wien.at-TV - Aktuelle Sendung vom 18. Februar 2011

Produktionsdatum:

2011


Erstausstrahlung:

18.02.2011


Copyright:

Stadt Wien


Folgende Themen erwarten Sie in dieser Sendung. Eine Gesetzesnovelle bietet nun noch mehr Schutz für Fiakerpferde. Seit gut einem Jahr ist das Linienservice in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, wir haben ein Team begleitet und das psychiatrische Angebot für Kinder und Jugendliche wird ausgebaut.

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David Settelmaier, wien.at-TV: "Hallo bei einer neuen Ausgabe von wien.at-TV - dem Programm direkt aus der Stadt. Ich freue mich, dass Sie zusehen und beginne die Sendung gleich mit einem Themenüberblick:"

Fiaker - mehr Schutz für Pferde
Linienservice - unterwegs mit den Gelbwesten
Psychiatrie - mehr Angebote für Kinder und Jugendliche

Fiaker

David Settelmaier, wien.at-TV: "Sie prägen das Stadtbild wie der Stephansdom oder das Riesenrad: die Fiaker. Sie sorgen aber auch für hitzige Diskussionen in Sachen Tierschutz. Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou und Tierschutzstadträtin Ulli Sima haben deshalb jetzt eine Gesetzesnovelle vorgestellt, die die Situation der Tiere weiter verbessern soll."

Täglich drehen sie mit ihren Pferden Runden durch die Innenstadt: die Fiaker. Die rot-grüne Wiener Stadtregierung will nun das Wohl der Tiere verbessern - und zwar mit einer Novelle des Fiakergesetzes.

Maria Vassilakou, Verkehrs- und Planungsstadträtin: "Es gibt 40 Unternehmen in Wien, 200 Kutschen, die im Einsatz sind. Die überwiegende Mehrheit hält sich an die Bestimmungen, aber es gibt leider auch einige schwarze Schafe. Und uns war es immens wichtig hier sicherzustellen, dass Tierquälerei in Wien keinen Platz hat."

Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt: "Seit einigen Monaten arbeiten wir an einer Novelle zu diesem Gesetz. Aus dem Grund, dass wir einfach wissen, dass wir zwar besser geworden sind in diesem Bereich, aber doch einige Punkte noch offen sind, wo wir wirklich noch nachjustieren wollten. Damit eben die Tiere im Fiakerbereich auch wirklich in der Stadt gut und noch besser geschützt werden. Und damit wir uns bei den Kontrollen auch leichter tun, das wirklich nachzuvollziehen, was tatsächlich passiert."

Die jährliche Konzessionsprüfung soll künftig verschärft werden. Bei ihr werden Tier, Gespann und Fiaker genau unter die Lupe genommen.

Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt: "Da muss man einfach alles, was man hat, mitbringen: alle Pferde, alle Kutschen, alle Geschirre, alle Gestelle. Damit wir einmal einen Gesamtüberblick haben und jedem Fiaker auch tatsächlich alles zuordnen können, mit der neuen Fahrgestellnummer, mit den gechippten Pferden. Und damit man dann auch bei der Standplatzvergabe, auch bei den weiteren Kontrollen, tatsächlich auch schauen kann: Wie werden die Pferde eingesetzt?"

Neben der Konzessionsprüfung soll eine Reihe anderer Maßnahmen den Schutz der Pferde sicherstellen.

Maria Vassilakou, Verkehrs- und Planungsstadträtin: "Was aber darüber hinaus wichtig ist, ist, dass ein Fahrtenbuch mitzuführen sein wird, in dem genauestens die Fütterungszeiten und die Ruhezeiten der Pferde eingezeichnet sind. Dass es eine Art fest montierte Nummerntafel geben wird, für jede Kutsche. Und dass wir mit einer neuen Regelung durch rote und grüne Tage an den Standplätzen sicherstellen, dass jede Kutsche nur an einem Tag steht und danach immer ein Tag Ruhezeit folgt."

Die Kontrollen werden weiterhin von der Polizei, dem Veterinäramt und dem Amt für rechtliche Verkehrsangelegenheiten durchgeführt. Der Trend in den vergangenen Jahren war jedenfalls positiv.

Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt: "Wir haben im letzten Jahr 2010 28 Anzeigen gehabt und im Jahr davor waren es noch 72, bei der gleichen Kontrolldichte. Das heißt, man sieht, es hat sich schon etwas verbessert. Und unser gemeinsames Ziel ist es einfach, dass wir irgendwann null Anzeigen haben, weil alles wirklich gut funktioniert."

Wiener Linienservice

David Settelmaier, wien.at-TV: "Seit etwas mehr als einem Jahr ist das Linienservice in Bim, Bus und U-Bahn unterwegs. Die Mitarbeiter in den gelben Westen geben Informationen, kontrollieren Fahrscheine und sorgen für die Einhaltung der Hausordnung. Wir haben ein Team bei der Arbeit begleitet."

Das sind Susanne Holzmann und Gabriele Kainz. Sie machen sich gerade auf den Weg zur U2, die ist heute ihr Arbeitsplatz. Die beiden arbeiten für das Linienservice der Wiener Linien.

Susanne Holzmann, Wiener Linienservice: "Man wird von den Leuten angesprochen, Wegbeschreibungen, Fahrkarten-Info, Kontrollieren, ob die Zug-Notstopps plombiert sind, das machen wir. Entwerter überprüfen, Fahrscheinautomaten überprüfen, verschmutzte Züge. Die Reinigung wird dann informiert von unserer Dienststelle, die wir verständigen. Glasbrüche, also alles. Wir sind Mädchen für alles."

