Leitbild - Zielgebiet Siemens-Allissen

Im September 2007 wurde das Österreichische Institut für Raumplanung von der Abteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung Süd-Nordost (Bezirke 10-13 und 21-23) (MA 21 B) mit der Erstellung eines Leitbildes für das Zielgebiet Siemens-Allissen beauftragt. Unter der Leitung von Christof Schremmer und unter Mitarbeit von Ursula Mollay, Cornelia Krajasits und Christian Spanring wurde das Leitbild im Frühjahr 2008 fertiggestellt.

Das Leitbild baut auf die vorhandenen Planungen (STEP 05, Masterplan Siemens City, Projekt Wien Gas, Grünkeil Rendezvousberg - Alte Donau, bestehender Flächenwidmungs- und Bebauungsplan) auf. Es soll für das Zielgebiet Siemens-Allissen die zukünftige wirtschaftliche, stadtstrukturelle und städtebauliche Entwicklung des Raumes darlegen.

Vision für Siemens-Allissen

Im Zielgebiet befinden sich Standorte innovativer Leitbetriebe. Sie entfalten bereits heute maßgebliche Außenwirkung und verfolgen weitere Expansionsstrategien im Zielgebiet. Einen Schlüsselfaktor für die Entwicklung des Zielgebietes stellt das Projekt "Siemens City Vienna" dar. Zusätzlich befinden sich thematisch passende Leitbetriebe im Zielgebiet: die Technologie- und Gründerzentren TECHbase und ENERGYbase sowie der Klima-Wind-Kanal der RailTech Arsenal.

Das Forschungs- und Technologieportfolio der Leitbetriebe umfasst im Wesentlichen die Bereiche Energie und Umweltschutz, Mobilität und Logistik, Automatisierung und Transportsysteme sowie industrielle und öffentliche Infrastrukturen. Aufbauend auf diesen Kompetenzen besteht für das Zielgebiet Siemens-Allissen die Vision einer Positionierung als internationaler Spitzenstandort für Forschung, Technologie und Innovation in den Bereichen Verkehr und Energie.

Standortentwicklung

Räumliche Darstellung von Impulszone (Bereich Siemens und SGP-Areal) und Industriezone (Flächen im Gaswerk Leopoldau) auf Orthofoto

Industriezone und Impulszone im Zielgebiet

Im Sinne der Umsetzung der Vision Siemens-Allissen bestehen gute Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Zielgebiets als Spitzenstandort für Forschung, Technologie und Innovation (FTI). Der starke Impuls, der von der Expansion ansässiger Leitbetriebe ausgehen wird, lässt beträchtliche Folgeentwicklungen erwarten. Für betriebliche Erweiterung und Neuansiedelung bieten die - noch ausreichend zur Verfügung stehenden - Flächen gute Chancen.

Die künftige Entwicklung im Zielgebiet steht im Wirkungsfeld zwischen der "Impulszone" der expandierenden Leitbetriebe und der "Industriezone". Dort sind Betriebe mit teilweise spürbaren Auswirkungen auf das Umfeld und geringer Ausrichtung auf FTI angesiedelt.


Umsetzungsschwerpunkte

  • Zusammenarbeit und Kooperation
  • Nutzung der FTI-Strategie
  • Verkehr und Erreichbarkeit
  • Städtebauliches Gesamtkonzept und Gestaltung des öffentlichen Raumes
  • Vorbereitung der Flächenreserven
  • Marketing und Lobbying

Räumliche Entwicklung des Zielgebiets

Plan der räumlichen Entwicklung im Zielgebiet: Nutzungspräferenzen in den Teilgebieten

Nutzungsmöglichkeiten in Teilbereichen des Zielgebiets

Ziel ist es, die Nähe zur Impulszone und die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr für Erweiterungen und thematisch passende Neuansiedlungen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) und damit in Verbindung stehender Betriebe zu nutzen. Bei der künftigen Entwicklung nehmen einzelne Akteurinnen und Akteure im Zielgebiet (insbesondere die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer der noch verfügbaren Flächen) eine Schlüsselfunktion ein. Demzufolge stellt der Plan der räumlichen Entwicklung einen "Idealtypus" dar.

Entwicklungsphasen

Die Umsetzung des Leitbildes in konkreten Arbeitsschritten erfordert eine abgestimmte Vorgangsweise aller Beteiligten. Folgende Realisierungsphasen bauen aufeinander auf:

  • Phase 1: Konkretisierung, Koordination und Planung (ab 2008)
  • Phase 2: Realisierung Impulszone - erste konkrete Umsetzungsschritte
  • Phase 3: Ausweitung auf den Bereich Allissen

Mit dem Start der ersten Realisierungsphase sind alle Zielgebietsbeteiligten eingeladen, sich aktiv in die Weiterentwicklung einzubringen.

Download

  • Folder "Leitbild Siemens-Allissen": (1,1 MB PDF)
  • Langfassung "Leitbild Siemens-Allissen": (2,7 MB PDF)

Kontakt

DI Thomas Spritzendorfer

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Stadtentwicklung Wien
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