wien.at-TV: Aktuelle Sendung vom 5. Februar 2010
wien.at-TV bietet Ihnen das Wichtigste aus Ihrer Stadt, wöchentlich wechselnde Schwerpunkt-Themen sowie Informationen zu Veranstaltungen, Service-Themen und Unterhaltung. Zu empfangen ist die Sendung online auf wien.at sowie auf W24, von Montag bis Sonntag um 9.15, 14.30 und 20 Uhr, im Wiener Kabelnetz.
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- Beitrag 1: Eisvogel - Eisbrecher auf der Donau, 3 Minuten 9 Sekunden (etwa 9,1 MB)
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- Beitrag 2: Das Heizungsmuseum Wien im 12. Bezirk, 2 Minuten 49 Sekunden (etwa 8,2 MB)
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- Beitrag 3: Mediengespräch des Bürgermeisters: Volksbefragung - Wien will’s wissen, 2 Minuten 37 Sekunden (etwa 7,6 MB)
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Mona Müller, wien.at-TV: "Hallo bei wien.at-TV. Ich freue mich, dass Sie bei neun Minuten Wien dabei sind. Zunächst ein Themenüberblick: Eisbrecher - unterwegs im Hafengebiet; Brennpunkt - ein heiße Ausstellung; Volksbefragung - ein letzter Überblick
- Eisvogel - Eisbrecher auf der Donau
- Mona Müller, wien.at-TV: "Wenn es in Wien über einen längeren Zeitraum so richtig kalt ist, kommt die Zeit für den Eisvogel. Ein 55 Jahre altes Schiff bricht im Wiener Hafen die Eisdecke der Donau und ermöglicht so den ungehinderten Schiffsverkehr. Wir haben eine Runde Eisbrechen mitgedreht."
Wenn es der Donau zu kalt wird, gefriert sie einfach und dann tritt der Eisvogel in Aktion.
Rudolf Mutz, Hafen Wien: "Unser Eisbrecher ist dafür gerüstet, dass er Eisstärken bis zu 60 Zentimeter, die bei uns im Hafen hier auftreten können, entfernen kann."
Wolfgang Steindl, Kapitän am Eisvogel: "Ja, wenn man den Eisvogel so in der Gesamtheit betrachtet, nimmt man es nicht unbedingt wahr, dass das ein Eisbrecher ist. Normalerweise werden sechs Millimeter Stahl im Schiffsbau verwendet, hier bei unserem Eisvogel sind das zwölf Millimeter und die Längs- und die Querbanden, also die Verstrebungen, sind näher aneinandergerückt. Dadurch ist das Ganze stabiler und kann eben, wie gesagt, bis zu 60, 70 Zentimeter dickes Eis brechen."
Ab minus sechs Grad frieren die Fahrrinnen der Hafenbecken innerhalb eines Tages zu. Damit der Schiffverkehr trotzdem ungehindert funktioniert, bricht der Eisvogel die Eisschicht auf.
Rudolf Mutz, Hafen Wien: "Insgesamt kommen in etwa 250 bis 350 Schiffe in der Wintersaison bei uns in den Hafen und dafür müssen wir gerüstet sein."
Wolfgang Steindl, Kapitän am Eisvogel: "Von der Eisstärke her habe ich persönlich schon 40 Zentimeter erlebt. Ist aber schon eine mühsame Geschichte. Also, man fährt mit voller Kraft in das Eis, kommt so circa 100 Meter, kommt dann langsam zum Stillstand, muss wieder zurücksetzen, neu Kraft holen oder neuen Anlauf nehmen, und fährt wieder rein. Und so versucht man dann, sukzessive das gesamte Hafenbecken eben aufzubrechen."
Wolfgang Steindl, Kapitän am Eisvogel: "Von vielen km/h kann man da nicht sprechen - von viel Kraft, von viel Kraft."
36 Tonnen Stahl und 520 PS ackern sich im Schritttempo durch das Eis. Hin und wieder muss allerdings Halt gemacht werden.
Wolfgang Steindl, Kapitän am Eisvogel: "Das ist immer wieder, dass etwaige Möwen oder Schwäne auf dem Eis angefroren sind. Die werden dann natürlich von der Mannschaft gerettet, weil wir ein sehr tierfreundlicher Betrieb sind."
Mona Müller, wien.at-TV: "Und was machen die, wenn Sie nicht vorbeikommen?"
