Ausstellung "gebaut 2010" - Architektonische Begutachtungen der MA 19
In der Ausstellung "gebaut 2010" zeigt die "Architektonische Begutachtung" 21 qualitativ hochwertige architektonische Projekte, die im Vorjahr in Wien fertig gestellt wurden. Sie wurde am 9. Juni 2011 in der Abteilung für Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) eröffnet und ist bis Juni nächsten Jahres zu sehen.
Ausstellungsdetails
- "gebaut 2010"
- Ausstellungsdauer: bis Juni 2012
- Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 15.30 Uhr
- Ort: MA 19, 12., Niederhofstraße 23, 5. Stock
- Fahrplanauskunft
Ausgestellte Projekte
Zubau - Jugendherberge - 20., Friedrich-Engels-Platz 34
Das Stammhaus der Jugendherberge, ein ehemaliges Kloster aus den 1950er-Jahren, wurde um einen zeitgemäßen Neubau erweitert. Funktionen und Nutzung sind an der Fassade ablesbar: Eingang, Lobby und vertikale Erschließung zeigen sich in offener Glasstruktur mit mäanderförmiger Endlosschleife; die Gästezimmer liegen hinter einer kompakten Alupaneel-Fassade mit horizontalen Fensterbändern.
Neubau - Einfamilienhaus - 14., Loudonstraße 74
Auf einem steil abfallenden Hang wurde dieses kompakt wirkende Einfamilienhaus mit mattschwarzer Fassade situiert. Sieben halbgeschoßig zueinander versetzte Ebenen werden durch Hangeinschnitt und Tiefhof belichtet. Ein umlaufendes Fensterband ermöglicht Austritt und Ausblick in alle Richtungen. Ein zentraler, roh belassener Stahlbetonkern trägt und erschließt den Dachbereich mit Loggia und Dachterrasse.
Aufstockung und Neubau - Wohnhaus - 12., Bonygasse 42/ Tivoligasse 21
In der Bonygasse wurde nach einem Teilabbruch ein sechsgeschoßiges Büro- und Wohnhaus errichtet. Die streng orthogonale Fassade ist mit Vor- und Rücksprüngen aus Sichtbeton und Fassadentafeln gegliedert. Der Bestand in der Tivoligasse wurde um einen zweigeschoßigen Dachkörper erweitert. Es entsteht dadurch ein Spannungsfeld zwischen historischem Erbe und Gegenwartsarchitektur.
Dachausbau - Wohnhaus - 1., Bellariastraße 10
In diesem denkmalgeschützten Haus in der Nähe der Hofburg, des Volkstheaters und des Museumsquartiers wurde das Dachgeschoß ausgebaut. Die Wohnräume sind durch Wintergärten erweitert, die durch riesige, aufklappbare Fenster noch zusätzlich vergrößert werden und somit auch als Außenbereich genutzt werden können.
Neubau - Wohnhausanlage - 3., Kaisergartengasse 8
Die Wohnhausanlage wurde in drei sechsgeschoßige stadtvillenähnliche Baukörper gegliedert. Die Bauteile sind miteinander verbunden und durch unterschiedliche Fassadenverkleidungen strukturiert, wobei auch die zweigeschoßige Sockelzone und die farblich differenzierte Dachzone an der Fassadengestaltung mitwirken. Eigengärten, Loggien und Terrassen erweitern die Wohnbereiche.
Um- und Zubau - Bürogebäude - 10., Doerenkampgasse 11
Um Gebäudehülle und Haustechnik zu modernisieren wie auch Büroflächen zu vergrößern, wurde ein Um- und Zubau realisiert, der aber die wesentlichen Strukturen des Baukörpers beibehalten hat. Die bestehende vertikal rillenförmig strukturierte Sichtbetonfassade wurde durch gedämmte Stegplatten ergänzt. Das Gebäude ist mittels Rampen an die Straße angebunden, durch eine Dachterrasse ergänzt und der Freiraum wurde neu gestaltet.
