ECLAS Wien 1998 (Kongress)
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European Conference of Landscape Architecture Schools
Vom 17. bis 20. September 1998 wurde im Wiener Rathaus ein internationaler Kongress zum Thema "Städtische Freiräume und Stadt-Regionen: Die Stadt als Ressource für Lehre und Forschung in der Landschaftsplanung" durchgeführt. An diesem Kongress nahmen 128 TeilnehmerInnnen aus 16 Nationen teil.
Es handelt sich dabei um eine europaweite Verbindung von Universitäten und Hochschulen, die mit Landschaftsplanung befasst sind und die auch über die Grenzen der EU hinausgeht. So schließt sie auch die Ausbildungsstätten in den europäischen und Nicht-EU-Staaten mit ein.
80 Prozent der europäischen Bevölkerung lebt in städtischen Räumen, davon viele in Großstädten. Stadtlandschaften bilden nicht nur den Hintergrund für das Leben der meisten EuropäerInnen, sondern auch für viele Ausbildungsstätten; somit konzentriert sich auch die Forschung auf diesen Bereich. Doch in welchem Umfang werden Städte von uns tatsächlich als Ressource für die Lehre und Forschung betrachtet, und bis zu welchem Grad könnte auch die örtliche Stadt- und Regionalplanung von den Ergebnissen der Lehre profitieren? Wie stellt sich dieses Verhältnis in verschiedenen europäischen Ländern dar? Der Kongress hatte die Aufgabe, die Wechselwirkung zwischen Forschung und Lehre und der Stadtverwaltung zu diskutieren.
Veranstalter
- Magistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 18
- Technische Universität Wien, Institut für Landschaftsplanung und Gartenkunst
- Universität für Bodenkultur, Institut für Freiraumgestaltung und Landschaftspflege
Kongress
Neben der Anwesenheit von zwei Universitäten, an denen Landschaftsplanung gelehrt wird und den Agenden der Wiener Stadtverwaltung gab es noch weitere Gründe, die für Wien als geeigneten Austragungsort des Kongresses sprachen. Wien liegt an der Kreuzung zwischen den ehemaligen Ostblockstaaten und Westeuropa. Dies war eine gute Möglichkeit, Fachleute aus beiden "Teilen" zusammenzubringen. Die Organisatoren freuten sich über die Teilnahme der 128 Delegierten aus 16 Nationen.
Der Kongress war das erste offizielle ECLAS-Treffen in Wien, obwohl die österreichische Hauptstadt schon 1990 als Tagungsort für ein informelles Treffen vor der offiziellen Gründung von ECLAS diente. Der EU-Vorsitz Österreichs im zweiten Halbjahr 1998 war weiterer Anstoß, den ECLAS-Kongress 1998 in Wien zu veranstalten.
Neben den bedeutenden historischen Gärten, städtischen Freiräumen und dem Wienerwald zählt Wien zu den wenigen Städten mit eigenem Nationalpark und großen landwirtschaftlichen Anbauflächen (zum Beispiel für Wein) innerhalb der Stadtgrenze. Während der 60er und 70er-Jahre veranstaltete Wien zwei internationale Gartenschauen (WIG 1964 und WIG 1974), die zwei große neue Parks entstehen ließen, während in den 80er und 90er-Jahren bedeutende Freiräume durch großflächige wasserbauliche Projekte entstanden (Donauinsel, Marchfeldkanal). Seit dem Fall des eisernen Vorhanges 1989 erlebt Wien eine neue Welle von Wohnbauprojekten, Schulen und den zugehörigen Freiräumen, während auf der großmaßstäblichen Planungsebene versucht wurde, den um die Jahrhundertwende geplanten und teilweise verwirklichten Grüngürtel zu schließen.
Das Konferenzthema "Städtische Freiräume und Stadt-Regionen: Die Stadt als Ressource für die Lehre und Forschung in der Landschaftsplanung" zielte einerseits auf die Erforschung der Frage, wie mit dem Thema der Stadtlandschaft in der Lehre umgegangen wird, ab und andererseits inwieweit die Stadt Gegenstand der Forschung ist. Die Erörterung dieser Fragestellungen hat auf verschiedenen Ebenen wie Landschaftsplanung, Freiraumgestaltung bis hin zum Management stattgefunden. Der Ablauf der Konferenz beinhaltete zwei Tage mit Vorträgen und zwei Tage mit Exkursionen in Wien und Umgebung.
Die Vorträge (in Simultanübersetzung deutsch/englisch) wurden möglichst kurz gehalten, um die Anzahl der Beiträge zu erhöhen und mehr Zeit für Diskussionen zur Verfügung zu stellen. Die schriftliche Version der Beiträge wurde in voller Länge im Konferenz-Bericht abgedruckt. Es wurden auch Forschungsbeiträge sowie Beiträge von Studentinnen und Studenten ausgestellt.
Die weiteren Kongresse
Von 23. bis 25. September 1999 fand der Kongress mit dem Thema "Landschaftsarchitektur zwischen Konvention und Utopie" in der Technischen Universität Berlin statt.
Von 21. bis 24. September 2000 fand der Kongress zum Thema "LANDSCAPE of the future - the future for landscape architecture EDUCATION" in Dubrovnik (Kroatien) statt.
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