Ausgangslage - Nordbahnhof

Lage

Luftbild Nordbahnhof

Der Nordbahnhof ist im zweiten Wiener Gemeindebezirk gelegen. Mit seinen 75 Hektar Fläche ist er eine der größten und bedeutendsten innerstädtischen Entwicklungszonen Wiens. Seine Fläche wird durch die Straßenzüge Lassallestraße, Vorgartenstraße beziehungsweise Engerthstraße, Innstraße, Dresdner Straße, Nordbahnstraße und dem Praterstern begrenzt.

Die städtebauliche Entwicklung am Nordbahnhof setzt durch die Lage an der Achse zwischen Innenstadt und Donaucity einen Impuls für die gesamte Stadt, besonders aber für den 2. Wiener Gemeindebezirk. Der neue Stadtteil am Nordbahnhof stellt einen imagefördernden Kontrast zu den historischen Vierteln der Leopoldstadt dar.

Die an der Nordbahnstraße gelegene Gleistrasse stellt derzeit eine starke Barriere in Richtung der benachbarten gründerzeitlichen Wohngebiete dar. Gegen Nordwesten grenzt das Areal direkt an den 20. Wiener Gemeindebezirk, inklusive der städtebaulichen Potenzialfläche des Nordwestbahnhofs. Im Nordosten trennen den Nordbahnhof nur zwei Baublocktiefen vom Donauraum. Die bereits ab den frühen 1980er-Jahren erfolgte Bebauung an der Lassallestraße grenzt an das gegenüberliegende gründerzeitlich geprägte Stuwerviertel.

Erschließung

Erschließungsgebiet des Nordbahnhofs

Öffentlicher Verkehr

Der im Süden des Gebietes angrenzende Praterstern ist einer der wichtigsten öffentlichen Verkehrsknotenpunkte von Wien. Im Mittelpunkt steht der neu gestaltete Bahnhof für die Schnell- und Regionalbahnen.

Die U-Bahnlinie U1, mit Linienführung zwischen Leopoldau und Reumannplatz, verkehrt entlang der Lassallestraße. Sie erschließt mit den Stationen Vorgartenstraße und Praterstern Teile des Areals. Seit 2008 hält auch die vom Karlsplatz bis zum Stadion und später weiter nach Aspern verlängerte U-Bahnlinie U2 am Praterstern. Drei Straßenbahnlinien (5, 2, O) und drei Autobuslinien (11A, 80A, 82A) vervollständigen das Angebot.

Motorisierter Individualverkehr

Der Nordbahnhof ist über Handelskai, Innstraße, Lassallestraße, Nordbahnstraße und Praterstern sehr gut an das hochrangige Straßennetz angeschlossen.

Radverkehr

Es besteht ein guter Anschluss über das bestehende Radwegenetz in die nahen Erholungsgebiete Prater und Donauinsel. Die innere Erschließung des Areals wird entsprechend der Ausbaustufen der Bebauung ergänzt.

Leitbild Nordbahnhof (1994)

Aufgrund der 1991 im Gemeinderat beschlossenen "Leitlinien für die Stadtentwicklung Wiens" entstand in den 1990er-Jahren durch die Zusammenarbeit von Architektinnen und Architekten, Stadtplanerinnen und Stadtplanern, Verkehrsexpertinnen und Verkehrsexperten, Soziologinnen und Soziologen und Ökologinnen und Ökologen ein städtebauliches Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung des Gebietes. Die hierin festgeschriebenen Grundsätze schaffen die Voraussetzungen für eine beispielhafte Stadtteilentwicklung.

Leitbild Nordbahnhof

Plandokument 6879

Der Beschluss eines Flächenwidmungsplanes, Plandokument 6879 vom 25.5.1996 auf Basis des Leitbilds ermöglicht die weitere Umsetzung der Projekte auf einer rechtlich gesicherten Grundlage. Für die schrittweise Weiterentwicklung des Gebietes werden jeweils anlassbezogen Bebauungspläne erarbeitet.

Auskunftssystem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan der Stadt Wien

Stadtentwicklungsplan 2005

Im Stadtentwicklungsplan 2005 (STEP 05) wird auf das Areal des Norbahnhofs als wesentliche Potenzialfläche innerhalb des dicht bebauten Stadtgebietes Bezug genommen. Der Nordbahnhof ist räumlich dem Zielgebiet "Waterfront" zuzuordnen.

Stadtentwicklungsplan 2005

Ansprechpartnerin

DIin Alexandra Madreiter

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Stadtentwicklung Wien
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