Handlungsfeld "Beschaffung, Abfallwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz" - KliP II

Durch die einzelnen Maßnahmenprogramme zielt dieses Handlungsfeld in erster Linie darauf ab, jene Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren, die durch Beschaffungsvorgänge der Stadt Wien sowie durch die Wiener Abfallwirtschaft hervorgerufen werden.

Maßnahmenprogramme

  • Das Maßnahmenprogramm "Klimagerechte Beschaffung" beinhaltet die weitere Ökologisierung der städtischen Beschaffung mittels des Programms "ÖkoKauf Wien".
  • Das Maßnahmenprogramm „Umweltfreundliche Veranstaltungen" zielt in erster Linie auf die Ökologisierung von städtischen Veranstaltungen ab; langfristig sollen jedoch alle Veranstaltungen erfasst werden, die in Wien stattfinden.
  • Im Maßnahmenprogramm "Klimaschutzmaßnahmen in Land- und Forstwirtschaft und im Naturschutz" geht es um die Reduktion von Treibhausgasemissionen aus dem Bereich der Wiener Land- und Forstwirtschaft sowie im Rahmen des Naturschutzes.
  • Das Maßnahmenprogramm "Lebensmittel" versucht, die Treibhausgasemissionen, die durch die Beschaffung von Lebensmitteln durch Einrichtungen der Stadt Wien verursacht werden, weiter zu reduzieren.
  • Das Maßnahmenprogramm "Abfallwirtschaft" hat zum Ziel, eine weitere Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Optimierungsmaßnahmen in der Abfallwirtschaft zu erreichen.

Umsetzungsbeispiele

Klimagerechte Beschaffung

Im Sinne des Klimaschutzes wurde von der Stadt Wien 1998 das Projekt "ÖkoKauf Wien" ins Leben gerufen. Ziel dieses Projekts ist, den Einkauf von Waren, Produkten und Dienstleistungen ("Beschaffung") in allen Bereichen der Stadtverwaltung nach ökologischen Gesichtspunkten auszurichten. Dabei werden nicht nur die Treibhausgas-Emissionen, sondern sämtliche umweltrelevanten Aspekte berücksichtigt.

Ein Großteil der Ergebnisse der Arbeit von "ÖkoKauf Wien" sind Kriterienkataloge. Darin sind ökologische Kriterien festgelegt, die bei Ausschreibungen verbindlich anzuwenden sind. Sie sind so formuliert, dass die Inhalte eins zu eins in Ausschreibungstexte übernommen werden können. Darüber hinaus wurden Positionspapiere erarbeitet und zahlreiche Pilotprojekte durchgeführt. "ÖkoKauf Wien" ist magistratsübergreifend organisiert und wird von der Magistratsdirektion-Stadtbaudirektion sowie einem Lenkungsteam geleitet. Die praktische Arbeit an den Kriterienkatalogen wird in Arbeitsgruppen durchgeführt.

ÖkoKaufWien

Abfallwirtschaft

Abfallvermeidung trägt zur Ressourcenschonung bei, wodurch Treibhausgase bei der Produktion und beim Transport eingespart werden. Weiters werden die Emissionen eingespart, die bei der Behandlung des Abfalls entstanden wären, wenn sie nicht vermieden worden wären. Auch Abfalltrennung und die damit verbundene Steigerung der verwertbaren Altstoffmengen tragen zur Einsparung von Treibhausgasen bei. Die Behandlung von biogenen Abfällen mittels Kompostierung (offene Rotte) soll unter Verringerung der Methan- und Geruchsemissionen durch Verbesserung der betrieblichen Abläufe beibehalten werden.

Die Wiener Landesregierung beschloss am 11. Dezember 2007 das Wiener Abfallwirtschaftskonzept. Damit wurden für die nächsten fünf Jahre Ziele und Maßnahmen der Wiener Abfallwirtschaft festgelegt. In diesen sehr breit angelegten und von zahlreichen Expertinnen und Experten getragenen Prozess flossen selbstverständlich die Kriterien des Klimaschutzes ein. Das Wiener Abfallwirtschaftskonzept 2007 wurde im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) entwickelt. Die Ergebnisse der SUP sind im Wiener Umweltbericht dokumentiert.

Die Stadtverwaltung selbst führt im Rahmen des Programms PUMA im Bereich der Abfallwirtschaft Ziele und Maßnahmen zur Reduktion der Abfallmengen und zur Verringerung der Gefährlichkeit von Abfällen ein.

Verantwortlich für diese Seite:
Andrea S. Fellner (Magistratsdirektion Klimaschutzkoordination)
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