EUROPAN 8 - Wohnprojekt 23. Bezirk, Lastenstraße

EUROPAN 8: Ansicht des Baukörpers von der Ecke Lastenstraße und Carlbergergasse

In der Nähe der S-Bahn-Station Atzgersdorf-Mauer soll das Projekt "Suburban Block" des norwegischen Architektenteams MALARCHITECTURE mit circa 250 Wohneinheiten umgesetzt werden. Ein Teil der Wohnungen ist als Atriumhaustyp (carpet) konzipiert. Der andere Teil der Wohnungen befindet sich in einem mehrgeschossigen Baukörper (lamelle) an der Carlbergergasse. Die Realisierung wird durch den Bauträger Wien Süd erfolgen.


Wettbewerbsthema

Lage des Wettbewerbsgebietes für EUROPAN 8

Für das Projektareal an der Lastenstraße konnte seit mehr als zehn Jahren kein gewerblicher Nutzer gefunden werden. Es ist damit ein Beispiel für Betriebsflächen, die aufgrund der Nähe zum Wohngebiet immer mehr unter Druck geraten - unter anderem deswegen, weil sie schlecht an das übergeordnete Straßennetz angebunden sind. Die Herausforderung war, das Potenzial des Standorts für eine Wohnnutzung herauszuarbeiten, aber auch eine multifunktionale Nutzung zu ermöglichen. Dabei war auch die Lärmsituation an der Südbahn zu berücksichtigen.


Siegerprojekt Suburban Challenge

Siegerprojekt des Architektenteams MALARCHITECTURE

Das Projekt des norwegischen Teams MALARCHITECTURE um Mirza Mujezinovic wurde von der Jury zum Siegerprojekt gekürt. Mit der Wiedererfindung des Typs "Der Block als Matte" zeigt es großes Entwicklungspotenzial für diverse Nutzungen. Dieser Typ ist eine Referenz an Le Corbusiers "Unité d'habitation". Er fügt sich in seinen Dimensionen in die Umgebung ein und weist eine große Flexibilität der Raumnutzung auf.


Umsetzungskonzept

EUROPAN 8: Platz innerhalb der Atriumhausbebauung

Im Rahmen eines kooperativen Implementierungsverfahrens (Optimierung der Qualitäten und Umsetzungskonzept) wurde das Projekt überarbeitet und bis zur Umsetzungsreife gebracht. Form und Ausrichtung des Baukörpers wurden adaptiert, sodass der Charakter und die Stärken des Projekts erhalten blieben. Mithilfe einer Lärmausbreitungssimulation konnten Problembereiche des Projektes erkannt und unter Berücksichtigung der Belichtungssituation gelöst werden. Der Freiraum, der ursprünglich in der Mitte des Baukörpers geplant war, wurde im Zuge der Überarbeitung in Richtung des bestehenden Wohnbaus verlegt. Damit wurde eine größere Freifläche geschaffen. Sie kann mit dem bestehenden Freiraum des Wohnbaus Steinergasse verknüpft werden.

Im Bereich des "carpet" (Atriumhäuser) öffnen sich die Gassen zu Plätzen, wo mit einem entsprechenden Aufenthaltsangebot, zeitgenössischen Gestaltungselementen und einer einheitlichen Bepflanzung qualitätsvolle wohnungsbezogene Freiräume geschaffen werden sollen. Im Bereich der "Lamelle" entstehen Freiräume zwischen Lärmschutzwand und Wohnungen, die gemeinschaftlich genutzt werden sollen. Den geeigneten Rahmen kann ein mediterran geprägtes Ambiente liefern. Die Gestaltung der Fassaden wird durch eine partielle Begrünung, vor allem im Bereich der Lärmschutzwände, akzentuiert.


Kontakt

DIin Birgit Hundstorfer

Weiterführende Informationen

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Stadtentwicklung Wien
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