Projektdesign - Zielgebiet Gürtel 2002 bis 2007
Die Bestrebungen der Stadt Wien, den sichtbaren und imagemäßigen Aufwertungsprozess am Gürtel weiter fortzuführen, bildete den Ausgangspunkt des Gürtelmanagements. Ziel des Projektes war es, den Gürtel wieder den Menschen zurückzugeben, das Gebiet durch gemeinsame Anstrengungen attraktiver zu machen und die Lebensqualität zu erhöhen.
Alle Interessierten - Bewohnerinnen und Bewohner, Betriebe und Berufstätige, Alt und Jung - waren eingeladen, an der Gestaltung und Verbesserung des Gürtelraumes mitzuwirken. Die Bevölkerung wurde ermutigt, Projekte anzuregen und bei vorgeschlagenen Projekten mitzureden. Die vielen guten Ideen, die vorhandenen Initiativen und Programme sollten miteinander verbunden und vernetzt werden. Dadurch sollte ein Maximum an Lebensqualität am Gürtel erreicht werden.
Gürtelbeirat
Mit der Konstituierung des Gürtelbeirats wurde die Umsetzung des Programms "Zielgebiet Gürtel" eingeleitet. Der Gürtelbeirat war ein neues Gremium der Wiener Stadtplanung, in dem unter dem Vorsitz von Landtagsabgeordneten GR Christian Oxonitsch 31 Vertreterinnen und Vertreter aus der Bevölkerung und 31 Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, der Verwaltung und Interessenvertretungen gemeinsam an dem Aufwertungsprozess und der Verbesserung des Gürtelraumes arbeiten.
Präsentation am Marktplatz
Bei einer Start-up-Großveranstaltung ("Marktplatz") wurden dem Gürtelbeirat und allen Interessierten aktuelle Projekte, ausgewählte Initiativen und relevante Projektbetreiberinnen und -betreiber im Gürtelbereich mit ihren Intentionen vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden motiviert, sich aktiv am "Gürtelprozess" zu beteiligen und Themen für die nachfolgenden Gürtelwerkstätten einzubringen.
Interaktionsfeld "Gürtelwerkstätten"
In den neu installierten "Gürtelwerkstätten" fanden periodisch abgehaltene und offene Veranstaltungen statt. Diese wurden an unterschiedlichen Orten im Bereich des Gürtels abgehalten, die eine hohe lokale Identität aufwiesen. Hierbei wurden Projekte aus "public" und "privat" präsentiert und Kooperationen gesucht. Die "Gürtelwerkstätten" waren Ort der Begegnung und des Informationstransfers. Sie sollten das Image eines "work in progress"-Prozesses verdeutlichen.
Ziel war die Verknüpfung und Kooperation von öffentlichen und privaten Initiativen zu gemeinsamen Projekten. Die Projekte wurden dem zuständigen Gürtelbeiratsausschuss vorgelegt. Sprach dieser eine Empfehlung für das Projekt aus, wurde es dem Gürtelbeirat vorgestellt. Der Beirat bewertete das Projekt und unterstützte es gegebenenfalls.
Arbeitsgruppen
In den moderierten Gürtelwerkstätten wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeregt, bezirksübergreifende, themenbezogene Arbeitsgruppen zu gründen. Die Teilnahme stand allen offen. Im Sinne des Empowerments (to be empowered = ermächtigt sein) sollten die Arbeitsgruppen möglichst selbstständig arbeiten.
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