz wurde 2002 nach ihm benannt.

1881 wurde der Friedhof vergrößert. Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm die Kultusgemeinde Wien die Friedhofsverwaltung. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Friedhof durch ein Bombardement einer nahen Fabrik verwüstet. 1952 wurde eine Aufbahrungshalle errichtet und der Eingang an die heutige Stelle verlegt. Seit 1978 ist der Friedhof offiziell geschlossen. Beisetzungen finden nur noch mit Sondergenehmigung statt.

Heute ist der Friedhof ein idyllisches Kleinod, ein malerisch-verwachsener, stimmungsvoller Ort.

Die Israelitische Kultusgemeinde Wien verwaltet den Friedhof.

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