Ausgangssituation - Stadtentwicklungsplan 2005
Bisherige Stadtentwicklungspläne im Kontext
Der erste Stadtentwicklungsplan STEP 84 stand unter den Vorzeichen:
- Lage am "eisernen Vorhang"
- Wirtschaftliche Binnenorientierung
- Bevölkerungsrückgang beziehungsweise -stagnation
- Beginnende umfassende Stadterneuerung
Bei der Entwicklung des STEP 84 wurden bereits der schonende Umgang mit Grund und Boden mit dem vorgeschlagenen "Achsenkonzept" der Siedlungsentwicklung und die Bevorrangung des öffentlichen Verkehrs angestrebt.
Der zweite Stadtentwicklungsplan STEP 94 war gekennzeichnet von der Notwendigkeit einer Neuorientierung innerhalb des "Neuen Europas" (EU) und der Vorsorge für eine wachsende Stadt.
Stadtentwicklungsplan 05
Beim nun erarbeiteten STEP 05 waren die Herausforderungen vielfältig:
- Größerräumige Verflechtung
- Weltweite und regionale ökonomische Entwicklungen
- Zu sichernde Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Städten und Regionen Europas
- Erfordernisse durch Klimawandel
Auf der anderen Seite standen die konkreten Aufträge der Stadtentwicklungspolitik:
- Sicherung der Lebensqualität bei wachsender Bevölkerung und sich ändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
- Ausrichtung und Orientierung auf die Stadtagglomeration unter Einbeziehung von Bratislava (CENTROPE- Region)
Grenzübergreifende Anforderungen
Zwar stand wiederum eine Vorbereitung auf europaweite Entwicklungen, nämlich die EU-Osterweiterung an, die auszubauende Städterollenverteilung war aber eindeutiger vorgezeichnet. Die Bandbreiten des regionalen Bevölkerungswachstums in der neuen Region mit Bratislava (CENTROPE), die stadtwirtschaftlichen Erfordernisse und die Anforderungen an die Siedlungsflächenvorsorge, Standortentwicklung und die Verkehrsinfrastruktur waren mittlerweile ebenfalls besser einschätzbar geworden.
Bestehende Programme und Konzepte
Dieses Mal konnte der STEP sich auch viel klarer auf mittel- bis langfristige Konzepte und Programme beziehen, wie beispielsweise auf den Masterplan Verkehr 03 oder den Strategieplan 2000/2004. Das Schwergewicht sollte und konnte daher mehr auf der Umsetzung, das heißt auf der konkreten Benennung der Handlungsräume (Stadtgebietstypen) und den dafür vorgesehenen Instrumenten und Maßnahmen liegen.
Durch diesen Fokus konnte klarer zum Ausdruck gebracht werden, in welchen Gebieten der Stadt es wichtig ist, den qualitätsvollen Bestand zu bewahren und in welchen Gebieten Entwicklung möglich ist und gefördert werden soll. Städtebauliche Entwicklungen sollten durch neue Verfahren und Vorgangsweisen unterstützt, aber im Interesse der Gesamtstadt mit neuen "Regeln" gelenkt und kontrolliert werden. Aufgrund der neuen Rahmenbedingungen wurde die Einbeziehung der Region bis über die Staatsgrenzen hinweg diesmal ein Grundelement des STEP.
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