Schifffahrt - Planungsergebnis Masterplan Verkehr Wien 2003
In den letzten zehn Jahren befand sich die Schifffahrt auf der Donau durch die politischen Krisen auf dem Balkan in einem permanenten Ausnahmezustand. Dadurch hat sich das Transportaufkommen auf der Donau nicht so entwickelt, wie erwartet. Ziel der Stadt Wien ist, den Transportanteil der Wasserstraße Donau vor allem zulasten des Straßengüterverkehrs zu erhöhen. Der Hafen Wien soll als multimodales Güterverkehrszentrum weiter ausgebaut werden.
Maßnahmen zur Aufwertung der Donauschifffahrt
Die notwendigen Maßnahmen entlang der Donau liegen nur zu einem geringen Teil im Entscheidungsbereich der Stadt Wien.
Die Stadt fordert und unterstützt folgende Projekte, die dazu beitragen sollen, die Donau als Verkehrs- und Wirtschaftsweg aufzuwerten:
- Ökologisch verträglicher Ausbau der gesamten Wasserstraße Rhein-Main-Donau gemäß den getroffenen internationalen Vereinbarungen
- Verbesserung der Bedingungen für die Containerschifffahrt
- Einführung des "Danube River Information Service" (DORIS) zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit und der Sicherheit auf der Wasserstraße Donau
- Ausbau der Donau zwischen Wien und Bratislava
- Rasche Beseitigung der Ponton-Brücke in Novi Sad sowie der damit zusammenhängenden Verrechnung von Durchfahrtsgebühren
Wiener Hafen

Die Donau soll als Wirtschafts- und Verkehrsweg weiter aufgewertet werden.
Der Wiener Hafen ist mit 350 Hektar Fläche der größte öffentliche Donauhafen in Österreich. Durch die Konzentration von über 100 Unternehmen an der Schnittstelle der Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße ist der Hafen Wien das größte Güterverkehrszentrum Österreichs. Bei der Entwicklung Wiens zu einem modernen, leistungsfähigen, intermodalen Verkehrsknoten soll der Hafen Wien eine wesentliche Rolle übernehmen.
Folgende Maßnahmen sind dafür erforderlich:
- Errichtung der Winterhafenbrücke für den Schienenverkehr
- Verlagerung der B14 in die Seitenhafenstraße
- Anbindung an die zukünftige S1
- Erweiterung des trimodalen Terminals für den kombinierten Verkehr im Hafen Freudenau
- Verlängerung der Kaianlagen im Hafen Albern um hundert Meter zur Kapazitätserhöhung
- Errichtung einer neuen Schüttguthalle für die Lagerung von Massengütern
- Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Häfen Freudenau und Albern
- Weiterführung des bereits begonnenen Aufbaus von Synergiepotenzialen mit anderen Donauhäfen
Weiterführende Informationen
- Evaluierung und Fortschreibung - Masterplan Verkehr 2003/2008
- Hafen Wien
- Via Donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft
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