Beschwerden gegen sexistische Werbung

Produktionsdatum:

2012


Erstausstrahlung:

24.02.2012


Copyright:

Stadt Wien


Die Werbewatchgroup nimmt Beschwerden zu sexistischer und diskriminierender Werbung entgegen.

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Mona Müller, wien.at-TV: "Im passenden Umfeld haben Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Monika Vana von den Grünen sowie Medienwissenschaftlerin Ulli Weish die neue Werbewatchgroup vorgestellt. Zwischen den Bildern zur aktuellen Ausstellung 'Beauty Contest' im MUSA haben wir erfahren, wie Sie Ihren Unmut zu sexualisierter Werbung kund tun können - sofern Sie das möchten. Sehen Sie im Beitrag auch die Bilder zur aktuellen Ausstellung, die das Streben des Menschen nach Schönheit unter die Lupe nehmen will."

Ulrike Weish, Werbewatchgroup: "Die Werbewatchgroup ist eine Beschwerdeplattform, wo sich Menschen, denen im Alltag sexistische Werbung aufstößt, wo sie sich ärgern, wo sie sich diskriminiert fühlen oder abgewertet fühlen oder schlichtweg wo es völlig unpassend ist, ihre Beschwerde deponieren können."

Sandra Frauenberger, Stadträtin für Frauenfragen und KonsumentInnenschutz: "Dann hat die Watchgroup nicht nur die Aufgabe, das aufzunehmen sondern die Watchgroup macht das dann auf der einen Seite sichtbar, sensibilisiert. Und das ist das, wo wir auch Bewusstseinsarbeit machen wollen. Natürlich wird dann diese Beschwerde auch weitergeleitet."

Ulrike Weish, Werbewatchgroup: "Zum Beispiel, was meinen StudentInnen sehr häufig untergekommen ist, ist diese Skinny-Werbung, wo eine junge, nette Lady in der Früh ihr Frühstück zubereitet, sie hat dabei eine Banane im Mund. Blöderweise ist genau die Boxershorts von ihrem Lover so im Blick, dass es sich leider nicht vermeiden lässt, ununterbrochen an Fellatio zu denken."

Sandra Frauenberger, Stadträtin für Frauenfragen und KonsumentInnenschutz: "Auf der anderen Seite gibt es auch Studien, die mittlerweile nachweisen, dass, wenn jetzt sexistische Werbung verwendet wird um ein Produkt, wo es überhaupt keinen Zusammenhang gibt zwischen dem Körper und dem Produkt - jetzt sag ich: Elektrogerät und laszive Frau - deshalb sich nicht besser verkauft."

Ulrike Weish, Werbewatchgroup: "Wenn Sie zum Beispiel auf der Straße gehen und mit dem Handy dann ein Plakat abfotografieren oder eine Wurfsendung abfotografieren, stellen Sie sich das auf Ihren Desktop und dann verknüpfen Sie es mit dem Beschwerdeformular, dann haben wir es."

Sandra Frauenberger, Stadträtin für Frauenfragen und KonsumentInnenschutz: "Die erschütterndste Geschichte an der Sache ist, dass wir halt auch sehen, dass genau solche Bilder, solche Werbungen einen enormen Einfluss haben auch auf psychische Erkrankungen von Frauen. Sei es jetzt die Depression, sei es jetzt in irgendeiner Form eine Magersucht-Erkrankung."

Ulrike Weish, Werbewatchgroup: "Leute, die sozusagen eher eine Distanz zum Gerät haben, können einmal auch nur den Namen des Werbetreibenden und wo sie es gesehen haben, mit einer Beschreibung, eingeben. Dann können wir auch versuchen, wenn es halbwegs konkret ist, diese Dinge aufzufinden."

Ulrike Weish, Werbewatchgroup: "Auf neun nackte Frauen kommt ein nackter Mann. Sie kommen. Und auch eben die Art von Körperstörungen bei jungen Männern kommen auch.

Mona Müller, wien.at-TV: "Die Ausstellung im MUSA läuft noch bis 26. Mai."