stadtUNbekannt - Ein Streifzug durch den Rathauskeller

Produktionsdatum:

2014


Erstausstrahlung:

06.08.2014


Copyright:

Stadt Wien


Jede Menge historisches und viel Technik lässt sich auf einem Streifzug im Keller des Wiener Rathauses entdecken. In einem 14.000 Quadratmeter großen Labyrinth unter der Erde arbeiten Techniker, Schlosser und Tischler. stadtUNbekannt ist diesmal "unter" dem Wiener Rathaus unterwegs.

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Das Wiener Rathaus. Es wurde in den Jahren 1872 bis 1883 errichtet. Etwa 30 Millionen Ziegel und über 40.000 Kubikmeter Naturstein wurden verbaut.

Unter der Oberfläche schlummern Geschichten, die mindestens so spannend sind wie das berühmte Gebäude an der Ringstraße selbst.

Zwei Kilometer unterirdische Gänge, die heute noch das Rathaus mit den umliegenden Gebäuden verbindet, Lüftungsschächte, Luftbrunnen, historische Schätze warten auf ihre Entdeckung. Ja, und die Schienen der alten Kohlenwägen, denn der Keller diente bis Anfang der 1960er-Jahre vorwiegend zur Beheizung des Rathauses.

Stefan Novotny, Technik Rathaus, Infrastruktur und Services (MA 34): "Es waren zwei Heizhäuser im Rathaus. Die waren beide dreigeschossig. Da waren große Kesselanlagen aufgebaut. Und die Kessel wurden ursprünglich mit Kohle beheizt. Und mit dieser Heizung wurde Wasserdampf erzeugt. Ud dieser Wasserdampf wurde hinaufgeleitet über Schächte und über Leitungen."

Heute nutzt man die Fernwärme. Einsamkeit kommt hier unten trotzdem nie auf.

Stefan Novotny, Technik Rathaus, Infrastruktur und Services (MA 34): "Man kann sagen, dass es ein Kommen und Gehen ist. Es wird vieles geholt, es wird vieles gebracht. Leute ziehen sich um. Also ich schätze, dass so circa zwischen 100 und 150 Personen tagtäglich in den Kellerräumen zu tun haben."

Rudolf Buranits, Schlosserei, Tischlerei: "Hier werden Arbeiten gemacht wie Servicearbeiten für die Veranstaltungen, für das Haus, für Bühnenaufbauten. Bei den Tischlern ist es der normale Möbelbau, Fenster, Möbel, Tischlerei. Bei den Schlossern sind es leichte Schweißarbeiten."

Für frische Luft im Rathaus sorgen die zahlreichen Luftbrunnen, die heute wie damals die Räume klimatisieren.

Stefan Novotny, Technik Rathaus, Infrastruktur und Services (MA 34): "Erwähnenswert ist, dass diese Schächte mit dem Rathaus mitgebaut wurden und dass sich eigentlich die Technik nicht wesentlich verändert hat. Sondern die Infrastruktur wird heute so wie vor 130 Jahren genauso noch weiter genutzt und entspricht auch den gesamten Anforderungen, die wir benötigen, um das Rathaus den technischen Gegebenheiten entsprechend zu kühlen oder zu erwärmen."

Der modernste Teil im Keller ist der Tiefspeicher. Hier bewahrt Wiens drittgrößte wissenschaftliche Bibliothek - die Wienbibliothek - ihre wertvollsten Stücke auf.

Jede Menge historisches und viel Technik lässt sich auf einem Streifzug im Keller des Wiener Rathauses entdecken, in einem 14.000 Quadratmeter großen Labyrinth unter der Erde, einem Flecken Wiens, der ursprünglich einmal so ausgesehen hat.

Stefan Novotny, Technik Rathaus, Infrastruktur und Services (MA 34): "Ja, der Keller ist für das Haus eine sehr wichtige, zentrale Einheit, die auch für die Betriebsführung von immenser Bedeutung ist."

Ein Fundament, auf dem der Sitz der Regierung und Verwaltung Wiens ruht und - zumindest oberirdisch - ein offenes Haus für BürgerInnen und Gäste der Stadt ist.