Wolfgang Steindl, Kapitän am Eisvogel: "Dann werden sie irgendwann einmal verhungern."
Ein bis zwei Stunden pro Hafenbecken braucht der Eisvogel, um die Fahrtrinnen eisfrei zu machen.
In den warmen Monaten ist das Schiff dann auf Sommerfrische.
Rudolf Mutz, Hafen Wien: "Im Sommer verwenden wir dieses Schiff für Wirtschaftsdelegationen für Rundfahrten im Hafenareal. Aber wir stellen es fallweise auch der Bevölkerung für Fahrten auf der Donau und im Hafen zur Verfügung, um unser Unternehmen bekannter zu machen und um der Bevölkerung auch näher zu bringen, was hier bei uns an wertvoller, wichtiger Arbeit für den Wirtschaftsstandort Wien gemacht wird." - Das Heizungsmuseum Wien im 12. Bezirk
- Mona Müller, wien.at-TV: "Von der Kälte machen wir jetzt einen Sprung zur Hitze. Unter dem Namen 'Brennpunkt' hat das ehemalige Heizungsmuseum im 12. Bezirk seine Türen geöffnet und erwartet die Besucher mit viel Charme und unerwarteten Geschichten."
Brandneu zeigt sich das ehemalige Heizungsmuseum im 12. Bezirk. Unter dem Namen 'Brennpunkt' zeigt das Museum die vielen Facetten des Heizens. Und das ist sehr viel interessanter, als es vielleicht klingen mag.
Reinhard Indrak, Das Heizungsmuseum Wien: "Wir wollen vor allem die sozialen Geschichten, die hinter den Exponaten stecken, beleuchten und den Leuten nahe bringen."
Reinhard Indrak, Das Heizungsmuseum Wien: "Ja, soziale Geschichten, wie wir hier im Hintergrund sehen. In den früheren Zeiten, sogar noch bis in die 40er, 50er, 60er Jahre waren in Wien Substandardwohnungen. Dusche oder Badezimmer war daher Luxus. Wenn sich jetzt diese Leute waschen oder duschen wollten, oder baden, dann waren sie gezwungen, um ein paar Groschen in ein Wannen- oder Brausebad zu gehen und dort dann die Körperhygiene zu betreiben."
Das Tröpferlbad ist längst nicht alles. Etwa 250 Exponate heizen die Stimmung im Museum an. So auch dieser Kessel, der früher einmal das Palmenhaus Schönbrunn erwärmt hat…
Reinhard Indrak, Das Heizungsmuseum Wien: "Wir mussten ihn leider abschneiden, weil wir ihn als Ganzen nicht hier rein gebracht hätten."
… oder dieser restaurierte Kessel, der auf der damaligen Baumgartner Höhe gebrannt hat…
Reinhard Indrak, Das Heizungsmuseum Wien: "Vor diesem Kessel knien wirklich manchmal Schüler nieder, und sagen, dieser Kessel ist heilig, weil Rapid drauf steht."
… oder auch diese Wiener gasbetriebene Kaffeemaschine, die bei der Weltausstellung in Paris 1937 den ersten Preis gemacht hat.
Reinhard Indrak, Das Heizungsmuseum Wien: "Damit wir Wiener nicht vergessen, woher wir den Kaffee haben, heißt die Kaffeemaschine Mustafa."
Wer mehr davon will, geht am besten selber in die Ausstellung. Möglich ist das sonntags bis mittwochs. Kostenlose Führungen gibt es jeweils um 10.30 Uhr und um 13.30 Uhr. Genaue Öffnungszeiten finden Sie online unter www.heizungsmuseum.at.
Reinhard Indrak, Das Heizungsmuseum Wien: "Wir haben aber auch viele interaktive Spiele sozusagen für unsere jungen Besucher, endlich, damit wir auch diese herlocken können. Wie zum Beispiel hier: Wer baut das bessere Haus? Mittels zwei Touchscreens können zwei Besucher in einem Wettstreit antreten und sozusagen ein Haus entwerfen."
Mit einem Blick in die Zukunft verlassen die Besucher die Ausstellung am Ende.