Neubau - Wohnhaus - 15., Dreihausgasse 14
Das Gebäude befindet sich angrenzend an einen Park auf einem kleinen Grundstück . Die Fassade, eine Außenhülle aus Beton, wurde wie eine Haut über die Deckenplatten gelegt und von diagonal laufenden Öffnungen, die innen unterschiedliche Raumsituationen entstehen lassen, durchbrochen. Diese räumliche Tragstruktur - dargestellt wie ein "hohler Behälter" - wird durch schräge, durchgehende Säulen gehalten. So ist das Erdgeschoß teilweise vom Boden abgehoben, bietet zum anderen Teil aber auch Platz für die Zufahrt und einen verglasten Fahrradabstellraum.
Neubau - Schule - 22., Contiweg 5
Zwei horizontal betonte Baukörper, deren Fassaden durch Linsenformen – ein dekoratives Leitmotiv - gestaltet wurden, bilden diese neue Schulanlage. Über dem dreigeschoßigen Atrium des Foyers wurde die Bibliothek wie ein Baumhaus ausgebildet. Die beiden Klassentrakte sind durch Stege im Atrium verbunden. In den breiten Gängen dienen Sitznischen als zusätzliche Kommunikationsräume. Der Innenhof ist durch Bühnen- und Terrassenelemente gestaltet.
Neubau - Reihenhausanlage - 23., Draschestraße 10
Durch eine zeitgemäße Interpretation von Gaupen und Erkern konnte ein auf das Notwendige reduzierter, ruhiger Baukörper entwickelt werden. Die Mietergärten, nicht durch Zäune getrennt, sind durch bepflanzte Erdwellen und durch ein einheitliches Beleuchtungskonzept verbunden. Die begrünten Rasenflächen sind mittels "Stegen" - Terrassen aus Sichtbeton - durchbrochen.
Um- und Zubau - Wohnhaus - 20., Innstraße 23
Der ehemalige Gewerbekomplex wurde aufgestockt und zusätzlich um gestaffelte Dachgeschoße erweitert. In der bestehenden weiß verputzten Sockelzone blieben die Fensteröffnungen erhalten. Der Zubau wurde mit Faserzementplatten verkleidet, erhielt großzügige Fensterbänder und geschoßübergreifende Fensterelemente. Durch großformatige Erker und großvolumige Gaupen ist der industrielle Charakter des Gebäudes erhalten geblieben.
Neubau - Forschungsgebäude - 9., Lazarettgasse 14
Das Forschungsgebäude bildet den Schlusspunkt einer städtebaulichen Entwicklung im östlichen Grundstücksbereich des AKH. An der Ostfassade, an der ein Kunstwerk Peter Koglers - 400 Quadratmeter Fassadenfläche mit zellulären Strukturen - verwirklicht wurde, ergeben sich konsequente plastische Ausformungen, die durch die Überbauung eines bestehenden Luftansaugbauwerkes verstärkt werden. Seminar- und Kommunikationsbereich mit Terrassen liegen hinter schrägen Fassaden, große Raum- und Fensterhöhen, Glaswände und Oberlichten, schaffen Transparenz und Luftigkeit.
Fassadengestaltung und Umbau - Kaufhaus - 7., Mariahilfer Straße 42-48
Amorphe Farbflächen im Hintergrund, davor eine ornamental, teilweise transparent gestaltete Fläche - sie bilden ein Volumen aus Licht und Farbe. Je nach Standort kann die Fassade verschieden wahrgenommen werden - ein "Kippeffekt" entsteht. Das bestehende Atrium im Inneren wurde aufgewertet. Es erscheint nun größer und offener und beginnt mit dem Verkaufsbereich (schollenartige Shops, durch Materialwechsel gekennzeichnet) zu verschmelzen. Das sternförmige Wegekonzept unterstützt die Lesbarkeit des Raumes.
Neubau - Einfamilienhaus - 14., Lorenz-Stein-Straße 18
Das Einfamilienhaus, als Sommerresidenz geplant, sollte möglichst kostengünstig umgesetzt werden. Es wurde in Holzleimbinderbauweise errichtet. Zur Straße und zur Trasse der Westbahn hin eher verschlossen, öffnet sich das Haus an der Rückseite durch transparente Gestaltung und mit einer Terrasse. Der Entwurf setzt auf klare Linien und modernes Design. Sichtbeton, Holz, Stahl und Glas wurden als prägende Materialien eingesetzt.
