Ausstellung "Das Wissen Wiens - Urbane Technologien und Strategien" (2010)
Eine Ausstellung in der Wiener Planungswerkstatt von 8. April bis 18. Juni 2010.
Die Ausstellung widmete sich den herausragenden strategischen, technischen und organisatorischen Lösungen in der kommunalen Wiener Infrastruktur.
Diesem Engagement der Stadtverwaltung und deren Betrieben und Unternehmen ist überall in Wien zu begegnen. Stets trägt es dem Grundgedanken der Nachhaltigkeit Rechnung. Besucherinnen und Besucher der Ausstellung lernten auf einem Rundgang durch die Stadt eine Vielzahl innovativer Lösungen in ausgesuchten und symbiotisch zusammenhängenden Themenkreisen kennen.
Führungen und Exkursionen boten einen Einblick in die zukünftigen Entwicklungen der Stadt. Sie machten auf die "unsichtbaren" Dienstleistungen der Stadt ebenso aufmerksam wie auf das Zusammenwirken der verschiedenen Wiener Maßnahmen im Dienste des Klimaschutzes.
TINA Vienna - Urban Technologies & Strategies GmbH zeichnete für die Gestaltung der Ausstellung verantwortlich. Sie ist eine Dienstleistungsorganisation und Drehscheibe für innovative Stadt- und Umwelttechnologien. Sie wurde von den Dienststellen und Unternehmen der Stadt Wien entwickelt und erfasst das Wiener Know-how in diesen Bereichen. TINA Vienna - Urban Technologies & Strategies GmbH vermittelt dieses Wissen international und unterstützt in- und ausländische Gebietskörperschaften dabei, das Wiener Wissen im Bereich der urbanen Technologien und Strategien für ihre Bedürfnisse zu nutzen.
Führungen
Führungen durch die Ausstellung fanden jeweils donnerstags um 16 Uhr statt. Für Gruppen fanden nach Vereinbarung auch Sondertermine statt. Neben den allgemeinen Führungen durch die Ausstellung wurden auch drei Führungen zu Spezialthemen angeboten. Zu diesen gab es auch Führungen für Schülerinnen und Schüler von 13 bis 14 und ab 15 Jahren. Insgesamt wurden 270 Personen mit 22 Führungen durch die Ausstellung geführt.
- Klimaschutz in der Stadt
Mit den Maßnahmen des Klimaschutzprogramms will Wien die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 21 Prozent reduzieren. Wie das gelingen soll, zeigen verschiedenste Maßnahmen, wie zum Beispiel die Beratung und Auszeichnung von nachhaltig wirtschaftenden Betrieben durch den ÖkoBusinessPlan, die Nutzung des Restmülls für die Energieerzeugung, die Förderung der thermischen Wohnhaussanierung oder die Forcierung des städtischen Radverkehrs. - Zukunft der Stadt
Was macht eine zukunftsfähige Stadt aus? Mit dem Einsatz innovativer Stadttechnologien stellt Wien heute schon die Weichen, um morgen zu profitieren. Die Reihe dieser Wiener Lösungen reicht von neuen Mobilitätsangeboten, innovativen Technologien für Klimatisierung und Gewässersanierung, der Beseitigung von Barrieren im öffentlichen Raum bis hin zur Festlegung neuer Zentren für die Stadtentwicklung. - Unsichtbare Stadt
Die Grundlage einer modernen, lebenswerten Stadt ist eine gut funktionierende kommunale Infrastruktur. Diese kommunalen Leistungen werden rund um die Uhr erbracht, sind aber im Alltag - solange alles funktioniert - kaum sichtbar. So greifen städtische Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Energie, Mobilität oder auch Abfall "unsichtbar" ineinander, um der Wiener Bevölkerung ein sorgenfreies und bequemes Leben zu ermöglichen.
Bustouren
Ergänzend zur Ausstellung fanden samstags in der Zeit von 14 bis 17 Uhr Exkursionen statt. Die Teilnahme war kostenlos. Abfahrtsstelle: 1., Friedrich-Schmidt-Platz 1. Da nur beschränkt Kapazitäten zur Verfügung standen, konnte die Teilnahme nur nach Anmeldung erfolgen.
- Unsichtbare Stadt (24.4. und 29.5.2010)
Urbane Technologien und Services: selbstverständlich jeden Tag verlässlich für die Wienerinnen und Wiener im Einsatz. Geplante Stationen: Verkehrsleitzentrale in der Roßauer Kaserne, Wasserwerk Lobau, Hochwasserschutz Wien (Einlaufbauwerk oder Wehr 1) - Klimaschutz in der Stadt (8.5.2010)
Das große Mosaik der hunderten Maßnahmen für den Wiener Klimaschutz. Geplante Stationen: Müllverbrennungsanlage Pfaffenau, Energiecontracting im Hietzinger Bad, Kleinwasserkraftwerk Mauer - Zukunft der Stadt (22.5. und 12.6.2010)
Was ist heute schon von der Stadt von morgen zu sehen, welche Technologien wird sie nutzen? Geplante Stationen: Neue Therme Oberlaa, Wienerberg City, Hauptbahnhof Wien (Baustellenbesichtigung)
Diskussionsveranstaltungen
Die Diskussionsveranstaltungen fanden, wenn nicht anders angegeben, jeweils um 17 Uhr statt.
