Bisherige Entwicklung des Nordbahnhofs
- Bebauung Lassallestraße
- Bebauung Remise Vorgartenstraße
- Absiedlung Autobusgarage
- Vertragsverhandlungen Park/Schule
- Wettbewerbe "Wohnen am Park" und "Alte Busgarage"
- Wohnbau Bike-City/Time 2 Live
- Wettbewerb Bürogebäude Praterstern 5
- Beschluss Plandokument 7656
- Kooperatives Verfahren zur Gestaltung Rudolf-Bednar-Park
- Wettbewerb Rudolf-Bednar-Park
- Bürogebäude "e-zone"
- Wettbewerb Schule und Kindergarten
- Bauträgerauswahlverfahren "Junges und kostengünstiges Wohnen"
Bebauung Lassallestraße
Bereits 1979 wurde ein 200 Meter breiter Streifen entlang der Lassallestraße von den ÖBB zur Bebauung freigegeben. Er ist mittlerweile vollständig mit überwiegend Bürogebäuden bebaut.
Bebauung Remise Vorgartenstraße
Im Jahr 2000 wurde die Bebauung der ehemaligen Remise Vorgartenstraße fertiggestellt. Es wurden rund 600 Wohnungen nach Projekten von Coop Himmelb(l)au/SEG, Neumann&Steiner/ÖSW, Podrecca/GPA errichtet. Ergänzt wurde die Wohnbebauung durch Gewerbe- und Infrastrukturnutzungen in den Erdgeschosszonen.
Absiedlung Autobusgarage
Die Absiedlung der bestehenden Autobusgarage samt Tankstelle in der Vorgartenstraße erfolgte 2007. Die Garage aus dem Jahr 1949 steht unter Denkmalschutz und bleibt erhalten.
Vertragsverhandlungen Park/Schule
Die Vertragsverhandlungen zwischen der Stadt Wien und den ÖBB bezüglich des Bauplatzes für soziale Infrastruktur (Kindergarten und Schule) und der Fläche des Rudolf-Bednar-Parks wurden abgeschlossen.
Wettbewerbe "Alte Busgarage" und "Wohnen am Park"
Im Jahr 2003 schrieb die GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft), gemeinsam mit den Wiener Linien und der Abteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung Innen-West (MA 21A) zwei geladene, anonyme Wettbewerbe für Wohnbauten im Bereich der Busgarage und des zentralen Parks aus. Die Ergebnisse der städtebaulichen Wettbewerbe wurden in einem Bebauungsplan (Plandokument 7656) rechtlich verankert.
Weiterführende Informationen
- Städtebaulicher Wettbewerb "Alte Busgarage" - Ergebnisse
- Städtebaulicher Wettbewerb "Wohnen am Park" - Ergebnisse
- Auskunftssystem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan der Stadt Wien
- Wettbewerbsdatenbank der MA 19
Wohnbau Bike-City/Time 2 Live
2008 wurden die Wohngebäude Bike-City/Time 2 Live fertiggestellt. Die Ecke Vorgartenstraße/Walcherstraße gelegenen Gebäude wurden auf Basis des Wettbewerbsprojektes "Wohnen am Park" weiterentwickelt. Ein Teil der Wohnhausanlage ist speziell auf die Interessen und Notwendigkeiten von Radfahrerinnen und Radfahrern abgestimmt.
Weiterführende Informationen
Wettbewerb Bürogebäude Praterstern 3
Für die hochwertige und hervorragend erschlossene Liegenschaft Praterstern 3 schrieb die ÖBB einen Wettbewerb für die Errichtung eines Bürogebäudes aus. Das 2004 jurierte Siegerprojekt stammt vom ArchitektInnen-Team Richter/Tillner.
Beschreibung des Projekts
Zwei parallel zueinander liegende Baukörper - der eine zu den Gleisanlagen orientiert, der andere zur Nordbahnstraße - werden durch Erschließungsspangen an den Schmalseiten zu einem städtebaulich dominanten, rechteckigen Baublock gefasst. Eine teilweise durchlässige Fassadengestaltung bietet zwischen den miteinander verbundenen Baukörpern Einblicke in den zentralen Innenhof. Er ist mit einem transparenten Membrandach überdacht. Die Lifte und Stiegenhäuser, die Raum für informelle Kommunikation und Treffen bieten, sind vom Bürotrakt getrennt und erlauben eine große Nutzungsflexibilität. Eine zweischalige Fassadenkonstruktion und der überdachte Innenhof sorgen für niedrige Energiekosten.
Weiterführende Informationen
Beschluss Plandokument 7656
Für die von den Wettbewerben erfassten Bereiche, für die zweite Reihe an der Walcherstraße und den Schulbauplatz, wurde mit Plandokument 7656 ein Flächenwidmungs- und Bebauungsplan festgesetzt. Der Gemeinderatsbeschluss erfolgte am 30.6.2005.
Auskunftssystem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan der Stadt Wien
Kooperatives Verfahren zur Gestaltung des Rudolf-Bednar-Parks
Der Rudolf-Bednar-Park wird den zentralen Freiraum der innerstädtischen Stadtentwicklungszone Nordbahnhof darstellen. Als Grundlage für einen Gestaltungswettbewerb wurde in einem ExpertInnen-Verfahren ein Anforderungsprofil erarbeitet. Im Mai und Juni 2004 haben zirka 35 Fachleute aus dem Magistrat, Planungsbereich, lokalen Einrichtungen und dem Bezirk unter Federführung der Abteilung für Stadtteilplanung und Flächennutzung Innen-West (MA 21A) lokales Wissen und Fachwissen zusammengeführt.
