Mobilitätsmanagement - Planungsergebnis Masterplan Verkehr Wien 2003

Grafik zu Mobilitätsmanagement

Das Projekt VEMA soll die Zusammenführung, den Austausch und die Nutzung von Verkehrsdaten ermöglichen.

Mobilitätsmanagement beinhaltet die Steuerung in und zwischen Verkehrssystemen und die Information der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Weiters beinhaltet es die Kommunikation zwischen den Verkehrsträgern und -betreibern sowie das Angebot mobilitätsbezogener Dienstleistungen. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sollen motiviert werden, bei der Verkehrsmittelwahl stadtverträgliche Alternativen auszuwählen. Praktische Beispiele für Mobilitätsmanagement sind das grafische Baustelleninformationssystem der Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) oder das elektronische Parkleit- und Informationssystem. Es liefert derzeit Echtzeitinformationen von etwa 24 Parkhäusern und Garagen.

Unter Federführung der Stadt Wien soll im Projekt VEMA (Verkehrsmanagement Wien) eine neue Organisationsstruktur aufgebaut werden. Sie soll einen systematischen Informationsaustausch, die Zusammenführung und Nutzung von Verkehrsdaten und eine strategische Verkehrssteuerung gewährleisten. Wien soll in zehn Jahren über ein modernes, intermodales und regionales Verkehrsinformationssystem verfügen. Dieses System muss die Entwicklung von Internet, Mobiltelefon und Navigationssystemen nutzen. Damit wird den Bürgerinnen und Bürgern rasche und kostengünstige Information ermöglicht.

Mobilitätsberatung

Ebenso soll in Wien künftig eine Mobilitätsberatung (zum Beispiel "Call Center Mobilität") angeboten werden. Sie endet nicht an den Zuständigkeitsgrenzen der Verkehrsunternehmen, sondern bündelt verschiedene Hotlines:

  • Gratishotline für mobilitätsbehinderte Personen
  • Radtelefon
  • Fahrgemeinschaftsbörse

Zu den Kerndienstleistungen einer Mobilitätsberatung gehören Informationen über Produkte und Serviceleistungen im Verkehr, Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung. Mobilitätsmanagement und -beratung in den Schulen wird ein wichtiges Thema sein. Wichtig ist auch betriebliches Mobilitätsmanagement und SMS-Echtzeitabfrage über die Ankunft des nächsten Verkehrsmittels (Haltestellencode).

Nachhaltiges Verkehrsverhalten fördern

Zu den "sanften" Mobilitätsmaßnahmen sind organisatorische Maßnahmen zu rechnen, die ein nachhaltiges Verkehrsverhalten zum Ziel haben. Vorwiegend handelt es sich um Maßnahmen der Information (zum Beispiel Mobilitäts-Informationsgrundpaket für Neuzugezogene) und des Marketings (ÖV-Betriebsticket, Car-Sharing, Car-Pooling, Telearbeit). Sie können die Wirksamkeit von teuren Infrastrukturausbauten wesentlich erhöhen.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Stadtentwicklung Wien
Kontaktformular