Kanallexikon
Das Kanallexikon der Abteilung Wien Kanal erklärt die wichtigsten Begriffe zu den Themen Abwasser und Kanalisation.
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A
- Abscheider
- In Kanalanlagen vornehmlich Ölabscheider (Ölabscheidung auf Tankstellen, Garagen) und Fettabscheider (Fettabscheidung aus Gastronomie und Nahrungsmittelbetrieben)
- Absehlatte
- Werkzeug mit Höhenmarkierung zur Kontrolle des Gefälles im Kanalbau
- Abwasserkontrolle
- Wien Kanal verfügt seit über 30 Jahren über ein Abwasserlabor. Derzeit stehen fünf Laborfahrzeuge in Einsatz, mit deren Hilfe Proben bei Gewerbe- und Industriebetrieben gezogen werden. Mobile Messgeräte werden zur kontinuierlichen Aufzeichnung von Temperatur, pH-Wert und Leitfähigkeit eingesetzt. Im Labor kann die gesamte Bandbreite der Abwasserinhaltsstoffe erfasst und bestimmt werden. Vor allem findet die Untersuchung auf abwasserspezifische Schadstoffe statt, wie Schwermetalle, Cyanide, organische Lösungsmittel, chlorierte Kohlenwasserstoffe, mineralische und natürliche Öle sowie Fette.
B
- BSB5 - biochemischer Sauerstoffbedarf
- Biochemischer Sauerstoffbedarf ist ein Maß für die Verschmutzung von Abwasser. Dieser Wert gibt jene Sauerstoffmenge an, die beim Abbau der Schmutzstoffe in einem Liter Wasser bei 20 Grad Celsius in fünf Tagen verbraucht wird.
D
- Düker
- Auf dem Prinzip kommunizierender Gefäße beruhende Rohrleitungsführung unter Hindernissen. Die zu transportierende Flüssigkeit kann so Hindernisse überwinden, ohne dass Pumpen eingesetzt werden müssen. Bei kommunizierenden Röhren, also Rohrleitungen die miteinander verbunden sind, pegelt sich der Flüssigkeitsspiegel immer auf das gleiche Niveau ein.
E
-
Eiprofil
- Das Eiprofil ist eine besondere Querschnittsform von Kanalleitungen mit einem eiförmigem Innenquerschnitt. Um bei geringem Durchfluss eine höhere Fließgeschwindigkeit und damit eine effizientere Ableitung zu erreichen, ist das "spitze Ende" unten angeordnet. In Wien werden sogenannte Normprofile verwendet, die folgende Abmessungen (Höhe mal Breite in Zentimeter) aufweisen:
NP I = 70x105 • NP II = 80x120 • NP III = 90x135 • NP IV = 100x150 • NP VI = 120x180
- Das Eiprofil ist eine besondere Querschnittsform von Kanalleitungen mit einem eiförmigem Innenquerschnitt. Um bei geringem Durchfluss eine höhere Fließgeschwindigkeit und damit eine effizientere Ableitung zu erreichen, ist das "spitze Ende" unten angeordnet. In Wien werden sogenannte Normprofile verwendet, die folgende Abmessungen (Höhe mal Breite in Zentimeter) aufweisen:
- Einwohnergleichwert
- Er entspricht der Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner, deren tägliches Abwasser (nach Menge oder Verschmutzungsgrad) dem Abwasser aus einem gewerblichen oder industriellen Betrieb gleichzusetzen wäre.
- Emission
- Emission (lateinisch: emittere "aussenden") bedeutet allgemein das Aussenden von Störfaktoren in die Umwelt. Die Quelle für diese Aussendungen wird Emittent genannt. Im Abwasserbereich versteht man darunter die Einleitung von Schadstoffen in die Kanalisation.
- Emissionsregeln
- Gesetzliche Regelungen, die Emissionen von Schadstoffen ins Abwasser begrenzen. Es können sowohl Konzentrationen als auch Frachten begrenzt werden. Bezugspunkt ist die Einleitstelle in den öffentlichen Straßenkanal. In Wien kommen das Kanalgesetz, die Kanalgrenzwertverordnung und die Abwasseremissionsverordnungen zur Anwendung.