80 Frauen und Männer zählt das Linienservice. Im vergangenen Jahr absolvierten sie mehr als 33.000 Einsätze.

Gabriele Kainz, Wiener Linienservice: "Bis Praterstern…"

Fahrgast: "…und dann gehe ich zu Fuß."

Gabriele Kainz, Wiener Linienservice: "Ja."

Susanne Holzmann, Wiener Linienservice: "Wir sind wie ein Informationsbüro. Wie eine Informationsstelle, mobil. Also, die Leute kommen zu uns, egal wo sie hin wollen, wir haben immer den Plan mit. Also, wir können ihnen jedes Gasserl raussuchen, wo sie hin wollen."

Auch das Kontrollieren von Fahrscheinen gehört zum Job. Dafür brauchen die Mitarbeiter eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl.

Susanne Holzmann, Wiener Linienservice: "Wir haben jahrelange Erfahrungen schon. Also wir beide sind schon 16 Jahre im Betrieb, also du musst schon Erfahrung mitbringen und das Fingerspitzengefühl, das kommt dann mit den Jahren. Aber es macht uns Spaß. Und solange es einem Spaß macht, kommt es auch gut rüber."

Bei den Fahrgästen kommen die Mitarbeiter in den gelben Westen jedenfalls gut an.

Fahrgast: "Wenn es funktioniert. Ich finde es auch toll, diese Leute, die in der U-Bahn weggeschmissenen Zeitungen zum Beispiel aufheben."

Fahrgast: "Na das finde ich sehr okay. Vor allem bin ich noch gewohnt, dass in jeder Straßenbahn zum Beispiel außer dem Fahrer noch jemand zweiter war, den man unter Umständen was fragen kann. Ich weiß nicht, ob das bei denen geht, wenn ich sie frage, wie ich wo hin komme. Aber jedenfalls eine gewisse Kontrolle, dass manches vielleicht nicht passieren kann."

Fest steht: für Holzmann und Kainz ist kein Tag wie der andere. Und das ist auch gut so.

Susanne Holzmann, Wiener Linienservice: "Die Vielfältigkeit. Weil es nicht nur Kontrolle ist. Wir können uns Zeit nehmen für die Fahrgäste. Wenn jetzt ein altes Mutterl über die Straße muss, wir können's rüber begleiten. Also das, ja."

David Settelmaier, wien.at-TV: "Und bei den Wienern kommen Linienservice und Reinigungsservice gut an. In einer Umfrage sprachen sich unlängst 97 Prozent der Befragten für die Beibehaltung der beiden Truppen aus."

Psychiatrie

David, Settelmaier, wien.at-TV: "Wenn es um psychiatrische Angebote für Kinder und Jugendliche geht, nimmt Wien österreichweit eine Vorreiterrolle ein. Eine Reihe von Neuerungen soll das Angebot nun noch weiter verbessern."

Wenn es um das geistige Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen geht, setzt die Stadt Wien auf den Ausbau der bisherigen Angebote. So sind in den vergangenen Jahren die psychiatrischen Abteilungen für Kinder- und Jugendliche im AKH und am Rosenhügel massiv erweitert worden. Im künftigen Krankenhaus Nord soll eine dritte Abteilung entstehen. Denn bei der Behandlung von jungen Menschen ist besondere Sensibilität gefragt.

Susanne Drapalik, Wiener Krankenanstaltenverbund: "Es ist so, dass bis vor einiger Zeit es nur ein Fach 'Psychiatrie' gab. Seit ungefähr zwei Jahren gibt es ein eigenes Fach für 'Kinder- und Jugendpsychiatrie'. Das heißt, auch von der Universität her wurde dem Rechnung getragen. Ganz einfach, weil Kinder eine andere Zuwendung, eine andere Behandlung und auch eine andere Medikation benötigen."

Die Früherkennung von psychischen Problemen ist ganz besonders wichtig. Oft werden diese nämlich durch Aggressionen, Lernprobleme oder Unruhe ausgedrückt.

Susanne Drapalik, Wiener Krankenanstaltenverbund: "Es ist ganz wichtig, dass man sein Kind beobachtet. Dass, wenn irgendwelche Auffälligkeiten sind, das dem behandelnden Kinderarzt, Hausarzt berichtet, der meist die Familie ja gut kennt und in weiterer Folge es dann einer Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder auch einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie zuweisen kann."

Das psychische Wohlbefinden von jungen Menschen findet in den vergangenen Jahren immer mehr Aufmerksamkeit.

Susanne Drapalik, Wiener Krankenanstaltenverbund: "Ich glaube, es liegt daran, dass wir weitaus mehr Augenmerk auf psychische Veränderungen der Kinder in den letzten Jahren gerichtet haben, viel sensibler dafür geworden sind."

Aus diesem Grund wird das psychiatrische Angebot der Stadt stetig ausgebaut. Und darauf können sich sowohl Eltern, als auch Kinder verlassen.

Susanne Drapalik, Wiener Krankenanstaltenverbund: "Ich glaube, dass wir in Wien auf sehr guten Beinen stehen. Wien ist anders. Wir reagieren immer sehr flott auf Veränderungen. Das heißt, wir haben hier ein sehr gutes - auch international und national gesehen - Angebot in Wien für unseren kleinen Patientinnen und Patienten."

David Settelmaier, wien.at-TV: "Soweit das Neueste aus Wien. Ich bedanke mich fürs Zusehen und verabschiede mich mit einem Veranstaltungstipp. Bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."

Veranstaltungstipp

Unter dem Motto "Erneuern um zu wachsen" veranstaltet die Wirtschaftskammer am 3. März den E-Day 2011. Dabei werden die neuesten Trends in der Informationstechnologie und im E-Business vorgestellt.