Entwicklungsstrategien im Zielgebiet Hauptbahnhof Wien - Erdberger Mais

Entwicklungszonen Erdberger Mais, Aspanggründe und Arsenal

Gesamtnutzung

Die Kapazität des Gesamtverkehrssystems bestimmt die Gesamtnutzungsmenge. Die angestrebte Nutzungsverdichtung muss sich im Rahmen dieser Gesamtnutzungsmenge bewegen. Die angestrebten Verdichtungen bleiben auf Entwicklungsschwerpunkte beschränkt.

Betriebliche Nutzungen

Wie im gesamten Wiener Stadtgebiet muss in der Entwicklungszone die dynamische Entwicklung der Büronutzung nicht nachdrücklich gefördert werden. Vielmehr soll durch restriktive Anwendung der Widmungsinstrumente die Schaffung neuer Büroflächen auf einen längeren Zeitraum verteilt werden. Neue Büroflächen sollen zunächst dort entstehen, wo bereits Infrastruktur vorhanden ist. In weniger attraktiven Bereichen wie im Immissionsbereich der A23 und in größerer Entfernung von Stationen der öffentlichen Verkehrsmittel sollen mittelfristig die Gewerbestandorte erhalten bleiben. Zudem sollen neue Gewerbehöfe und Gewerbegebiete entwickelt werden. Bei partiellen Aufzonungen anlässlich der Transformation in Bürostandorte soll die bereits bestehende Ausnutzbarkeit nicht erhöht werden.

Wohnen

Die wenigen für Wohnnutzung uneingeschränkt geeigneten Standorte sind dem Wohnen vorbehalten. Widmungen schließen andere Nutzungen aus.

Infrastruktur

Kommerzielle Infrastruktur (Versorgung) wird in den Entwicklungsschwerpunkten nahe der U-Bahnstationen konzentriert. Kulturhistorisch erhaltenswerte, identitätsstiftende Industriegebäude sollen durch Infrastruktureinrichtungen aller Art genutzt werden. Dabei ist die Berücksichtigung von Bedürfnissen der Beschäftigten und ihrer Arbeitszeiten (Betriebskindergarten) sowie der zukünftigen Anwohnerinnen und Anwohner wesentlich.

Umwelt und Erholung

Ein vernetztes System an Erholungseinrichtungen, die gemäß Gender Mainstreaming auf unterschiedliche Benutzergruppen zugeschnitten sind, ist nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner wichtig, sondern in noch größerem Ausmaß für die im Gebiet Beschäftigten wichtig. Daher sollen solche Einrichtungen sowohl an Wohnstandorten als auch neben starken Arbeitsplatzkonzentrationen auf kurzem Weg erreichbar sein. Fuß- und Radwegverbindungen sollen als Erholungswege für Arbeitspausen geeignet sein.

Fuß- und Radwege

Besondere Bedeutung hat in den Entwicklungszonen die Überwindung von Barrieren innerhalb des Gebietes und zu angrenzenden Stadtteilen. Priorität haben dabei Verbindungen zum Grünbereich des Praters über den Donaukanal hinweg. Besonders wichtig ist dabei, Wege zu schaffen, um die städtebauliche Barriere A 23 zu überwinden und ausgedehnte Baublöcke zu durchqueren. Dadurch werden unter anderem Fußweglängen zu den Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel verkürzt.

Öffentlicher Verkehr

In der voraussichtlich in manchen Teilbereichen noch länger vorherrschenden "Unwirtlichkeit" des Gebietes sollen Haltestellen des sekundären Netzes attraktive Orte sein. Intervalle und Betriebszeiten dieses sekundären Netzes sollen der Attraktivität der U-Bahn nicht nachstehen.

Motorisierter Individualverkehr

Das Straßennetz soll ergänzt werden. Dadurch werden großflächige Blockstrukturen und das Hauptstraßennetz (Hauptstraße B 228) besser erschlossen. Damit sollen übermäßige Verkehrsbelastungen in den Schwerpunkten der eingeleiteten Entwicklungen schrittweise vermieden werden.

Download

Für die Entwicklungszonen Erdberger Mais, Aspanggründe und Arsenal wurden Strategiepapiere ausgearbeitet:

  • Flächennutzung in den Entwicklungszonen Erdberger Mais, Aspanggründe und Arsenal: 195 KB PDF
  • Zeithorizonte in den Entwicklungszonen Erdberger Mais, Aspanggründe und Arsenal: 191 KB PDF

Kontakt

Dipl.-Ing. Hans Peter Graner, Leiter des Planungsteams Erdberger Mais

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Stadtentwicklung Wien
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