Prater - Messe - Krieau - Stadion: Zielgebiet der Stadtentwicklung

Logo des Zielgebiets Prater - Messe - Krieau - Stadion, bestehend aus einer Karte, auf der das Zielgebiet eingezeichnet ist

Im Stadtentwicklungsplan für Wien wurden 13 Zielgebiete ausgewiesen. Sie zeigen als "Hot spots", wo besondere Entwicklungspotenziale genutzt werden können und welche Schwerpunkte die Stadtentwicklung in den kommenden Jahren setzen wird. Planung und Entwicklung enden dabei nicht an administrativen Bezirksgrenzen. Sie erfolgen in übergreifenden Stadtregionen. Diese stehen in einem inhaltlichen Zusammenhang zueinander und sind durch ähnliche städtebauliche Chancen und Herausforderungen charakterisiert. Durch die Beschreibung von Grenzen der Besiedlung wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Erhaltung der wertvollen Naturräume in und um Wien gesetzt.


Geschichte

Die Entwicklung des 2. Bezirkes war und ist äußerst kurvenreich. Viele Planungsansätze und Ideen aus der Vergangenheit sind heute noch in unterschiedlicher Weise in der Realität erkennbar. Einige dieser Konzepte haben sich durchgesetzt und wurden verwirklicht, wenn auch vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie es wünschenswert gewesen wäre. Andere Konzepte blieben unvollendet, weil sich die Rahmenbedingungen geändert haben. Aber auch aus ihnen ergaben sich Spielräume für neue Überlegungen und Entwicklungen.

Die U2-Verlängerung im 2. Bezirk ist mit ihren Stationen in bemerkenswerter Weise geeignet, lange gepflegten und neuen Ideen starke Impulse zu verleihen und langjährige Probleme zu lösen. Im besonderen Maß gilt das für die "Entertainmentzone" Prater-Messe-Krieau-Stadion und die Entwicklung der "Waterfront" am rechten Donauufer.

Lange Zeit lagen diese Einrichtungen in einem Dornröschenschlaf, vieles war nicht mehr zeitgemäß. In den letzten Jahren sind jedoch bedeutende bauliche und infrastrukturelle Realisierungen erfolgt:

  • Bahnhof Praterstern
  • Renovierung Tribüne Krieau
  • Messe Wien
  • Messehotel
  • Shoppingcenter Stadion
  • Viertel Zwei
  • Stadionumbau
  • Eingangsbereiche beim Prater

Für die Neunutzung der Messezone mit der Wirtschaftsuniversität (Messe Carree Nord) mit Büros et cetera sind die entscheidenden Weichenstellungen erfolgt.

Prinzipien

Für die Entwicklung der "Waterfront" wurden Ziele und Grundsätze erarbeitet, die in mehreren Prinzipien beschrieben sind. Wesentlich ist, dass von keiner Einzellösung, wie zum Beispiel die Überplattung des gesamten Handelskais, ausgegangen werden kann, sondern von maßgeschneiderten Lösungen.

Planungsüberlegungen

280.000 Kreuzfahrtgäste pro Jahr kommen in Wien am rechten Donauufer an. Die Tendenz ist steigend. Es mangelt an den entsprechenden technischen Voraussetzungen, Aufenthaltsqualität und qualitativen Anbindungen.

Im engen und weiteren Nahbereich des rechten Donauufers existieren große ungenutzte Areale im Ausmaß von rund 150 Hektar.

Durch die Inbetriebnahme der Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 besitzt das rechte Donauufer zukünftig einen am Donauufer gelegenen attraktiven U-Bahn-Anschluss. Durch die beabsichtigte Verlängerung und Intervallverdichtung der Vorortelinie S45 ist eine attraktive Erschließung auch in der Längsrichtung möglich.

Aufwertung des rechten Donauufers

Karte mit allen Projekten im Zielgebiet

Die Attraktivierung des rechten Donauufers muss mit den Entwicklungen des Hinterlandes verknüpft werden. Mehr denn je fühlen sich die Bewohnerinnen und Bewohner von an Flüssen gelegenen Städten zur Wasserfront hingezogen. Wien ist in der glücklichen Lage, über mehrere unterschiedliche "Wasserfronten" zu verfügen. Sie haben sich durch technische Eingriffe wie Donaudurchstich und Entlastungsgerinne im Laufe der Jahrhunderte zu vielfältigen Erscheinungsbildern entwickelt.

Gemessen an allen "Wiener Wasserfronten" (Donaukanal, Donau, Neue Donau, Alte Donau) entspricht das Erscheinungsbild des rechten Donauufers weder seinem heutigen noch zukünftigen Stellenwert. Durch den Bau der Donauinsel ist Wien vor Hochwasser sicher. Aber zu sehr sind Schutzdamm, Bahn und Straße als Barriere wirksam. Viele der Gebäude entlang des Handelskais haben sich geradezu vom Fluss "abgewandt".

Mit der Ausweisung zum Zielgebiet sollen die erfolgreich eingeleiteten Entwicklungen im unmittelbaren Hinterland mit den geplanten Entwicklungen am rechten Donauufer in Beziehung gesetzt werden.

Weitere Planungsschritte

Entlang des rechten Donauufers gibt es mehrere Abschnitte, die Potenzial für eine Neugestaltung haben. Am weitesten fortgeschritten sind die Planungen für die Marina City im Bereich der Donaustadtbrücke. Dort entsteht in unmittelbarer Ufernähe ein völlig neues Viertel mit starken Bezügen zur Donau.

Ein Herzstück ist der zentrale Bereich um die Reichsbrücke. Hier ist eine umfassende Neugestaltung des Ankunftsbereiches für die Kreuzfahrtschiffe samt Verbindungen zum Hinterland geplant. Primär geht es um die Errichtung einer Brücke in Kombination mit einem Service- und Aufnahmegebäude für die Kreuzfahrtpassagiere und um eine qualitätsvolle Gestaltung mit hoher Nutzungs- und Aufenthaltsqualität. Durch diese zukünftig notwendigen Verbindungen wird das rechte Donauufer auch für die Bevölkerung nutz- und erlebbar gemacht.

Projekte im Zielgebiet

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