Varroa-Milbe bedroht Bienenbestand

Produktionsdatum:

2012


Erstausstrahlung:

23.03.2012


Copyright:

Stadt Wien


Seit drei Jahrzehnten wütet in Europa eine kleine Milbe und bedroht die heimischen Bienenvölker. Die neue thermische Behandlung hilft Imkerinnen und Imkern dabei die Milbe zu bekämpfen.

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Mona Müller, wien.at-TV: "Wir bleiben beim Leben und beim Sterben. 'Wenn die Bienen verschwinden, so hat der Mensch noch etwa vier Jahre zu leben' - das soll bereits Albert Einstein gesagt haben. Seit drei Jahrzehnten wütet in Europa eine kleine Milbe und bedroht die heimischen Bienenvölker. Wie sich diese kleine Milbe in Bienenstöcke einschleicht und wie mit einer neuen Behandlung dieser Milbe Einhalt geboten werden kann, das erfahren Sie jetzt."

Wolfgang Wimmer, Ecodesign Company: "Die Biene ist die Grundlage für die Bestäubung und die Bestäubung ist die Voraussetzung für die Produktion von Nahrungsmitteln."

Wolfgang Wimmer, Ecodesign Company: "Wir sind alle aufgerufen unser Möglichstes zu tun, damit es den Bienen gut geht."

Wolfgang Wimmer, Ecodesign Company: "Es kann und darf nicht sein, dass die Biene ausstirbt. Es geht dabei nicht um den Honig, Sie können Honig jederzeit importieren. Es geht ausschließlich um die Bestäubungsleistung."

Grund genug, die Feinde der Bienen zu bekämpfen. Feind Nummer eins ist die Varroa-Milbe, in den 80ern aus Asien eingeschleppt, schädigt sie die heimischen Bienenvölker enorm. Die sogenannte 'thermische Behandlung' ist eine neue Art, den kleinen Saugern an den Kragen zu gehen.

Wolfgang Wimmer, Ecodesign Company: "Ein Teil der Milben sitzt auch auf adulten Bienen an, aber der Großteil - und wir sprechen hier von 80 Prozent - der Milben befinden sich in der verdeckelten Bienenbrut. Wenn wir hier das Bienenjahr vielleicht kurz aufzeichnen und hier mit März beginnen und wir davon ausgehen, dass zum Beispiel im Februar in etwa 100 Milben im Volk sind, dann sind das im März schon 200. Sie verdoppeln sich jedes Monat, um genau zu sein. Im Juli ist so der Zeitpunkt, wo der Imker, die Imkerin gerne den Honig ernten würde. Bis dahin hat man bisher nichts machen können."

Hier kommt jetzt die thermische Behandlung zum Einsatz. Die verdeckelte Wabe kommt in das Gerät und wird dort zwei Stunden lang erwärmt. Der Biene ist das einerlei, der Milbe nicht: Sie stirbt. Dadurch kann bereits im April der Bestand des Bienenvolkes und der Honigernte gesichert werden.

Wolfgang Wimmer, Ecodesign Company: "An zehn Standorten in Österreich kann man sich dieses Gerät mieten und damit können auch kleine oder Kleinst-Imker und -Imkerinnen die Vorteile der thermischen Varroa-Bekämpfung für sich und ihre Bienen nutzen."

Die thermische Behandlung ist neben der chemischen Bekämpfung und biologischen Methoden eine weitere Form zur Sicherung der heimischen Bienen.