wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 13. April 2012

Produktionsdatum:

2012


Erstausstrahlung:

13.04.2012


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Aus dem Stamm des Wiener Christbaums entstehen Insektenhotels. Für die Schulbauoffensive der Stadt werden über 600 Millionen Euro investiert. Weiters begleiten wir eine Straßenbahnfahrerin der Wiener Linien und der Mai steht ganz im Zeichen der Aktion "Wien radelt zur Arbeit".

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Mona Müller, wien.at-TV: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at-TV. Ich freue mich, dass Sie zusehen. Aktuelles aus der Stadt - das sind die Themen dieser Woche:"

Wien radelt zur Arbeit - Anmeldung jetzt
Frauen am Steuer - wien.at-TV begleitet eine Straßenbahnfahrerin
Und jetzt gleich: Neue Schulen und Kindergärten für Wien

Schulbauoffensive

In den kommenden zehn Jahren soll die Wiener Schullandschaft eine andere sein. Steigende Schülerzahlen und die steigende Nachfrage nach Ganztagsbetreuung stellen Ansprüche an den Wiener Schulbau.

Christian Oxonitsch, Bildungsstadtrat: "Wir werden elf neue Campus-Standorte in Wien schaffen. Das ist ein Gesamtinvestitionsvolumen von 600 Millionen Euro. Also wir zeigen, wie wichtig uns die Bildung ist. Und diese Standorte werden alle Ganztagsschulstandorte sein. Sie werden aber auch im Sinne des Campus-Modells eine Kombination von Schule und Kindergarten an einem Standort sein."

Vier Standorte folgen einem gänzlich neuen Modell für Kinder mit Behinderungen. Insgesamt 36 Klassen sollen eine neue Form der Integration ermöglichen. Die elf neuen Campusstandorte werden in ganz Wien verteilt entstehen.

Christian Oxonitsch, Bildungsstadtrat: "Der Schwerpunkt liegt jenseits der Donau. Hier befinden sich ja auch die großen Stadterweiterungsgebiete, aber zum Beispiel auch in Inner-Favoriten und im Westen Wiens sollen neue Campus-Standorte geschaffen werden. Wir gehen bewusst auch in das dicht verbaute Gebiet und werden hier im Sinne von eigenen Ausschreibungen neue Standorte suchen."

Bereits kommenden Herbst startet für die SchülerInnen am Campus Donaufeld der Schulalltag.

Christian Oxonitsch, Bildungsstadtrat: "Hier ist ja die entsprechende Bauarbeit schon weit fortgeschritten, sodass im September die ersten Kinder diesen neuen Campus-Standort besuchen werden."

Neben den neuen Schulstandorten werden in den kommenden fünf Jahren die bestehenden Schulen saniert. Insgesamt 570 Millionen Euro fließen in die Sanierung. 2022 sollte die neue Schullandschaft soweit fertig sein.

Insektenhotels

Jedes Jahr bewundern tausende Besucher des Wiener Christkindlmarktes den Christbaum vor dem Rathaus. Jedes Jahr muss der Baum aber dem Wiener Eistraum weichen. Dann ist es Zeit sein Holz einer neuen Bestimmung zuzuführen. Im Vorjahr wurden aus dem Stamm des Christbaumes 30 Nistkästen für Fledermäuse. Heuer wollen die Wiener Förster gemeinsam mit StadtgärtnerInnen den oft unterschätzten Kleinlebewesen mit Insektenhotels optimale Behausungen bieten.

Andreas Januskovecz, Forstdirektor der Stadt Wien: "Weil sie in Wien nicht so oft die Möglichkeit haben, wo zu wohnen, wollen wir ihnen hier in einem ganz tollen Gebäude die Möglichkeit bieten, ihre Jungen zu bekommen. Sie legen hier ihre Eier ab, in diesen vielen kleinen Löchern, die Sie hier sehen, und können sich als Nützlinge in der Stadt dann auch gut umtun."

Wildbienen, Ohrwürmer und Marienkäfer tragen wesentlich zur Artenvielfalt in der Millionenstadt Wien bei. Die kleinen Nützlinge helfen als biologische Schädlingsbekämpfer das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

Andreas Januskovecz, Forstdirektor der Stadt Wien: "Wenn man den Marienkäfer zum Beispiel betrachtet, der Blattläuse frisst - Blattläuse sind Viecherln, die vielleicht nicht so günstig sind und die viele Leute nicht wollen, weil sie die Pflanzen schädigen - der Marienkäfer wächst hier drinnen und der frisst diese Blattläuse. Damit ist es eine ganz tolle Sache und für Nützlinge eine sehr wichtige Sache in Wien."

Das Insektenhotel wird vielen unterschiedlichen Nützlingen Unterschlupf bieten.