Die Ausstellung ist übrigens saisonal geöffnet, das heißt, nach der kalten Jahreszeit im Mai müssen Interessierte dann mit ihrem Besuch wieder bis Oktober warten. - Mediengespräch des Bürgermeisters: Volksbefragung - Wien will’s wissen
- Mona Müller, wien.at-TV: "Wir haben bereits in den vergangenen Wochen rund um das Thema 'Volksbefragung' berichtet. Jetzt haben wir noch einmal einen letzten Überblick für Sie, bevor es Ernst wird."
Haben Sie Ihre Stimmkarte bereits abgeschickt und damit von der Briefwahl Gebrauch gemacht? Oder gehen Sie erst vom 11. bis 13. Februar in eine der rund 110 Annahmestellen?
Mona Müller, wien.at-TV: "Werden Sie jetzt zur Volksbefragung gehen von 11. bis 13. Februar?"
Passant: "Müsste ich schauen, wo es ist."
In allen magistratischen Bezirksämtern, in vielen Amtshäusern können rund 1,1 Millionen stimmberechtigte Wiener Stellung nehmen.
Sandra Frauenberger, Stadträtin für KonsumentInnenschutz und Personal: "Auf der anderen Seite haben wir uns auch Verkehrsknotenpunkte und Einkaufszentren vorgenommen, wo viele Menschen sind und wo wir die Möglichkeit schaffen wollen, dass man auch seine Stimmkarte abgeben kann."
Eine genaue Liste der Standorte finden Sie unter www.wahlen.wien.at.
Mona Müller, wien.at-TV: "Werden Sie zur Volksbefragung gehen?"
Passantin: "Ja, auf jeden Fall."
Passantin: "Ja, 100 Prozent. Auch wenn keine Kamera dabei wäre, würde ich das sagen."
Wenn Sie Ihre Stimmkarte nicht bekommen oder schon wieder verloren haben, können Sie ein Duplikat beantragen.
Sandra Frauenberger, Stadträtin für KonsumentInnenschutz und Personal: "Das Wichtigste ist, wenn man jetzt zum Beispiel vergessen hat, zu unterschreiben, und die Lasche noch mal aufreißt, unterschreibt und dann die Lasche wieder zuklebt - das ist gar kein Problem. Das ist durchaus möglich, da braucht man nicht gleich ein Duplikat. Wenn man sich jetzt wirklich komplett vertan hat und es vielleicht sogar zerrissen hat, dann kann man auch hergehen und kann ein Duplikat anfordern. Das kann man bis zum 10. schriftlich machen - per E-Mail oder auch in einem kurzen Schreiben, oder man geht bis zum 13. zu der zuständigen Wahlbehörde im Bezirk und besorgt sich dort ein Duplikat."
Mona Müller, wien.at-TV: "Die Volksbefragung, die jetzt dann ist, wissen Sie, dass die ist?"
Passant: "Ja, ich weiß es."
Mona Müller, wien.at-TV: "Gehen Sie hin?"
Passant: "Bitte?"
Mona Müller, wien.at-TV: "Ob Sie hingehen?"
Passant: "Nein."
Wenn Sie Ihre Wohnung - egal aus welchen Gründen - nicht verlassen können, kommt die mobile Annahmestelle zu Ihnen und holt Ihre Stimme ab.
Erste Ergebnisse zur Wahlbeteiligung gibt es am Abend des 13. Februars.
Sandra Frauenberger, Stadträtin für KonsumentInnenschutz und Personal: "Wir werden am 13. nach Schließen der letzten Annahmestellen um 18 Uhr gleich beginnen einmal mit der Beteiligungsauszählung. Da muss man aber bedenken, dass wahrscheinlich viele Wienerinnen und Wiener die Möglichkeit der Briefwahl in Anspruch nehmen werden. Das heißt, eine wirkliche Beteiligung, unabhängig von den Annahmestellen, werden wir nicht vor, sage ich einmal, 15 Uhr am 15. haben."
Mona Müller, wien.at-TV: "Wann ist es dann wirklich ganz konkret, dass man sagen kann, okay, da ist es dann fix?"
Sandra Frauenberger, Stadträtin für KonsumentInnenschutz und Personal: "Am 21. kommen noch einmal Briefwahl-Kuverts zur Auszählung und am 24. wird die Stadtwahlbehörde tagen und wird das Ergebnis feststellen."
Mona Müller, wien.at-TV: "Damit verabschiede ich mich von Ihnen, schön dass Sie mit dabei waren und bis zum nächsten Mal bei wien.at-TV."
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