Bericht zum Weltkulturerbe 2002 - Projekt Wien-Mitte

Der Bericht informiert in umfassender Art und Weise über die Entstehung des Projekts, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die städtebauliche und architektonische Begründung. Im Folgenden eine Kurzfassung des Berichts:
Der vorliegende Bericht entspricht dem ausdrücklichen politischen Willen der Stadt Wien, mit dem historischen Zentrum von Wien auf der Welterbeliste der UNESCO vertreten zu sein.

Diskussion zu Wien-Mitte geht weiter

Der Bericht wurde im kurzen Zeitraum von nur zwei Monaten während der Sommermonate 2002 interdisziplinär erstellt. Er erläutert analytisch die Entstehung des Projektes, die Rechtslage und die städtebauliche und architektonische Begründung für den Standort.

Die in Wien kontroversiell und emotional geführte Diskussion zu Wien-Mitte hat mit Stand Oktober 2002 noch kein Ende gefunden, es ist durchaus im Interesse der Stadt Wien, während der weiteren Detailplanungen das Gespräch mit allen am Projekt Interessierten zu führen. Die Stadt Wien ist darum bemüht, das Bauvorhaben Wien-Mitte mit dem Weltkulturerbe "Historisches Zentrum von Wien" kompatibel zu gestalten. Im Sinne einer Zusammenfassung ist in Bezug auf dieses Projekt festzuhalten, dass die Stadt Wien jedenfalls alle Prüfungen nach bestem fachlichen Wissen vollzogen hat.

Visuelle Integrität der historischen Altstadt bleibt erhalten

Alle aus architektonisch-denkmalpflegerischer Sicht durchgeführten Analysen und Visualisierungen, besonders auch die nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelte Sichtbarkeitsanalyse auf Basis eines 3D-Stadtmodells zeigen, dass die visuelle Integrität der historischen Altstadt von Wien durch das Projekt nicht gefährdet ist.
Das Stadtentwicklungsgebiet Wien-Mitte liegt am östlichsten Rand der Pufferzone und ist gegen die Kernzone des Welterbe-Areals hin durch die historische Uferbebauung am Wienfluss abgeschirmt und beeinflusst keine der charakteristischen und traditionellen Sichtbeziehungen auf die historische Stadt und keine der wichtigen Sichtachsen aus der Altstadt.

Darüber hinaus besteht - dies ist zu wiederholen - heute ein Rechtsanspruch der Bauträger auf die Realisierung des Projektes. Eine Verhinderung des Projekts ist im Rahmen der rechtsstaatlichen Handlungsspielräume weder dem Bund, noch dem Land und der Gemeinde möglich.

Die Bewilligung des Projektes Wien-Mitte hat sich mit der Einreichung zur Normierung des historischen Stadtzentrums auf die Welterbeliste überschnitten.
Ausdrücklich ist aber festzuhalten, dass die Problematik des Projektes in den Nominierungsunterlagen für die UNESCO aufgezeigt wurde. Sie wurde mit dem Evaluator, Dr. Josef Stulc, der die Nominierung Wiens im Februar 2001 prüfte, besprochen. Die Nominierung wurde schließlich mit Dr. Jukka Jokilehto, ausführlich diskutiert und analysiert. Dr. Jukka Jokiletho besuchte Wien im Auftrag des Büros des World-Heritage-Komitees im November 2001, knapp vor der definitiven Nominierung.

Bericht zum Download

Bericht zu den Aufforderungen und Empfehlungen des World-Heritage-Komitees, betreffend das Weltkulturerbe "Historic Center of Vienna (Austria)": (2 MB PDF) • (320 KB RTF)

Kontakt

OStBR DI Hans Peter Graner

Verantwortlich für diese Seite:
Stadtentwicklung Wien
Kontaktformular