Neubau - Büro- und Wohnhaus - 1., Neutorgasse 4-8
Der Außenbezug für die Wohnungen und Büros wurde durch eine platzartige Straßenerweiterung optimiert und der städtebauliche Maßstab der benachbarten Gründerzeitbauten aufgenommen. Die Fassade interpretiert den Stil der stark gegliederten Fassaden der Umgebung neu (durch die Tiefe der Konstruktion und die Struktur des Materials). Gemeinsam mit dem Sonnenschutz aus Edelstahlstreckmetall ist die Kontur der Fassade die Dominante der Gestaltung. Traufenhöhe und Sockel werden dadurch betont.
Zubau - Schule - 19., Alfred-Wegener-Gasse 10-12
Zur Entflechtung des Schülerstroms in das/aus dem Gebäude wurden die beiden Hauptzugänge der Schule, die 1930 von Clemens Holzmeister entworfen worden war, als attraktive, transparente Kommunikationsbereiche mit je einem Windfang neu gestaltet. Die dem Altbau vorgesetzten Glaskuben besitzen eine Tragkonstruktion aus Stahl und Glas, die Hülle bildet eine Isolierverglasung.
Neubau - Kleingartenhaus - 17., Geroldgasse 6
Der Baukörper des Kleingartenhauses ist ein klarer Kubus, der außen mit verkohlten Lärchenholzbrettern verkleidet wurde. Im Inneren bietet er eine komplexe Raumaufteilung. Um einen zentralen Kern ordnen sich die verschiedenen Bereiche, wie Wohnen, Schlafen, Essen. Das Gebäude wurde kostengünstig in Holzriegelbauweise errichtet, wobei die konstruktiven Zimmermannsplatten im Inneren sichtbar blieben.
Fassadengestaltung - Bürogebäude - 1., Freyung/ Heidenschuß
Die Fassade des in der Nachkriegszeit errichteten Gebäudes wurde mit einer neuen Schicht überlagert. Sie besteht aus wellenförmig gebogenen und zueinander versetzten Edelstahl-Formrohren mit rechteckigem Querschnitt, die durch Rahmen zusammengehalten werden. Diese Schicht legt sich wie ein silberner Wellenschleier vor die Fassade und gibt auch den Blick auf das dahinter frei. Es entsteht eine Hülle, die je nach Distanz unterschiedliche Aspekte der Fassade in den Vordergrund treten lässt.
Zubau - Einfamilienhaus - 19., Wien
In Holzleichtbauweise, mit vorgefertigten Holzriegelwänden und Gründach, wurde zu einem Wohnhaus an der äußersten Grundstücksgrenze eine Sommerküche mit Pergola, Terrasse und Schwimmbiotop situiert. Sie dient als Gartenhaus und als Sichtschutz zur Nachbarbebauung.
Neubau - Mehrfamilienhaus - 17., Neuwaldegger Straße 31
Das Zentrum des viergeschoßigen Hauses mit einer Wohnung und einem Büro sowie drei Maisonettewohnungen, bildet ein nach oben offener Innenhof. Er verbindet die beiden unteren Ebenen mit der mittleren und versorgt sie mit Licht. Alle Wohnungen haben doppelgeschoßige Südterrassen, die das Haus in Richtung Garten öffnen, während es sich zur Straße mit seiner schuppenartigen Fassade aus Aluminiumfalzschablonen streng und verschlossen zeigt.
Neubau - Wohnhausanlage - 14., Cumberlandstraße 51A-53
Inmitten eines riesigen Gartens folgt die fünfgeschoßige Stadtvilla dem alten Baumbestand - ein Tanz mit den Bäumen. So bildet der linear geschwungene Baukörper mit seinen Terrassen den Mittelpunkt des Parkes. Durch die differenzierte Konfiguration der Etagen entstehen besonnte sowie gedeckte Terrassenflächen der insgesamt 24 Wohnungen.
Neubau - Wohnhausanlage - 10., Moselgasse 23-25
Das Baukörpergefüge besteht aus dem straßenseitigen Haupttrakt und vier Kämmen im Gartenbereich. Eine parallel zum Straßentrakt laufende Hauptverteiler-Achse mit allen Gemeinschaftseinrichtungen und verbindende Brücken machen die Anlage zum Erlebnisraum. Plätze, Wege, drei Gartenhöfe und umgreifende Wiesenfelder bestimmen das Grünraumkonzept.
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