- ebswien hauptkläranlage Ges.m.b.H.
- Die Entsorgungsbetriebe Simmering Ges.m.b.H. betreibt im Auftrag der Stadt Wien die Hauptkläranlage.
In den Jahren 2000 bis 2005 wurde die Hauptkläranlage Wien erweitert. Die Erweiterung erfolgte dabei durch die Errichtung einer zweiten biologischen Reinigungsstufe zur Stickstoffelimination (Nitrifikation und Denitrifikation), die an die seit 1980 bestehende biologische Reinigungsstufe anschließt. Unter Anwendung der neuesten Technik wird mit einer erhöhten Reinigungsleistung ein wesentlicher Beitrag zum Wiener Abwassermanagement geleistet.
Die Hauptkläranlage reinigt das gesamte in Wien anfallende Abwasser. Das sind jährlich rund 220 Millionen Kubikmeter mit einem mittleren Reinigungsgrad von 95 Prozent bei den Kohlenstoffverbindungen und mehr als 85 Prozent bei den Stickstoffverbindungen. Bei der Reinigung der Abwässer fallen rund 1,9 Millionen Kubikmeter Klärschlamm an. Diese werden in der Schlammbehandlungsanlage im Werk Simmeringer Haide der Wien Energie Fernwärme weiterbehandelt.
- Die Entsorgungsbetriebe Simmering Ges.m.b.H. betreibt im Auftrag der Stadt Wien die Hauptkläranlage.
F
- Fäkalien
- Stammt vom lateinischen "faeces" für "Exkremente, Kot"
- Freispiegelkanal
- Die Freispiegelentwässerung (gravitative Entwässerung) ist die älteste und herkömmlichste Art der Abwasserentsorgung. Durch das Gefälle der Kanalleitungen wird Regenwasser oder Abwasser zur Kläranlage transportiert.
G
- Gasspürgerät
- Ein einfach zu handhabendes Gerät, das Kohlendioxid sowie brennbare Gase (Methan, Propan) erkennt und den Sauerstoffgehalt in der Atemluft misst. Bei erreichen der kritischen Grenzwerte wird vom Gerät ein optisches und akustisches Signal ausgelöst. Das Gas-Warngerät gehört zur Standardausrüstung eines Kanalarbeiters und ist ein (über)lebenswichtiges Hilfsmittel.
- Gefälle (Neigung)
- Der Höhenunterschied zweier Punkte (absolutes Gefälle); häufiger das Verhältnis des Höhenunterschiedes zu dem in der Horizontalen gemessenen Abstand dieser Punkte, das heißt der Tangens des Neigungswinkels (relatives Gefälle), (Quelle: Meyers Lexikonverlag).
- Grundwasser
- Unterirdisches Wasser, das die Erdräume zusammenhängend ausfüllt. Seine Bewegung wird von der Schwerkraft und Reibungskräften bestimmt. Gespeist wird es durch einsickerndes Oberflächenwasser und durch Flüsse und Seen.
H
- Hebeanlagen
- Unter der maßgeblichen Rückstauebene liegende Entwässerungsgegenstände sind durch selbsttätig und verlässlich arbeitende Hebeanlagen zu entwässern. Wenn fäkalienhältige oder grob verunreinigte Abwässer anfallen, dürfen nur dafür geeignete Abwasserhebeanlagen verwendet werden.
- Hydrodynamische Netzberechnung
- Die relativ neuartige Berechnungsmethode ermöglicht es, verschiedenste Simulationen am Kanalnetz durchzuführen, ohne wirkliche Eingriffe in der Natur vornehmen zu müssen. Vor allem im bestehenden Kanalnetz kann bei dieser Methode auf Problemstellungen, wie die immer häufiger auftretenden kurzzeitigen Starkregenereignisse, im Besonderen eingegangen werden.
