Ausstellung Wiener Ferienspiel 2008 - Werk-Stadt-Spiel
- Ausstellungsdauer: 14. Juli bis 28. August 2008
- Ausstellungsort: Wiener Planungswerkstatt
Für die Sommerferienspielaktion wurde die Auseinandersetzung mit dem Thema "Planungs- und Umsetzungsprozesse" in den Mittelpunkt gestellt. Es war geprägt von einem permanenten Auf- und Umbau von Gemeinschaftsprojekten in Abhängigkeit von den Interessen und Bedürfnissen der teilnehmenden Kinder. Unterschiedliche Materialien regten die Kinder dazu an, gemeinsam mit anderen spannende Objekte zu entwickeln. Sämtliche Tätigkeiten von der Idee, Planung, Projektentwicklung, Umsetzung, dem Bauen bis zum Nutzen sollten bei diesem Programm erlebbar gemacht werden. Ebenso sollte die konkrete Auseinandersetzung mit eigenen Themen und Interessen möglich sein. Im Sinn der "anonymen Architektur" wurde ein Freiraum für Unerwartetes und Spontanes eröffnet. Das, was für die gerade entstandene Fantasiewelt gebraucht wurde, konnte im Spiel dazugefügt werden. Es schaffte damit wiederum einen neuen Anreiz für andere.
Erstellung einer Homepage
Ein weiteres Element war die angestrebte Einrichtung einer Homepage. So konnten Kinder die kontinuierliche Entwicklung in der Planungswerkstatt miterleben, aktuelle Infos erhalten und "ihre Werke" dokumentieren. In der Planungswerkstatt entstand durch die Dokumentation der Materialien eine von Woche zu Woche wachsende Ausstellung zur Kinderbaustelle und zu Kinder(t)räumen.
Eigeninitiative
Die teilnehmenden Kinder hatten ein sehr hohes Potenzial an Eigenaktivität. Im Rahmen des Ferienspiels 2008 sollte dieses Potenzial verstärkt angeregt und gefördert werden. Jeden Donnerstagnachmittag wurde ein besonderes soziales Erlebnisangebot gestaltet.
In der verbleibenden Zeit wurden verstärkt die Eigenaktivität anregende, von den Kindern selbständig nutzbare Angebote gesetzt. So wurde Raum für Eigeninitiative geschaffen und die Kids wurden zum selbständigen Tun motiviert.
Programm
Alle zwei Wochen gab es ein anderes Programm. Es wurde vom jeweiligen Baumaterial bestimmt. So konnte aus Kartonagen anderes gebaut werden als beispielweise aus Besenstielen, XPS oder Holzklötzen. Ein übergeordnetes Thema, wie zum Beispiel Stadtdschungel oder Sponge Bob City, gab dabei den Rahmen vor. Das Programm war so aufgebaut, dass die Kinder zuerst im Architektur- und Verkehrsbüro begrüßt wurden. Dort wurden sie über ihre Möglichkeiten informiert. Sie hatten dabei die Chance, Visionen zu diesem Thema zu entwickeln und ihre Ideen auszuarbeiten. Sie wurden auf der Baustelle umgesetzt und ausprobiert. Parallel dazu gab es die Möglichkeit, für sich kleine Werkstücke herzustellen. Die Erfahrung des Ferienspiels in der Wiener Planungswerkstatt hat gezeigt, dass dies sowohl für Kinder, die nur kurz und sporadisch kommen, als auch für Stammkinder wichtig sein kann.
Schwerpunkte
Aufgrund der räumlichen Situation in der Planungswerkstatt ergaben sich folgende Schwerpunktzonen:
- Bastelzone im Vortragsraum mit dem Architektur- und Verkehrsbüro und der kreativen Zone
- Im Architekturbüro wurden die Kinder begrüßt und eingeführt. Sie bekamen Anregungen zur Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Schwerpunktthema durch Skizzen und Modelle. In der kreativen Zone war Platz für freies Spielen und Gestalten. Als Anreiz gab es auch hier wechselnde, zum Wochenthema passende Materialien.
- Bewegte Baustelle - Bewegungsbaustelle im Ausstellungsraum
- Jede Woche gab es einen anderen Schwerpunkt, von Holzklötzen über Karton bis zu Besenstielkonstruktionen. Durch ein klar strukturiertes Angebot mit Werk- und Spielzeiten wurde ein zu Beginn der Woche initiiertes Projekt umgesetzt und laufend erweitert. Bewusst wurde dabei ein Wechsel von intensiven Bauphasen sowie angeleiteten (zum Beispiel Fantasiereisen), aber auch freien Spielzeiten, angestrebt.
- Bauhof in den Arkaden
- Die Arkaden hatten sich in den vergangenen Jahren als idealer Aktions-, Werk- und Rastraum herauskristallisiert. Sie sollten als eye catcher genutzt werden und für jene Tätigkeiten und Spiele, die in der Planungswerkstatt nur bedingt möglich waren.
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