Andreas Januskovecz, Forstdirektor der Stadt Wien: "Einen Bewohner haben wir schon. Wenn man sich vorstellt, dieses Insektenhotel steht jetzt erst einen Tag, hat hier eine Wespe schon eingebohrt. Die ist in das Loch hinein und hat es mit Lehm zu gemacht. Hier drinnen entwickeln sich schon die Eier der neuen Wespen. Sie sind Wildbienen - da gibt es sogar welche, die auf der roten Liste stehen, also die gefährdet sind, die es nicht mehr oft gibt - die kommen auch hier her und machen ihre Jungen hier. Die Florwespe ist eine Zielgruppe und viele verschiedene andere Wespenarten auch, die sich hier einbohren und leben können."

Acht Insektenhotels werden in den kommenden Tagen an sonnigen Plätzen in den Wiener Parks und je einer bei der Waldschule Ottakring und beim Nationalparkhaus in der Lobau aufgestellt.

Straßenbahnfahrerin

Mona Müller, wien.at-TV: "U-Bahn-, Straßenbahn- oder Busfahren - in Wien ist das lenken der Öffentlichen Verkehrsmittel zum Glück längst keine Männerdomäne mehr. Immer mehr Frauen wagen sich hinters Steuer. Derzeit ist jeder zehnte Fahrzeuglenker eine Lenkerin. Was sie dazu sagen haben wir hinterfragt."

Vor 42 Jahren hat die erste Frau in Wien den Bann gebrochen und wurde Straßenbahnfahrerin, nachdem ein Jahr zuvor 1969, die Experten zu dem Ergebnis gekommen sind, dass "die Verteilung der Unfälle auf die Geschlechter keine Schlüsse auf körperliche oder seelische Überforderung der Frau als Straßenbahnmotorführer" zuließen - wer hätte das gedacht. Pejic Mirela ist auch Straßenbahnfahrerin, die Idee dazu hatte - ihr Vater.

Mirela Pejic, Straßenbahnfahrerin: "Eigentlich war das ganz spontan. Mein Vater hat in der Zeitung gelesen, dass sie neue Fahrer suchen und er hat gemeint, weil ich so gerne fahre, soll ich mich da mal bewerben und das habe ich dann auch getan."

Seit vier Jahren sitzt sie jetzt am Steuer und hebt den Frauenschnitt von 15 Prozent unter den Straßenbahnerinnen ein wenig an.

wien.at-TV: "Können Frauen genauso gut Autofahren und U-Bahn-Fahren?"

Passant: "Ja, schon ganz gut. Sehr sehr gut."

Passant: "Sicher ist hier die Routine bei Frauen eine geringere als bei Männern. Ich fahre 55 Jahre Auto. Ich glaube, mit der Zeit, wenn Frauen mehr fahren, hat das eine gute Auswirkung auf die Sicherheit des Straßenverkehrs."

Im Vorjahr haben die Wiener Linien insgesamt 57 neue Fahrerinnen aufgenommen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist hier ganz klar.

Mirela Pejic, Straßenbahnfahrerin: "Ich kann mich nicht beklagen. Ich mag den Job, ich mag die Zeiten, es gefällt mir einfach. Und mit den Kollegen kommen wir auch gut zurecht. Und wenn es noch Gentlemen sind, die uns ein bisschen helfen, ist das natürlich auch nicht schlecht."

Passantin: "Jede Frau ist gut - Straßenbahn, U-Bahn. Gut. Alle Frauen."

Passant: "Ich finde das sehr gut. Auch in die Politik gehören mehr Frauen. Ich bin für die Frauen."

Mirela Pejic, Straßenbahnfahrerin: "Ich glaube, heutzutage ist das nicht mehr so etwas Besonderes. Mittlerweile gibt es genug Frauen, die auch Straßenbahn fahren."

Manchen ist es auch schlichtweg egal.

Passant: "Es tangiert mich peripher."

Passantin: "Ja. Warum nicht? Sicher. Haben das gleich Recht wie alle anderen."

Mirela Pejic, Straßenbahnfahrerin: "Ab und zu gibt es schon Leute, die sich noch wundern oder das als etwas Besonderes empfinden. Aber mittlerweile ist es ganz normal für mich."

Frauen auf sogenannte untypische Berufe aufmerksam machen, möchte der Wiener Töchtertag am 26. April. Bleibt zu hoffen, dass es untypische Berufe irgendwann gar nicht mehr gibt.

wien.at-TV: "Das heißt, Sie steigen auch bei einer Frau gerne in die U-Bahn, oder nicht?"

Passant: "Freilich, das ist kein Unterschied. Gibt es Leute, die das bezweifeln?"