I
- Immission
- Immission (lateinisch immittere: hineinschicken, -senden) bedeutet allgemein das Einwirken von Störfaktoren auf Mensch und Umwelt. Das Ausmaß einer stofflichen Immission wird durch die Immissionskonzentration angegeben.
- Immisionsprinzip
- Formulierung von Zielvorstellungen über die Qualität des Gewässers, wobei der Gedanke der natürlichen Gewässerbeschaffenheit wesentlich ist. Insbesondere können Umweltqualitätsstandards durch Grenzwerte rechtlich festgelegt werden.
- Indirekteinleiter
- Jede Einleitung in ein Kanalsystem wird als Indirekteinleitung bezeichnet. Im Gegensatz dazu ist die Einleitung in ein Gewässer (Fluss, See, Meer) eine Direkteinleitung.
- Indirekteinleiterverordnung
- "Abwässer, deren Beschaffenheit mehr als geringfügig von der des häuslichen Abwassers abweicht", fallen unter diese Verordnung. Betriebe, die solche Abwässer in den Straßenkanal einleiten, müssen Nachweise über die Beschaffenheit der Abwässer (Mengen und Frachten) in regelmäßigen Abständen an das Kanalisationsunternehmen (Wien Kanal) erbringen.
K
- Kanal
- Stammt vom lateinischen "canna" für "kleines Rohr, Schilfrohr, Röhre" beziehungsweise "canalis" für "Röhre, Rinne, Kanal"
- Kanalnetzbewirtschaftung
- Das Wiener Abwassermanagement umfasst die gemeinsame Betrachtungsweise von Kanalnetz und Kläranlage. Dieser auch oftmals als "Kanalnetzbewirtschaftung" bezeichnete Ansatz bedeutet, dass die Abwässer (Mischwasser) bei kleineren und mittleren Regenfällen im Kanalnetz durch aktive Maßnahmen (Aufstauung durch Schieber) gespeichert und nur langsam an die Kläranlage abgegeben werden. Dadurch kann der Zufluss zur Kläranlage bei Regen gesteuert und die Belastung entsprechend verringert werden. Diese Maßnahme ist ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion der Abwasseremissionen der Stadt Wien.
-
Kanalbelüftung
- Das rund 2.400 Kilometer lange Wiener Kanalnetz ist durchgehend natürlich belüftet. Über die Kanalgitter auf der Straße wird Frischluft in das Kanalnetz zugeführt. Damit die Luft auch wieder ausströmen kann, ist jeder Hauskanalanschluss laut Wiener Bauordnung in seinem gesamten Querschnitt über Dach zu führen. Unter Ausnutzung des Kamineffektes entsteht eine natürliche Luftzirkulation die ein Begehen der Kanäle ohne Atemschutzgeräte ermöglicht.
- Kanalkünette
- Für die Verlegung einer Kanalleitung herzustellender offener Erdgraben
- Kanalsohle
- Unterster, rinnenförmiger Teil (Boden) des (Profil)kanals
- Kläranlage
- In einer Kläranlage werden auf mechanische (Rechen, Fettabscheider) oder biologische (Belüftung zur Anregung des biologischen Abbaus) Weise schädliche Abwasserinhaltsstoffe entfernt.
-
Kläranlage Blumental
- Von 1968 bis 1970 wurde im 23. Bezirk die Kläranlage Blumental errichtet. Die Kläranlage, die bis 2005 in Betrieb war, nahm die Schmutzwässer des gesamten 23. Bezirkes auf. Sie sollte dabei als "Modellkläranlage" für die später geplante Hauptkläranlage in Simmering dienen. Die Kläranlage lag im Einzugsgebiet des Liesingbaches, einem kleinen Vorfluter im Süden Wiens.
- Kläranlage Blumental
- Kloake
- Stammt vom lateinischen "cluere" für "reinigen"; Bezeichnet meist einen unterirdischen Abzugskanal für Abwässer.
