Konzept für öffentlichen Verkehr - Zielgebiet Siemens-Allissen
Im Juli 2008 wurde das Büro Herry Consult GmbH beauftragt, für das Zielgebiet Siemens-Allissen ein Konzept für den öffentlichen Verkehr zu erstellen. Unter der Leitung von Max Herry und unter Mitarbeit von Markus Schuster, Irene Steinacher und Rupert Tomschy wurde das "Kooperative ÖV-Mobilitätskonzept" Ende 2008 fertiggestellt.
Im Zielgebiet Siemens-Allissen wird zukünftig eine deutliche Steigerung der Arbeitsplatzzahlen angestrebt. Im Sinne der übergeordneten Konzepte der Stadt Wien (Masterplan Verkehr, Klimaschutzprogramm) soll die Mobilität der Beschäftigten verstärkt im öffentlichen Verkehr abgewickelt werden. In dem Konzept werden Vorschläge für Maßnahmen zur Ergänzung und Attraktivierung des Angebots im öffentlichen Verkehr, für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer dargelegt. Das Konzept geht von einer Erhebung der Ist-Situation aus.
Bestehende Infrastruktur
Die Erschließung im hochrangigen öffentlichen Verkehr übernimmt die ÖBB-Nordbahn mit ihrem Regional- und Schnellbahnbetrieb. Sie stellt eine attraktive Verbindung für Wien und das nördliche Umland dar und sie dient als direkte Anbindung zum Flughafen Wien. Ergänzend verkehren Buslinien, die das Zielgebiet an die umliegenden Stadtteile anbinden und als Zubringer zu weiter entfernteren Knotenpunkten im öffentlichen Verkehr fungieren.
Mobilitätserhebung und künftiges Fahrgastpotenzial
Im Zuge der Realisierung der Siemens City Vienna wurde eine Befragung der Beschäftigten der Siemens AG durchgeführt (Büro Herry in Zusammenarbeit mit Siemens AG und Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22). Einige Ergebnisse dieser Befragung können für das gesamte Zielgebiet abgeleitet werden. So wollen circa 60 Prozent der Beschäftigten zukünftig attraktive öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Die Bahn nimmt bei der Verkehrsmittelwahl einen hohen Stellenwert ein. Mit Realisierung der ersten Phase der Siemens City Vienna im Jahr 2010 kann daher für den öffentlichen Verkehr mit einer Verdoppelung der heutigen Fahrgastzahlen gerechnet werden. Ähnliche Steigerungsraten wären bei einer weiteren betrieblichen Entwicklung im Zielgebiet zu erwarten.
Maßnahmen zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs
Im Konzept werden circa 25 Maßnahmen mit unterschiedlichen Fristigkeiten vorgeschlagen:
- Allgemeine Maßnahmen im öffentlichen Verkehr
- Kurze Wartezeiten: maximal Zehn-Minuten-Takt
- Einführung einer neuen Buslinie ("TechLine")
- Anpassung von Umsteigezeiten und Abstimmung der Linienführungen
- Haltestellen-Maßnahmen
- Modernes, originelles Design, Beleuchtung, Fahrzeitanzeigen und Ähnliches
- Hinweisschilder und Leitsysteme
- Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur (zum Beispiel Abstellboxen)
- Errichtung von Fußgängerübergängen
- Bewusstseinsbildende Maßnahmen
- Anzeigen von Abfahrtszeiten in Eingangsbereichen der Firmen, Jobticket et cetera
- Informationen über Linien, Fahrzeiten, Intervalle
Neue Buslinie "TechLine"
Mit einer neuen Buslinie im Zielgebiet soll die innere Erschließung in Nord-Süd-Richtung verbessert werden. Die sogenannte "TechLine" soll an die S-Bahnhaltestelle Siemensstraße und die U1-Endstelle Leopoldau angebunden werden. Abgestimmt auf die Entwicklung des Zielgebietes könnte sie in einer ersten Phase die Betriebsflächen zwischen Siemensstraße und Nordbahn (TECHbase, ENERGYbase, Klimawindkanal und andere) erschließen. In weiteren Ausbauetappen sollen die Flächen des Gaswerks Leopoldau beziehungsweise die Betriebsgebiete Allissen erschlossen werden.
Download
- Folder "Kooperatives Mobilitätskonzept für den Öffentlichen Verkehr": (1 MB PDF)
- Langfassung des "Kooperativen ÖV-Mobilitätskonzepts": (3,9 MB PDF)
Kontakt
Verantwortlich für diese Seite:Stadtentwicklung Wien
Kontaktformular