Wien radelt zur Arbeit

Mona Müller, wien.at-TV: "Auf den öffentlichen Verkehr und aufs Auto sollen Sie bei der Aktion Österreich radelt zur Arbeit verzichten. Bereits zum zweiten Mal geht die Aktion über die Bühne und auch Sie sind dazu aufgerufen, mit Ihren KollegInnen aufs Rad zu steigen und das Auto stehen zu lassen. 6.000 RadlerInnen waren in Österreich im vergangenen Jahr unterwegs, heuer sollen es noch mehr werden. Anmelden können Sie sich schon jetzt."

Wien will radln, und zwar zur Arbeit, und zwar mit Ihnen. Dazu brauchen Sie ein bis vier ArbeitskollegInnen, mit denen Sie ein Team bilden wollen. Und dann werden am Weg zur Arbeit Kilometer gesammelt. Gestartet hat diese Aktion bereits im Vorjahr.

Andrea Weninger, Veloviele Rosinaks: "Wir hatten, glaube ich, im Büro vier oder fünf Teams. Und wir waren ein 4er-Team, die 'Velovielen Rosinaks' waren das. Also der Firmenname musste dabei sein und 'veloviel', weil wir viel Fahrradfahren."

Die Velovielen Rosinaks sind natürlich auch heuer wieder dabei.

Martin Blum, Wiener Radverkehrsbeauftragter: "Man kann sich übers Internet für diese Aktion anmelden: www.radeltzurarbeit.at. Da kann man dann täglich seine gefahrenen Kilometer von und zur Arbeit eintragen."

Felix Beyer, Veloviele Rosinaks: "Auch an Tagen, wo es nicht so schön war, habe ich mich doch durch die Aktion dazu ermutigt gefühlt, trotzdem zu fahren. Um dem Teamgeist zu dienen und eben Kilometer beizutragen."

Martin Blum, Wiener Radverkehrsbeauftragter: "Das Schöne daran ist, die Arbeitskollegen motivieren sich selbst mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen, denn es gibt dann oftmals im Unternehmen, im Betrieb so kleine Wettbewerbe, wer am meisten mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt."

Felix Beyer, Veloviele Rosinaks: "Dieser Wettbewerbsgedanke, der spielt auf jeden Fall auch eine Rolle und man will auf jeden Fall gewinnen. Was leider nicht geklappt hat."

Ein Grund mehr, heuer mitzuradln. Jeden Tag verlost das Radl-Lotto viele Preise wie etwa Fahrradschlösser, Helme oder auch Fahrräder.

Felix Beyer, Veloviele Rosinaks: "Ein Fahrradanhänger wäre gut. Ja, den konnte man letztes Jahr gewinnen und der sah nicht schlecht aus."

Martin Blum, Wiener Radverkehrsbeauftragter: "Im letzten Jahr hat es einen tollen Effekt gehabt, nämlich, dass viele Leute dazu motiviert wurden, mit dem Fahrrad in die Arbeit zu kommen."

Felix Beyer, Veloviele Rosinaks: "Wir haben jetzt auch einiges getan im Büro für den Radverkehr, mehr Abstellanlagen."

Andrea Weninger, Veloviele Rosinaks: "Und Kilometergeld kann man steuerlich absetzen, wenn man auf Dienstreise mit dem Fahrrad geht."

Im Mai startet die Aktion. Bis dahin können Sie sich und Ihr Team online anmelden, außerdem sich selbst und der Umwelt Gutes tun…ja, und gewinnen.

Andrea Weninger, Veloviele Rosinaks: "Wir haben uns für heuer vorgenommen, dass wir mehr radeln. Nachdem auch niemand auf Urlaub sein wird, wie letztes Jahr - letztes Jahr war es ja im Juni, heuer ist die Aktion im Mai - das heißt, wir werden auf jeden Fall mehr Kilometer radeln und wir wollen etwas gewinnen heuer."

Martin Blum, Wiener Radverkehrsbeauftragter: "Das ist auch das Ziel bei der Kampagne: möglichst viele auf eine positive Art und Weise dazu zu motivieren, mit dem Fahrrad zu fahren."

Mona Müller, wien.at-TV: "Abgesehen von der Anmeldung finden Sie auf der Homepage viele wertvolle Tipps rund ums Radfahren. Mit hoffentlich viel Lust aufs Radfahren und viel Sonnenschein verabschiede ich mich jetzt und freue mich, wenn sie auch kommende Woche wieder zusehen. Bis dahin eine schöne Zeit, bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."

Tipp

Für Freunde des Hauptbahnhofs gibt es am 21. April Grund zum Feiern - aber auch für alle anderen. Zwischen 14 und 19 Uhr gibt es ein ((buntes Programm,,http://www.wohnservice-wien.at/home/informationen/293)) und Infos über den dortigen Wohnbau. Busführungen zu den neuen Stadtentwicklungsgebieten und Informationsstände beantworten alle Fragen zum neuen Sonnwendviertel. Treffpunkt: Bauplatz Sonnwendviertel.