- Künettenwand
- Seitliche Wand eines offenen Erdgrabens
M
-
Material
- Von den Wiener Kanalarbeitern werden Ablagerungen aller Art als "Material" bezeichnet. Täglich werden rund 15 Tonnen "Material" von den Kanalarbeitern unter schwierigsten Bedingungen gehoben und umweltgerecht verwertet.
- Mikroklima
- Die lokale Versickerung von Regenwasser trägt zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und zu einer Durchfeuchtung des Bodens bei, wodurch die Staubbildung herabgesetzt wird.
- Mischsystem
- Kanalsystem, bei welchem Schmutz- und Regenwasser gemeinsam in einer Leitung abgeleitet werden
- Mörung
- Auch "Möring", "Möric"; Bezeichnung für Abwassergerinne (Kloaken) seit dem Mittelalter; geht auf den Möringbach zurück, der vom Graben parallel zur Rotenturmstraße in die Donau (heute Donaukanal) floss. Der Bach diente als Abwasserkanal, stank erbärmlich und wurde daher schon Mitte des 14. Jahrhunderts eingewölbt.
O
-
Oberflächenentsiegelung
- Die Oberflächenentsiegelung sorgt für eine lokale und flächige Regenwasserversickerung und trägt zur Grundwasserneubildung bei. Zwischen den voll versiegelten Flächen, wie Asphalt, und den offenen Vegetationsflächen bietet sich eine Reihe von teilversiegelten Bodenbelägen an, zum Beispiel Pflaster mit Rasenfugen. Regenwasser wird durch den Sickervorgang zwischengespeichert und Reinigungsprozessen unterzogen.
- Ortbetonprofil
- An Ort und Stelle hergestellter Profilkanal; Die häufigste Profilform in Wien ist das sogenannte Eiprofil.
P
- ph-Wert
- Der pH-Wert ist ein Maß für die Stärke der sauren beziehungsweise basischen Wirkung einer wässrigen Lösung. Der Begriff leitet sich von pondus Hydrogenii (lateinisch pondus: Gewicht; lateinisch hydrogenium: Wasserstoff) ab. Wenn eine Lösung einen pH-Wert von 7 hat, ist sie neutral. Lösungen mit einem pH-Wert kleiner als 7 sind Säuren. Lösungen mit einem pH-Wert größer als 7 sind Laugen. Die pH-Wert Skala umfasst einen Bereich von 0 bis 14.
- Pneumoschalung
- Spezielles aufblasbares Formgebungselement. Dient im Kanalbau als Innenschalung zur Herstellung von vor Ort betonierten Profilkanälen.
- purgatores privete
- Abtritträumer, "Kotkönige": mittelalterliches Gewerbe, das sich der Säuberung der "privete", der Toiletten, widmete. "Privet" kommt vermutlich vom lateinischen "privatus" für "persönlich, vertraulich".
R
-
Regenüberlauf
- Anlagen zur Entlastung hoher Mischwasserabflussspitzen aus dem Kanalnetz. Bei starken Regenereignissen und einem Übersteigen der Abflusskapazität der Kanalisation werden stark verdünnte Mischwässer gezielt über Regenüberlaufbauwerke in die Vorfluter abgeworfen.
- Rückstausicherheit
- Immer wieder erfahren Haus- oder Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, dass nach heftigem Gewitterregen Keller und andere tief liegende Räume überflutet werden. Dies liegt meist daran, dass die Kellerräume der betroffenen Gebäude nicht gegen Rückstau gesichert oder vorhandene Sicherheitseinrichtungen nicht funktionsfähig sind. Die Überprüfung der Hauskanalanlage auf Rückstausicherheit obliegt dem Grund- oder Hauseigentümer und ist periodisch durchzuführen.
-
Rückstauebene (laut ÖNORM B2501)
- Die Rückstauebene zeigt den durch Rückstau hervorgerufenen höchst möglichen Wasserstand in der Kanalanlage an. Die Rückstauebene ist bei ebenem Gelände grundsätzlich die Straßenoberfläche mit einem Zuschlag von zehn Zentimetern.