- Call: "Die Stadt 2020 - innovative Stadttechnologien" (15.4.2010, 10 Uhr)
Das Zentrum für Innovation und Technologie GmbH (ZIT) fördert mit dem Aufruf Wiener Unternehmen, um die Lebensqualität der Stadt weiter auszubauen, die Ressourcen zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu stärken. Diese Präsentation richtete sich an interessierte Wiener Unternehmen. - "Unsichtbare Stadt – Ein Blick hinter die Kulissen" (22.4.2010)
Viele der städtischen Infrastrukturdienstleistungen in Wien sind rund um die Uhr, oft unsichtbar, im Einsatz. Welche Qualitäten der Stadttechnologien benötigt eine Stadt, um eine zeitgemäße Daseinsvorsorge zu gewährleisten?
Podiumsdiskussion mit Mag.a Heidrun Maier (Verband der Öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs), DI Andreas Ilmer (Wien Kanal), Mag. Robert Grüneis (Wien Energie), DI Hans Sailer (MA 31 - Wiener Wasserwerke), DI Josef Thon (MA 48 - Abfallwirtschaft). Moderation: Claudia Schanza, Chefredakteurin "Forschen & Entdecken" - "Wien, aber sicher – zwischen qualitätsvoller Infrastruktur und punktuellen Interventionen" (29.4.2010)
Wie sicher fühlen sich die Wienerinnen und Wiener in ihrer Stadt? Wie steht es um das objektive und subjektive Sicherheitsgefühl in Wien, wo sind die Grenzen der städtischen Möglichkeiten, und wie wird sich die Sicherheit in Wien in Zukunft verändern?
Impulsvortrag von Prof. Massimo Bricocoli (TU Mailand). Anschließend Podiumsdiskussion mit DI Dr. Michael Lichtenegger (Wiener Linien), DIin Susanne Lettner, MBA (MD-BD, Gruppe Tiefbau), DI Erich Petuelli (MA 19 - Architektur und Stadtgestaltung), DI Josef Thon (MA 48 - Abfallwirtschaft). Moderation: Claudia Schanza - "Smart City Wien - Wie sieht die städtische Energieversorgung im Jahr 2030 aus?" (6.5.2010)
Wie wird die Stadt der Zukunft mit Energie versorgt? Wie wird Heizen und Kühlen im Wien des Jahres 2030 funktionieren? Welche Visionen bestehen für Forschung und Praxis?
Diskussion mit Dr.in Brigitte Bach, MSc (Austrian Institute of Technology), DIin Isabella Kossina (Wien Energie), DI Andreas Eigenbauer (MA 27 - EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung). Moderation: Claudia Schanza - "REAL CORP 2010 - Informal Closing Reception" (20.5.2010, ab 16 Uhr)
Treffen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 15. internationalen Konferenz "REAL CORP 2010: Städte für alle - lebenswert, gesund, prosperierend! - vielversprechende Vision oder unrealistische Phantasie?"
Begrüßung durch DI Thomas Madreiter (MA 18 - Stadtentwicklung und Stadtplanung) und DIin Alexandra Vogl, MSc (TINA Vienna ) - "Optionen für die Stadt - Das Ende der Planung?" (27.5.2010)
Zukunftsfähig sein durch Denken in Handlungsoptionen: Wie entwickeln sich die gestalterischen und planerischen Prozesse für eine moderne, nachhaltige Stadt und welche Trends zeichnen sich ab?
Vortrag von Prof. Dr. Alain Thierstein (TU München). Im Anschluss moderierte Publikumsdiskussion mit DI Dr. Kurt Puchinger (MD-BD, Gruppe Planung). Moderation: DIin Alexandra Vogl, MSc - "Stadt mobil - Vom Stadtverkehr zur Mobilität im Kopf" (10.6.2010)
Konsequenzen für das Mobilitätsmanagement zwischen Technik und Bewusstsein. Was sind angemessene Maßnahmen für die Zukunft der städtischen Mobilität?
Moderiertes (Streit)gespräch zwischen o.Univ.Prof. Dr. Jens Dangschat (TU Wien) und DI Bernhard Engleder (MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau). Moderation: Claudia Schanza - "Das Wissen Wiens feiert" (17.6.2010)
Zum Abschluss der Ausstellung wurden "Walking Acts" und die Gelegenheit geboten, nochmals gemeinsam zu diskutieren und zu feiern.
Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung vom 7.4.2010
Kontakt
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Telefon: +43 1 4000-84260
E-Mail: office@tinavienna.at
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