Ausstellung "gebaut 2011" - Architektonische Begutachtungen der MA 19
In der Ausstellung "gebaut 2011" zeigt die "Architektonische Begutachtung" 21 qualitativ hochwertige Projekte, die im Jahr 2011 in Wien fertiggestellt wurden. Sie sind bis Ende Juni 2013 in der Abteilung für Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) zu sehen.
Ausstellungsdetails
- "gebaut 2011"
- Ausstellungsdauer: bis Juni 2013
- Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 15.30 Uhr
- Ort: MA 19, 12., Niederhofstraße 23, 5. Stock
- Fahrplanauskunft
Ausgestellte Projekte
Neubau - Wohnhausanlage und Studentenwohnheim - 2., Vorgartenstraße 112-114
"Junges und kostengünstiges Wohnen" war die Aufgabenstellung des Projektes. Kostengünstig konnte der Neubau durch eine klare, konstruktive Struktur kombiniert mit architektonischen Highlights umgesetzt werden. Die Grundrissvielfalt und die Wohnungsgrößen sind den breit gefächerten Anforderungen junger Familien angepasst. Der Dachgarten bietet Gemeinschaftsflächen in Form von Terrassen und Beeten.
Aufstockung - Wohnhaus - 2., Aliiertenstraße 15
Um einen nicht zu abrupten Übergang zwischen Neu- und Altbau zu schaffen, wurde das vierte Obergeschoß zurückversetzt und farblich abgesetzt. Die kleinteiligen Fassadenschindeln des darüber liegenden Körpers verleihen dem Zubau eine gewisse Elastizität. Die Fenster sind als Pendant zum Altbestand mit Rahmen akzentuiert.
Neubau - Probebühne/ Kulissenlager - 3., Arsenal, Objekt 19
Im Bereich des bestehenden Dekorationsdepots der Wiener Staatsoper wurde zur Verbesserung des organisatorischen Ablaufes eine Probebühne errichtet. Die Gestaltung der Fassade mit einer Streckmetalloberfläche bewirkt ein interessantes Licht- und Schattenspiel. Der gesamte Baukörper steht nur auf vier Pfeilern. Dies ergibt eine Stützweite von 25 Metern und damit einen großzügigen Erdgeschoßbereich, der auch als Rangierfläche für das Depot genutzt wird.
Fassadensanierung - Hotel - 3., Landstraßer Gürtel 5
Beim ehemaligen Bürogebäude von Hoffmann-La Roche aus den 1960er-Jahren kam zum ersten Mal in Wien die Curtain-Wall-Technik zum Einsatz. Die denkmalgeschützte Fassade, das Stiegenhaus und die Tragkonstruktion sind beim Umbau in ein Hotel erhalten geblieben. Die monolithische Stellung des Gebäudes wurde durch den Abbruch eines später hinzugefügten Zubaus wieder hergestellt.
Aufstockung - Wohnhaus - 4., Margaretenstraße 9
Aus konvergierenden Linien der Straßenfluchten entstand auf einem viergeschoßigen Gründerzeithaus eine dreigeschoßige Aufstockung aus mäandrischen Glasbändern und Terrassen mit insgesamt vier Wohnungen.
Fassadensanierung - Bürogebäude - 4., Prinz-Eugen-Straße 8-10
Die Fassaden wurden mit zweigeschoßigen Fensterelementen gestaltet. Damit wurde eine vertikale Gliederung erreicht. Den Bereich der Ecke betonen zwei Balkone im obersten Geschoß an der Prinz-Eugen-Straße, zum gegenüberliegenden Eckturm wurde ein tischartiger Aufsatz als Pendant konzipiert. Die Natursteinverkleidung wird durch unterschiedliche Gestaltung in der Textur erlebbar.
Neubau - Schule - 5., Spengergasse 20
Der Neubau, vom Bestand abgesetzt und an diesen in den Obergeschoßen durch verglaste Brücken angeknüpft, schafft mit einer Sockelzone eine entflechtende Zugangsplattform. Die Vertikallamellen aus Aluminium machen die Fassade, wie bei den umgebenden gründerzeitlichen Bestandsbauten, inhaltlich nicht eindeutig ablesbar.
Zu- und Umbau - Wohnhaus - 12., Bonygasse 8
Mit dem betont herausgearbeiteten Betonskelett bleibt der wesentliche Charakter der einstigen Metallwarenfabrik erhalten. Die ursprünglichen Fensterbänder wurden durch Holzpassepartouts mit durchgestalteten Fensterelementen ersetzt und die Fassade an der Ignazgasse durch unterschiedlich angeordnete Erker gestaltet. Das Wohnkonzept sieht durchgesteckte Maisonettewohnungen mit Straßen- und Hofverbindungen vor. Die Erschließungsgänge sind zum Hof orientiert.
Neubau - Bürogebäude - 12., Grünbergstraße 15
Neben dem UNESCO-Weltkulturerbe "Schönbrunn" entstand ein Bürokomplex mit Solitären als Fokus und einer aus dem Straßenraum zurücktretenden linearen Masse an der Grünbergstraße, die damit Klarheit und ein adäquates Vorfeld schafft.
