Ausstellung "In Zukunft Stadt - In Zukunft Wien" (2009)

Ausstellungsplakat

Eine Ausstellung in der Wiener Planungswerkstatt vom 16. September bis 11. Dezember 2009

Städte sind eine ganz besondere Arena für die Zukunft: Hier zeigt sich der ökonomische, soziale und kulturelle Wandel der Gesellschaft intensiv und dicht wie in einem Brennglas. Städte sind die Kristallisationspunkte für gesellschaftliche Veränderung, wirtschaftliche Dynamik, technischen Fortschritt und Innovationen. Daher bieten gerade sie vielfältige Chancen und Potenziale, die Herausforderungen der Zukunft aktiv zu steuern.

Aber wie sieht sie aus, die Stadt der Zukunft? Welches Bild von der Stadt der Zukunft haben wir? Welche Priorität räumen wir der städtischen Entwicklung ein? Die Ausstellung präzisiert jene Themen, denen sich jede moderne Stadt in Europa stellen muss und die in Zukunft die Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt beschäftigen werden.

Aufbauend auf dem großen Publikumsinteresse wird die Ausstellung im Jahr 2010 in adaptierter Form in den Wiener Bezirken als Wanderausstellung in den Volkshochschulen fortgesetzt, um so einen erweiterten Personenkreis zu erreichen.

Ausstellungskatalog

Ergänzend zur Ausstellung wurde ein Begleitheft aufgelegt:
Broschüre "In Zukunft Stadt - In Zukunft Wien (Webshop Stadtentwicklung)

Themenbereiche

  • Zukunft der Stadtentwicklung
    • "Wie wird sich die Stadt, im Speziellen Wien, entwickeln?"
  • Zukunft der Stadtgesellschaft
    • "Wie sieht unser Zusammenleben in 20 Jahren aus?"
  • Zukunft der Mobilität
    • "Wie bewegen wir uns in Zukunft durch unsere Stadt?"
  • Nachhaltige Zukunft
    • "Welche Rolle spielen zukünftig Umwelt und Ökologie?"
  • Zukunft Wissensgesellschaft
    • "Welche Bedeutung haben Bildung, Forschung und Stadtkultur?"
  • Zukunft der Arbeit
    • "Wie werden wir in der Stadt der Zukunft arbeiten?"

Veranstaltungen

Workshop zur Stadtentwicklung Wiens

Dieser Workshop vom 18. September 2009 mit Expertinnen und Experten aus den Disziplinen Architektur, Raumplanung, Stadtgeographie und Stadtsoziologie befasste sich mit Fragestellungen, Initiativen und Projekten, die für die zukünftige Entwicklung von Städten von Relevanz sind. Der Workshop fand im Rahmen einer Tagung "Zur Zukunft der europäischen Stadt" an der Technischen Universität Wien mit 35 Promovierenden von unterschiedlichen deutschsprachigen Hochschulen statt und wurde für die interessierte Fachöffentlichkeit angeboten.

Internationale Podiumsdiskussion "Hat die europäische Stadt Zukunft?"

Deutschsprachige Wissenschafterinnen und Wissenschafter stellten unter der Fragestellung: "Die Europäische Stadt - Renaissance oder Krise?" die Inhalte und Szenarien der Ausstellung in einen internationalen Kontext. Die Podiumsdiskussion wurde am 18. September 2009 in Kooperation zwischen der Technischen Universität Wien, der Fachhochschule Erfurt und der Humboldt-Universität organisiert.

Abendveranstaltung "Chill Out European City"

Im Rahmen der Ausstellung "In Zukunft Stadt - In Zukunft Wien" und der internationalen Fachtagung "Zur Zukunft der europäischen Stadt" fand am 19. September 2009 im White House (beim Zaha-Hadid-Gebäude) im 9. Bezirk ein informelles Treffen als Austauschplattform zwischen Akteurinnen und Akteuren der Stadtforschung in Wien sowie internationalen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern statt.

WORLD HABITAT TAG 2009

Der jeweils erste Montag im Oktober wurde von den Vereinten Nationen zum Tag der Städte erklärt. An diesem Tag finden weltweit Veranstaltungen statt, um über den Zustand der städtischen Entwicklung zu informieren und über die Zukunft der Städte zu diskutieren. In diesem Jahr stand der WORLD HABITAT Tag am 5. Oktober 2009 unter dem Motto "Die Zukunft der Stadt planen". Er fand in Wien im Rahmen der Ausstellung "In Zukunft Wien - In Zukunft Stadt" in der Wiener Planungswerkstatt statt.

Präsentation der Publikation "In Zukunft Stadt - In Zukunft Wien" und Fishbowl Diskussion

Lokale Akteurinnen und Akteure aus Wien kommentierten und erweiterten am 15. Oktober 2009 die in der Ausstellung präsentierten sechs Themenfelder aus ihrem Expertenblickwinkel. Zielsetzung dieser Diskussion war, lokales Wissen fachübergreifend aufeinander zu beziehen und zu diskutieren. Die Fishbowl Diskussion hatte den Titel "Aktivierung lokalen Wissens für die Stadtentwicklung in Wien".

Literarische und Visuelle Abendveranstaltung: "Alltägliches der Zukunft"

Am 19. November 2009 fand die Preisverleihung an die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs "Alltägliches aus der Zukunft" sowie die Präsentation der im Rahmen des Wettbewerbs eingereichten Arbeiten statt.

Diskussionsrunde mit literarischem und filmischem Input

Am 10. Dezember 2009 fand eine Diskussionsrunde mit literarischem und filmischem Input statt: "Stadtvisionen und Utopien der Stadt aus der Vergangenheit oder 'Wie es anders kommt als man denkt'". Stadtvisionen und Utopien aus vergangenen Zeitepochen aus den Bereichen Architektur, Film, Städtebau und Literatur, die nicht eingetroffen sind, wurden vorgestellt und in Bezug auf die Ausstellungsthemen diskutiert. "Vorausschauende" Entwürfe einer künftigen Stadt wurden relativiert, da prophezeite Entwicklungen oft anders eintreten.

Ideenwettbewerb "Alltägliches aus der Zukunft"

Im Rahmen der Ausstellung "In Zukunft Stadt - In Zukunft Wien" fand der Ideenwettbewerb "Alltägliches aus der Zukunft" statt, der sich an alle Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner richtete. Teilnahmeberechtigt waren alle Bewohnerinnen und Bewohner Wiens. Die Arbeiten konnten von Einzelpersonen oder von Gruppen (zum Beispiel Schulklassen) eingereicht werden. Alle waren eingeladen, ihre Visionen und Ideen vom städtischen Alltag in der Zukunft darzustellen. Wie wird die Stadt in der Zukunft aussehen? Wie werden wir uns in der Stadt der Zukunft bewegen? Wie wohnen? Wie wird unser Zusammenleben in der Zukunft aussehen? Der Phantasie sollten keine Grenzen gesetzt sein - ob als Zeichnung, Modell, Film, Text, Gedicht oder Lied, et cetera. Abgabeschluss war der 5. November 2009 mit dem VerfasserInnenbrief.

Prämierung und Ausstellung der Arbeiten

Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der MA 18 und des Teams Lacina - Kaitna/Smetana - Gstöttner - Frey hat im November 2009 entschieden, welche Arbeiten prämiert werden. Die spannendsten, originellsten und interessantesten Ideen wurden am 19. November 2009 in der Wiener Planungswerkstatt prämiert und präsentiert. Für die prämierten Arbeiten wurden Sachpreise vergeben.

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