stadtUNbekannt - Donaukraftwerk Freudenau

Produktionsdatum:

2014


Erstausstrahlung:

29.09.2014


Copyright:

Stadt Wien


Ein Besuch im Donaukraftwerk Freudenau führt stadtUNbekannt dieses Mal zu einem beeindruckenden Stück Technik in Wien. Das Kraftwerk ist das weltweit größte Flusskraftwerk in einer Millionenstadt.

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Ein Besuch im Donaukraftwerk Freudenau führt uns dieses Mal zu einem beeindruckenden Stück Technik in Wien. Das Kraftwerk ist das weltweit größte Flusskraftwerk in einer Millionenstadt.

Mit dem hier verbauten Beton könnte man 350 Autobahn-Kilometer schaffen. Schon beim Eingang begegnet man dem Herzstück eines Kraftwerkes - dem so genannten Statorring. Mit rund sieben Metern Durchmesser und einem Gewicht von 90 Tonnen nur ein Teil des Generators.

Florian Seidl, Verbund: "Es funktioniert die Stromerzeugung so, dass durch die Kraft des Wassers die Räder angetrieben werden und es rotieren zwei Teile, der fixe Generatorring und der Statorring. Durch das aneinander Vorbeidrehen entsteht aus der Bewegung Elektrizität."

Allein einer dieser Ringe erzeugt Strom für rund 80.000 Haushalte pro Jahr.
Anhand eines Models im Besucherzentrum erfahren wir mehr.

Florian Seidl, Verbund: "Wir stehen vor dem Turbinenmodell einer der sechs Maschinen in der Freudenau. Und hier haben wir die Mechanik, die aus der Bewegung der Donau Elektrizität erzeugt. Das heißt, wir sehen hier eine Kaplanrohrturbine. Der schöne Trick bei der Kaplanturbine sind die verstellbaren Flügel an der Turbine. Und die erlauben es uns, die Turbine optimal auf die Wassermenge abzustimmen, um hier das Maximum an Elektrizität herauszuholen. Und das schöne ist bei Strom aus Wasserkraft: Wir verbrauchen kein Wasser, sondern es fließt nachher ruhig weiter zu den nächsten Donauanlegern."

Die Maschinenhalle im Kraftwerk Freudenau ist über 200 Meter lang. Direkt darunter sind sechs Turbinen, die den Strom erzeugen. Pro Sekunden fließen durch dieses Rohr bis zu 500.000 Liter Wasser. Das entspricht der dreifachen Wassermenge, die durch den Wiener Donaukanal fließt. Der Kraftwerkskontrollgang ist Wiens tiefster begehbarer Punkt.

Florian Seidl, Verbund: "Wir befinden uns hier 30 Meter unter dem Wiener Normal-Null-Niveau. Das heißt, so tief wie nirgendwo sonst. Wir hören das Wasser rauschen und wir sehen, dass der Beton feucht ist. Hier staubt nichts, hier wird man nicht schmutzig. Sondern die Donau hält uns das ganze Bauwerk schön feucht. Das bedeutet, dass der Beton nicht an Volumen verliert, sondern das Kraftwerk immer gleich mächtig bleibt."

Das weltweit größte Flusskraftwerk in einer Millionenstadt versorgt ein Drittel der Wiener Haushalte mit elektrischer Energie. Und das ganz einfach nur mit vorbeifließendem Wasser.