Geschichte des Nordbahnhofs
Nordbahn
Drei Namen sind mit dem Bau der Nordbahn verbunden: Salomon Rothschild als Finanzier, der Konstrukteur Franz Xaver Riepl und der Baumeister Alois Ritter von Negrelli. Er erlangte erst durch seinen Anteil am Bau des Suezkanals und des Kanals von Korinth seinen Weltruhm. Nachdem Rothschild mit viel Engagement und Überredungskunst das Kaiserhaus für sein Projekt gewinnen konnte und sich die Nordbahn "Kaiser-Ferdinands-Nord-Bahn" nennen durfte, war auch der finanzielle Durchbruch geschafft. Vor allem der Gütertransport war von Anfang an ein gutes Geschäft und wurde mit dem Kohlentransport aus Mähren eine wahre Goldgrube.
Nordbahnhof
Der Nordbahnhof wurde im Jahr 1839 nach den Plänen von Anton Jüngling gebaut. Die gesamte Anlage in L-Form umfasste sechs Gebäude, die in der damaligen Zeit zum tadellosen Verkehrsverlauf dazugehörten Wartesaal, Wohnungen, Magazin, Wagenremise, Lokomotivremise und eine Werkstätte.
In den Jahren 1859 bis 1865 wurde der Nordbahnhof von Theodor Hoffmann neu gebaut. In dieser verspäteten romantischen Form stand er bis zum Zweiten Weltkrieg und galt als der prunkvollste Bahnhof Wiens.
Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden die vier allegorischen Figuren der Städte Wien, Brünn, Olmütz und Krakau in das Direktionsgebäude Nordbahnstraße 50 gebracht.
Am 21. Mai 1965 wurden die Reste des damaligen Nordbahnhofs gesprengt.
Der neue Bahnhof wurde durch den Schnellbahnverkehr zu einem Durchgangsbahnhof umorganisiert.
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Quellen
Kubinsky Dr. M., Bahnhöfe in Österreich. Architektur und Geschichte, Verlag Otto Slezak, Wien 1986
"Die Entwicklung der Eisenbahn in Wien, Wiener Bahnhöfe von 1837 bis 2000, Ein Überblick" Seminararbeit im Rahmen der Vorlesungsreihe "Architektur und Umweltgestaltung", Prof. Franco Fonatti, Wien 1996-2001
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