Detailangaben zum kooperativem Verfahren zur Gestaltung Rudolf-Bednar-Park
Wettbewerb Rudolf-Bednar-Park
Für die Gestaltung des 3,1 Hektar großen Parks hat die Abteilung für Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) im Jahr 2006 gemeinsam mit den Wiener Stadtgärten (MA 42) einen EU-weiten, nicht offenen, einstufigen, landschaftsarchitektonischen Wettbewerb ausgeschrieben. Das Siegerprojekt stammt vom Büro Hager Landschaftsarchitektur AG aus Zürich.
Beschreibung des Projekts
Ein wesentliches Merkmal des Siegerprojekts ist der zusammenhängende Baumschleier. Er verankert den Park als räumlich eigenständigen Ort im künftigen Stadtquartier. Die Ausrichtung des Baumschleiers orientiert sich an übergeordneten räumlichen Bezügen - Donau und Nordbahnhofareal. Er gewährleistet somit eine Kontinuität im städtischen Muster.
Angrenzend zum künftigen Schulstandort im Süden des Parks soll eine nutzungsintensive Zone für Jugendliche mit Skateranlage und Streetballfeldern errichtet werden. Orientiert an der Achse "verlängerte Radingerstraße" liegen Schilfgärten. Sie sind eine Reminiszenz an den Landschaftsraum der Donau. An der zentralen Wegkreuzung ist die Errichtung eines Parkcafes in Form eines transparent gestalteten Kubus vorgesehen. Eine mit wassergebundener Decke befestigte Zone vor dem Wohnprojekt "Wohnen am Park" im Norden ist ruhigeren Nutzungen vorbehalten. Im östlichen Bereich des Parks sind in die Rasenfläche mit formbeschnittenen Blütensträuchern gefasste Quartiersgärten eingelagert. Diese bieten in der sonst offenen Struktur des Parks abgegrenzte Orte für unterschiedliche Nutzungen. Über die gesamte Parkfläche verteilt markieren orange eingefärbte, mit unterschiedlichen Elementen bestückte Stellen Spielorte für Kinder. Rasenlichtungen lockern die für Nutzungen reservierten Bereiche auf.
Der Park wurde im September 2008 eröffnet.
Weiterführende Informationen
Bürogebäude "e-zone"
Das Bürogebäude "e-zone" wurde 2007 Ecke Walcherstraße/Ernst-Melchior-Gasse errichtet. Der Bauplatz entspricht dem Block 3a des Leitbilds Nordbahnhof. Das Bürogebäude verfügt über eine Nutzfläche von 20.700 Quadratmetern.
Weiterführende Informationen
Wettbewerb Schule und Kindergarten
Bis zum Jahr 2010 werden am Areal des ehemaligen Nordbahnhofes etwa 2.500 neue Wohnungen entstehen. Auf Block 4 des Leitbilds Nordbahnhof, direkt am Rudolf-Bednar-Park, sollen eine 17-klassige Volksschule und ein Kindergarten mit elf Gruppen errichtet werden.
Im Herbst 2007 wurde seitens der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) ein Wettbewerb für dieses Projekt ausgelobt.
Aus den eingereichten Projekten wurde von der Jury das Projekt der Architekten Kaufmann & Wanas ZT mit DIin Brigitte Lacina (Freiraumplanung) als Siegerprojekt ausgewählt.
Schule und Kindergarten sollen ab Sommer 2009 mittels eines neuen Vorfinanzierungsinstrumentes im Sinne des Public-Private-Partnership-Gedankens umgesetzt werden.
Im Herbst 2010 soll die Schule eröffnet werden.
Beschreibung des Projekts
Der sich mit einer klaren Außenkante entlang der Ernst-Melchior-Gasse entwickelnde Baukörper lässt Raum für großzügigen, uneingeschränkten Freiraum im Anschluss an den Park. Zu diesem setzt das Projekt einen weichen Übergang. Von der Straße aus ist die Gliederung Sport-, Schul-, Eingangs- und Kindergartenbereich ablesbar. Der Vorplatz wird zum Teil durch Obergeschoße überdeckt.
Weiterführende Informationen
Bauträgerauswahlverfahren "Junges und kostengünstiges Wohnen"
Im März 2008 wurde ein von den ÖBB und Wiener Linien in Kooperation mit dem wohnfonds_ wien ausgelobtes, zweistufiges Bauträgerauswahlverfahren juriert. Das Wettbewerbsgebiet umfasst die an der Vorgartenstraße gelegenen Blöcke 20 und 23 des Leitbilds Nordbahnhof.
Der thematische Schwerpunkt des Verfahrens lautete "Junges und kostengünstiges Wohnen". Besondere Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sowie junge Erwachsene. Es sollten Wohnungen für Menschen in Ausbildung, Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger und Haushalte mit geringem Einkommen projektiert werden.
In der Beurteilungssitzung wurden von der Jury folgende Projekte zur Realisierung empfohlen:
- Bearbeitungsgebiet 1: BWS/BKK-3 Architektur ZT GmbH/DIin Dr.in Karin Standler
- Bearbeitungsgebiet 2: GEBÖS/synn architekten/DI Hannes Batik
- Bearbeitungsgebiet 3: Kallco/Treberspurg & Partner Architekten ZT GmbH/Land in Sicht
- Bearbeitungsgebiet 4: BUWOG/Lautner + Kirisits Architekten (laki)
- Bearbeitungsgebiet 5: ÖSW/BEHF Ebner Hasenauer Ferenczy ZT GmbH/Koselicka
Weiterführende Informationen
Öffentliches Bauträgerauswahlverfahren - 2., Nordbahnhof - Vorgartenstraße: 461 KB PDF
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