S
-
Schimmel
- In den begehbaren Kanälen, in denen die maschinelle Räumung verkehrstechnisch erschwert oder gar nicht möglich ist, müssen die Kanalarbeiter die gesamte Arbeit von Hand erledigen. Dabei kommt der sogenannte Schimmel zum Einsatz: ein Werkzeug, das aus einem Holzbrett mit Stiel besteht und ähnlich einem Schneeschuber verwendet wird.
- Sandfang
- Siehe Schotterfang
-
Schotterfang
- Ist ein Sonderbauwerk in Kanalanlagen um große, absetzbare Verunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen. Durch Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit sammeln sich Schotter, Sand und grobes organisches Material in den Vertiefungen des Bauwerkes. Die Räumung von Sand- oder Schotterfängen ist eine der Hauptaufgaben von Wien Kanal.
- Schwemmwagen
- Eine heute nicht mehr angewandte Methode zur Reinigung von Großprofilen; Der Schwemmwagen wurde nur durch aufgestautes Abwasser angetrieben.
- Sekret
- Stammt vom Lateinischen "secernere" für "absondern, ausscheiden"; reizvolle Doppelbedeutung im Falle der "Secrete" (auch "privete" genannt), der mittelalterlichen Toiletten: einerseits handelte es sich um "abgeschiedene" Orte (englisch "secret", geheim), an denen andererseits die Körperausscheidungen deponiert wurden.
- Sickermulden
- Sickermulden sind offene, begrünte Mulden, in denen eine vorübergehende Speicherung des Wassers möglich ist. Wesentliche Voraussetzung dafür sind genügendes Fassungsvermögen, ein durchlässiger Untergrund und eine entsprechend vertikale Sickerstrecke. Der begrünte Boden sorgt für eine ausreichende Reinigung.
- Sickerschacht
- In diesem Fall wird das Wasser einem Schacht zugeführt, dessen Boden durchlässig ist. Dem geringen Flächenbedarf steht eine geringe Reinigungswirkung gegenüber. Deshalb sind zusätzliche technische Reinigungseinrichtungen notwendig. In Wien sind Sickerschächte bewilligungspflichtig.
- Steigeisen (Leiter)
- Eine Steigeinrichtung, die in einem Schacht oder Kanal eingemauert beziehungsweise einbetoniert wird
T
- Toilette
- Stammt vom französischen "toil" für "Tuch"; Später wurde allgemein ein Baderaum so bezeichnet, erst seit Ende des 19. Jahrhunderts entspricht die Bezeichnung dem heutigen Gebrauch.
- Trennsystem
- Kanalsystem, bei welchem Schmutz- und Regenwasser in getrennten Leitungen abgeleitet werden
U
- Unterdruckkanäle
- Wird der öffentliche Kanal als Unterdruckkanal geführt, muss der Hauskanal in einen Übergabeschacht einmünden. Mittels Unterdruck wird bei Ansteigen des Wasserspiegels im Übergabeschacht das Abwasser in den öffentlichen Straßenkanal abgesaugt.
V
- Vorfluter
- Mit Vorfluter wird jegliche Art von Gerinne bezeichnet, in dem Wasser in Form von Abwasser, Regenwasser oder Drainagewasser in ein Gewässer abfließen kann. Die Einleitung bedarf in der Regel einer behördlichen Genehmigung.
W
- Wiener Bauweise
- Die "Wiener Bauweise" im Kanalbau ist gekennzeichnet durch die Anwendung von Sohlschalen in Kombination mit einer formstabilen sogenannten Pneumoschalung. Diese Bauweise ermöglicht die Einsparung von zeitaufwändigen Arbeitsschritten und eine effiziente, technisch hochwertige Kanalbauabwicklung. Die Herstellung eines Kanalstranges erfolgt in der Regel abschnittsweise, die Kanalkünette weist eine durchschnittliche Länge von 120 Metern auf. Berücksichtigt man einen ausreichenden Lagerplatz für Baumaterial sowie einen Teil der erforderlichen Baustelleneinrichtungen, so nimmt der gesamte Bauabschnitt eine Länge von 150 bis 180 Meter ein.
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