Zielsetzungen Donauraum - Stadtentwicklungsprojekt

Luftbild Wasserkraftwerk Freudenau

Kraftwerk Freudenau

Für den Wiener Donauraum werden, reagierend auf die städtebaulichen Entwicklungen im Umfeld, folgende Ziele verfolgt:

  • Wertvolle Bereiche für die ruhe- und erholungssuchende Bevölkerung sollen erhalten werden.
  • Maßvolle Erweiterungsmöglichkeiten für künftige Freizeittrends sollen dort ermöglicht werden, wo es die geänderten Rahmenbedingungen wie beispielsweise verbesserte Anbindungen durch Brücken und Verkehrsmittel ermöglichen.

Eine behutsame Weiterentwicklung dieses für Wien und Umgebung wichtigen Erholungsgebietes soll unter bestimmten Leitzielen wie Hochwasserschutz, Erhaltung der naturräumlich wertvollen Bereiche oder Sicherung der Durchgängigkeit erfolgen.

Intensive Erholungsnutzung

Die intensive Nutzung der Erholungslandschaft an der Neuen Donau spiegelt sich in einem vergleichsweise dichten Wegenetz wider. Es ist zu einem Großteil mit Asphaltdecken ausgebildet. Diese Form des Wegausbaus kommt den Interessen der Radfahrerinnen und Radfahrer, Skaterinnen und Skater entgegen. Insbesondere in den naturhaften Randzonen der Donauinsel stellt aber die Erhaltung unversiegelter und damit sickerfähiger Wegoberflächen ein Anliegen aus Sicht der Landschaftsökologie dar. Zudem bedeutet eine Differenzierung der Wegausbildung eine Form der Benutzerstromlenkung. Sie trägt damit indirekt zur Zonierung der Erholungslandschaft in intensiv genutzte und extensiv beanspruchte landschaftlich geprägte Bereiche bei.

Attraktive Uferlandschaft in ökologischem Einklang

"Toter Grund" Donauinsel: naturbelassene Aulandschaft

Im Zuge des Kraftwerkbaus Freudenau wurde das linke Donauufer neu modelliert und Vorschüttungen wurden angelegt. Aus ökologischer Sicht war dies eine wesentliche Aufwertung. Das Standortpotenzial ist hier so hoch, dass - abgesehen von lokalen Initialmaßnahmen - die Uferzone der natürlichen Entwicklung überlassen werden konnte. Wegen der hohen Attraktivität der Uferlandschaft entdecken immer mehr Erholungssuchende die heimlichen Idyllen am Donauufer.

Auch in den übrigen Zonen der Donauinsel kommt naturräumlichen Anliegen Beachtung zu: Arten der Weichen Au (Pappeln und Weiden) wurden im Rahmen der Gewässerrandpflege nahe der Uferlinie neu gepflanzt. In den Zentralzonen der Insellandschaft wird versucht, ein System ökologischer Musterflächen und Trittsteinbiotope zu erhalten. Die Amphibien- und Reptilienfauna erfährt durch die laufende Beobachtung und Pflege der zahlreichen Gewässerstrukturen im Bereich der Donauinsel eine Aufwertung ihrer Lebensräume.

Kontakt

Dipl.-Ing.in Andrea Eggenbauer

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Stadtentwicklung Wien
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