Probebohrungen für neue U5-Linie

Produktionsdatum:

2014


Erstausstrahlung:

31.10.2014


Copyright:

Stadt Wien


Der öffentliche Verkehr in Wien wird in den kommenden Jahren stark ausgebaut. Neben der Verlängerung der U2 bekommt die Stadt auch eine neue U-Bahn, die U5. Derzeit laufen die Probebohrungen der MA 29 an verschiedenen Standorten in ganz Wien.

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Der öffentliche Verkehr in Wien wird in den kommenden Jahren stark ausgebaut. Neben der Verlängerung der U2 bekommt die Stadt auch eine neue U-Bahn - die U5. Das bedeutet: Tunnelbau. Wie die Strecke schließlich ganz genau aussehen wird, steht noch nicht fest. Das entscheidet sich erst, nachdem die MA 29 an verschiedenen Standorten in ganz Wien Probebohrungen im Erdboden durchgeführt hat.

Hermann Papouschek, Abteilungsleiter MA 29: "Bei einer U-Bahn, wo man sozusagen die Trasse in einem gewissen Korridor, also innerhalb einer Bandbreite plant, ist es dann nötig, Details für die genaue Trassenlegung zu erfahren. Und diese Details erhoffen wir uns aus diesen Kernbohrungen, wo wir dann die bodenphysikalischen Eigenschaften, aber auch die Lage des Grundwasserspiegels miteinfließen lassen können in die Detailplanung der U-Bahn -Linien-Trasse."

An insgesamt 35 Sondierungsbohrungen quer verteilt über die ganze Stadt wird jeweils vier bis sechs Wochen gearbeitet. Die Stadt investiert hierfür rund 1,4 Millionen Euro. Diese Bohrungen liefern die notwendigen Informationen über die Untergrund- und Grundwasserverhältnisse.

Thomas Herzfeld, Geotechniker MA 29: "Ja, man möchte den Zustand des Bodens feststellen. Ist er kompakt, ist er locker, ist es ein Schotter, ist es ein Ton? Und wie würde der Boden dann reagieren, wenn man einen Tunnel herstellen würde? Würde er zusammenfallen? Würde das Wasser das noch verstärken? Beziehungsweise würde er gut stehen, was im Tunnelbau natürlich sehr gut ist. Und das schaut man sich anhand von diesen Proben an."

Ein ExpertInnen-Team aus den Bereichen Geotechnik und Geologie ermittelt den Zustand der einzelnen Bodenschichten. Die Proben, die zur Untersuchung hierher in ein Zelt beim Naschmarkt gebracht werden, versprechen einen reibungslosen Baufortschritt.

Thomas Herzfeld, Geotechniker MA 29: "Was auf den ersten Blick auffallt, ist, dass die Probe sehr tonig ist, also sehr viel Tonanteil hat und dass wenig Grundwasser drinnen ist. Gerade das Grundwasser ist im Tunnelbau ein wesentlicher Faktor. Je mehr Wasser vorhanden ist, umso schlechter kann man da den Tunnel herstellen, umso mehr Maßnahmen muss man zusätzlich machen."

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MA 29 "Brückenbau- und Grundbau" stellen diese Voruntersuchungen an, um genaue Kenntnisse über den U-Bahn -Bau zu gewinnen. Sie sind es gewohnt, mit allen Bedingungen, die sie vorfinden, zu Recht zu kommen. Es gibt daher nur einen einzige Ausnahme, die Komplikationen mit sich bringen könnte."

Hermann Papouschek, Abteilungsleiter MA 29: "Sehr schlimm wäre es, Kriegsmittel oder Kampfmittel zu finden. Das ist das Einzige wo man sagt: 'Okay, jetzt müssen wir sozusagen entschärfen.' Oder es wird sich die Erkundungstätigkeit verzögern aufgrund dessen. Aber auch da haben wir vorgesorgt und das wird sehr behutsam von uns durchgeführt."

Bis zum Jahresende wird die MA 29 sämtliche Sondierungsbohrungen durchgeführt haben. Dann wird auch die genaue Verlegung der zukünftigen U-Bahn -Trassen bekannt sein und somit die neuesten U-Bahn-Strecken für die Wienerinnen und Wiener.