Neubau - Wohnhaus - 12., Spittelbreitengasse 30
Der Wohnbau an der Ecke eines gründerzeitlichen Blocks hebt sich mittels Farbauswahl (weiß, schwarz, goldfarben) von der Umgebung ab. Rankgerüste dienen der vertikalen Begrünung. Beide Straßenseiten sind mit Loggien, die Ecke mit Balkonen betont durchgestaltet.
Neubau – Geriatriezentrum - 12., Stüber-Gunther-Gasse 2
Im Geriatriezentrum wird betreutes Wohnen und ein Pflegeheim angeboten. Der Baukörper setzt an der Graffitistraße die Blockrandbebauung fort und schließt den Straßenraum mit einer markanten Auskragung. Der Dachgarten, mit Blick auf das Kabelwerk, den Wienerberg und in den Hof, sowie der Therapiegarten laden zum Verweilen ein. Das Gebäude erfüllt die Auflagen eines klima:aktiv Hauses.
Neubau - Wohnhaus - 13., Winzerstraße 15
Auf dem von zwei, über hundert Jahre alten, naturgeschützten Eichen dominierten Grundstück wurde ein Haus mit sieben Wohnungen, Gartenterrassen und Loggien errichtet, mit hochwertigen Materialien und Details gestaltet.
Neubau - Wohnhaus - 15., Turnergasse 24
Das Wohnhaus öffnet sich zu einem kleinen Park an der Turnergasse. Entsprechend wurde mit raumhohen Fenstern und umlaufenden Balkonen beziehungsweise Loggien auf diese Situation reagiert. Die großen Verglasungen leiten das Licht direkt in die Wohnungen. Die durchgrünte Umgebung kann auch von den mit Streckmetall verkleideten Balkonen genossen werden. Jede Wohnung orientiert sich im Grundriss nach zwei Himmelsrichtungen.
Zubau - Laborgebäude - 16., Arltgasse 35
Der Neubau für das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen wurde in einem dicht bebauten Block eingefügt. Die Fassadengestaltung setzt sich mit Erkern, Fenstertüren und semitransparenten Lamellenflächen in einer Metallschuppenfassade bewusst von der gründerzeitlichen Putzfassade des Bestands ab. Die Kompaktheit und die geschlossene Form dienen unter anderem der Temperaturstabilität.
Neubau - Einfamilienhaus mit Büro - Wien 17
Auf dem Grundstück am Waldrand stehen zwei Gebäude: ein mit raumhohen Verglasungen zum Garten hin orientiertes zum Wohnen und gegenüber ein Büro. Dazwischen liegt ein großes Biotop mit großzügigem Garten.
Neubau - Wohnhaus - 19., Daringergasse 5
Der Eingang des Mehrfamilienhauses wird durch einen viergeschoßigen Spalt im Baukörper markiert. Die seitlich weit auskragenden, geschoßweise versetzten Erker erlauben durch ihre angeordneten raumhohen Glaselemente ungewohnte Blickbeziehungen in den öffentlichen Raum.
Neubau - Einfamilienhaus - Wien 19
Der kompakte Baukörper mit Holzlattenfassade in Passivhausstandard fügt sich in die Hanglage des Grundstücks ein. Die Garage mit auskragendem Vordach ist dem Hauptbaukörper vorgestellt und bildet den Eingangsbereich.
Neubau - Polizeistation - 21., Kürschnergasse 18
Die Erschließung führt über eine barrierefreie Rampe, die in die nach außen geschlossene weiße Fassade eingeschnitten ist. Die Belichtung der Büros erfolgt aufgrund hoher Sicherheitsrichtlinien mit raumhohen Verglasungen über den Innenhof beziehungsweise das Atrium.
Neubau - Wohnheim - 21., Moritz-Dreger-Gasse 19
Die beiden Hauptbereiche des Hauses - öffentliches Gemeindezentrum und Wohnheim für obdachlose Menschen - wurden durch separate Eingänge voneinander getrennt, finden aber innerhalb des Gebäudes durch verbindende Aufenthaltsbereiche Anknüpfungspunkte. Das Gebäude ist als aufgeweiterter Mittelgangtyp mit Tageslicht von oben konzipiert. Alle Kleinwohnungen sind mit Balkon oder Loggia ausgestattet.
Neubau – Wohnhausanlage - 21., Satzingerweg 8a-10
Die Wohnhausanlage besteht aus fünfgeschoßigen Punkthäusern und fünfgeschoßigen Hauszeilen, die entlang einer Achse ausgerichtet wurden. Dazwischen sind kleinräumliche, halböffentliche Bereiche, die der Förderung sozialer Interaktionen dienen. Den Erdgeschoßwohnungen sind Mietergärten vorgelagert, den Dachwohnungen Terrassen zugeordnet.
Neubau - Wohnhausanlage - 22., Zieritzgasse 6-10
Ziel des Projektes ist die bauliche Gestaltung für vielfältige Nutzung ohne generationsmäßige Zuordnung. Den drei unterschiedlichen Ansätzen liegt eine neutrale, kollektive Struktur zugrunde, die Flächenvariationen bis zum Selbstausbau erlaubt. Die gestalterische Verbindung der drei Projekte liegt in der gleichen Oberflächengestaltung (Holzschalenbau) und der kleinräumigen städtebaulichen Anordnung.
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